Nach 8 Tagen Schufterei wurde es mal wieder Zeit für meine fünf freien Tage. Und das heißt gewöhnlich reisen.
Diesmal führte uns unsere Reise nach Rotorua. Die Stadt, die extrem nach faulen Eiern und Schwefel stinkt. Grund dafür, Rotorua liegt in einem der aktivsten Vulkangebiete der Erde. Da wird man schonmal im Stadtpark von stinkigen Schlammlöchern überrascht oder wundert sich, warum man hier keinen Dampfkochtopf kaufen kann (braucht man nicht, hier hat man seinen Kochtopf praktisch, wenn man ein bißchen in der Erde gräbt).
Naja, in jedem Fall wimmelt es in Rotorua nur so von Touristen und besonders von Deutschen. Und natürlich begegnet man auch zahlreichen Maui und Britzcampern und muss sich vor manchen unangenehmen Kunden letzter Woche verstecken (passierte, Gott sei Dank nicht).
Aber zuerst alles von vorne. Wir brachen am frühen Samstagmorgen gegen 8 zu unserer dreieinhalbstündigen Fahrt mit Günther nach Rotorua auf. Wir waren trotz der frühen Uhrzeit sehr gut drauf. Überhaupt hatten wir für Rotorua einen engen Zeitplan und hofften, dass wir alles auch zeitlich unterbringen konnten.
Gegen 11 Uhr erreichten wir unser Hostel das „Funky Green Voyager Backpacker“, welches eine deutsche Besitzerin hat. Ich war schon 3 Jahre zuvor in dem Hostel und ich fand es damals schon echt gemütlich. Die Besitzerin kannte mich sogar noch. Also, für eine Nacht sollte es uns beherbergen.
Gleich nach dem Einchecken reservierten wir für den Abend zwei Plätze für das Hangi, ein traditionelles Essen der Maori mit Konzert im Mitai-Marae (gesprochen Marei) Village. Danach gings mangels Zeit und Alternativen zum Burger King und dann startete unser Mammutprogramm. Da es um Rotorua sehr viele Thermalparks mit Geysiren, heißen Quellen und Schlammlöchern gibt, hatten wir die Qual der Wahl. Da ich schon in zwei Parks vor drei Jahren war, entschieden wir uns für das Waimangu Volcanic Valley, rund 30 km südlich von Rotorua.
Das Wetter versprach allerdings uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Zwar wurde für Samstag Regen vorhergesagt, aber auf die Vorhersagen kannste hier auf deutsch gesagt scheißen! Naja, auf jedem erreichten wir das Waimangu Tal im strömenden Regen, nach 5 Minuten im Auto entschieden Julia und ich, dass wir uns unsere Regenjacken überwerfen werden und einfach mal loslaufen. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, kam die Sonne schon wieder raus und wir begannen den rund 4.5 km Weg durch das Tal bis zum Lake Rotomanaha (oder so ähnlich) zu laufen. Nach 10 Minuten war es schon wieder so heiß, dass wir unsere Jacken auszogen und Sonnenmilch auftragen mussten. Wir sahen, sehr viele heiße Quellen, hellblaue und grüne Seen, kleine Geysire und Sinterterassen. Am Ende des Tals wartete dann der Shuttlebus für die Rückfahrt zum Eingang auf uns.
Tja, das war aber noch nicht alles für den Tag. Ich hatte einen Geheimtipp bekommen, wo man in der Nähe umsonst in einem heißen Bach baden konnte. Also zog ich meinen Badeanzug im Klo von Waimangu an und wir fuhren dann zum Kerosene Creek über rund 2 bis 3 km Schotterpiste. Günther hatte mit seinem neuen Stoßdämpfer die Fahrt gut überstanden. Zuerst parkten wir Günni, dann führte ein kleiner Pfad zum Bach, wo wir schon prompt ein paar Backpacker trafen. Schließlich kamen wir zu einem kleinen Wasserfall, wo wir dann ins rund 35 bis 40 Grad heiße Wasser stiegen. Es war herrlich!
Abends um 17.45 (oder ne halbe Stunde später) brachte uns ein Shuttlebus ins Mitai-Marae, wo wir unseren Maoriabend hatten. Die Maorikrieger, alle fast nackt, bis auf einem Lendenschurz, tanzten verschiedene Tänze ihrer Kultur und anschließend hatten wir dann das Hangi. Es war alles schon sehr touristisch, denn wir waren nicht die einzigen Gäste: rund 200 andere Touris hatten diesselbe Idee wie wir und so sahen wir das Konzert auf einer großen Bühne. Aber wat soll´s, ist halt Rotorua, ne?
Danach gings dann mit dem Bus zurück ins Hostel. Heute am Sonntag waren wir dann in Rotorua selbst unterwegs. Wir waren im Kuirau-Park, den Stadtpark von Rotorua, am Lake Rotorua und Souvenirshoppen. Als letzter Punkt unseres Trips, standen die Seen Green Lake, Blue Lake, Lake Tarawera und Lake Okareka auf dem Plan. Wir verbrachten den Nachmittag am Lake Okareka mit Frauenzeitschriften lesen und ich konnte es mal wieder nicht lassen und bin in den eiskalten See einfach reingesprungen.
So, diesmal mal wieder ein Reisebericht, in zwei Wochen gehts dann nach Whakatane, mehr wird noch nicht verraten. Surprise, surprise, was Julia und ich da anstellen?!
Cya, Cheers and Bye
eure Globetrotterin
Katrin


