Ja, ich bins mal wieder vom anderen Ende der Welt. Diesmal nicht mit außergewöhnlichen Reiseberichten, sondern mit ganz gewöhnlichen Geschichten, wie das Leben in Neuseeland so ist.
So, als allererstes der neueste Stand der Dinge: Ich arbeite jetzt seit gut zwei Wochen bei Maui Rentals, im Süden von Auckland. Süden von Auckland bedeutet, böse Gegend, sehr viele Maoris und hohe Gewalttätigkeitsrate. Das ist mir aber noch nicht aufgefallen. In der Arbeit arbeiten eine Menge Maori und Leute von den Südseeinseln und sehr viele Europäer wie ich. Wir sind also ein bunt gemischter Haufen, der den Touristen die Campervans bereitstellt. Die meisten meiner Kollegen sind sehr nett und sehr hilfsbereit. Ein Maori vom Customer Service ist im Junior-Rugbyteam der All Blacks und sehnt schon 2011 (RugbyWM in NZ) herbei. Außerdem tanzt er den Haka, den Kriegstanz der Maori. Er meinte, ich könnte ja mal mitkommen, wenn er auf Veranstaltungen tanzt. Und er tanzt auch noch halbnackt, also dachte ich mir: Wat soll´s, ne?
Das gute an dem Job ist, dass ich jetzt ab morgen (Samstag, 19. Januar) bis Donnerstag nächste Woche frei hab, dann vier Tage arbeite und wieder 5 Tage freihabe, ja dann kann ich noch meinen East Cape Trip machen, aber vorher muss Günther morgen in die Werkstatt, der Stoßdämpfer ist kaputt und das kostet ein bißchen was, aber wenigstens hab ich dann meinen TÜV! Und ich arbeite gewöhnlich von 7.30 Uhr bis 18. Uhr, ja 10 Std. am Tag, aber dafür halt so vielefreie Tage, ne?
Die Planung der nächsten Monate schaut dann voraussichtlich (man weiß ja nie..) wie folgt aus: Mein Arbeitsvertrag mit Maui geht bis Ende März, danach werde ich dann für vier Wochen auf die Südinsel übersetzen und dann anschließend versuchen in Wellington einen Job zu bekommen um dort auch zu überwintern. Australien plane ich im Moment im August für drei Wochen (Daniel, ich komme) und hoffe, dass Frau Schmitt mich vielleicht in Australien begleitet: Carmen, ich rechne mit dir!
Ich habe jetzt auch endlich dem guten alten Brown Kiwi Hostel Lebwohl gesagt und wohne jetzt die nächsten 2einhalb Monate in Kohimarama
Hier ein Video von meinem neuen zu Hause:
Ich wohne hier mit Julia, einer Deutschen aus München und Alyson, einer Kiwi zusammen. Es ist hier alles sehr entspannt und relaxt und ich bin in 5 Minuten am Strand! Seit zwei Wochen ist es hier auch verdammt heiß und es ist schon echt lustig mitten im Januar in T-Shirt und Rock rumzulaufen.
Jetzt zu den lustigen Anekdoten hier:
1. Die Neuseeländer sind schon ein lustiges Völkchen und schwer einzuschätzen, manchmal sind sie einfach easy going und dann wieder super angespannt, man weiß nie, woran man ist.
2. Wenn man im Supermarkt einkauft, schüttelt man auch nur den Kopf, manches ist superbillig (z.B. Rinderfilet kostet so um die 1.50 Euro für 300g), anderes verdammt teuer, wie z.B. alle Hygiene oder Kosmetikprodukte (Rasiergel kostet 5 Euro!), und Obst ist auch teuer, versteh ich eigentlich net, weil viele Work & Traveller ja hier sind um Früchte zu pflücken, aber naja, ist halt Neuseeland.
So, ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meinem Alltag hier verschaffen.
Cya soon
Katrin



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