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Archive for März 2008

ja, ja liebe Leut, gibt wieder einiges zu berichten. Ja, wie die Überschrift verrät, bin ich gerade unglücklicherweise autolos. Günther hat mich verlassen … für die Schrottpresse, wahrscheinlich.

Aber erstmal alles von vorne, wurde Mittwoch letzter Woche angerufen und gefragt, ob ich arbeiten könnte, da ich extra money immer gebrauchen kann, machte ich mich Günther auf dem Weg nach Mangere. Leider kam ich nicht weit, in Orakei (ca. 1km from home), ging auf einmal beim normalen Fahren der Motor aus und das Auto ließ sich nicht mehr lenken. Ich stand also mitten auf der Straße und hatte es grad noch auf dem Mittelstreifen geschafft, dann haben mich zwei nette Kiwis von der Straße geschoben und ich hatte schon ein komisches Gefühl und dachte mir schon, dass das keine normale Autopanne ist, die mit nem Quickstart wieder zu beheben wäre. Hab dann erstmal Alyson angerufen, ob sie mich vllt. abholen könnte. Danach hab ich dann den AA (dasselbe wie ADAC) verständigt. Nach 15 Minuten kam dann der AA-Mann und erklärte noch ein paar Blicken unter die Motorhaube, dass der Cambelt (auf deutsch: Steuerriemen) gerissen wäre. Oh, oh, ich hätte ein Deja-vu, mein erstes Auto in Deutschland, ein Opel Corsa, ist auch in die ewigen Jagdgründe wegen einem gerissen Cambelt geschickt worden.

Der AA-Mann meinte, dass das ziemlich teuer werden würde, wenn der Motor vllt. noch intakt wäre, würde es Minimum 800 Dollar kosten. Ist der Motor im Eimer kostet es 1.500 bis 2.000. Naja, das waren ja gute Aussichten!!! Günther wurde dann vom AA-Abschleppdienst für 10 Dollar nach Kohi geschleppt.

Bin am nächsten Tag, Gott sei Dank, zur Arbeit gekommen. Habe ja seit ein paar Monaten mit Jason (kommt aus Vietnam und ist sehr funny) eine Fahrgemeinschaft. Und seitdem nimmt er mich mit zur Arbeit. Und Alex, mein Shift Manager aus der anderen Schicht nimmt mich auch manchmal mit. Naja, jedenfall arbeiten bei Maui 12 Mechaniker, ich fragte Tommy, meinen Stamm-Mechanic, nach einem Kostenvoranschlag, der meinte alles in allem 1.200 Dollar. Am Freitag fragte ich dann Peter, den Chefmechanic, ob er sich Günni mal anschauen könnte. Nach 20 Minuten erklärte Peter Günther für offiziell tot. Der Motor ist komplett hinüber, neuer Motor kostet 2.000 Dollar (Günni war bis zu dem Zeitpunkt 1.200 wert), dann ist die Gearbox auch nicht mehr so dolle, würde nochmal 600 Dollar kosten. Tja, das ist der aktuelle Stand der Dinge.

Da die Zeit etwas drängt, da ich jetzt langsam aber sicher nach Süden aufbrechen möchte,  bin ich gerade also extrem auf Autosuche und suche jemanden, der Günni für Autoteile aufkaufen möchte. Ja, ja alles net so einfach, kriegst hier viel Schrott angedreht. Und diesmal möchte ich ein länger lebendes Auto!

Hab jetzt auch meine Daten für Queenstown bekommen. Ich arbeite ab 19. Mai in der Maui Branch in Queenstown. Versuche aber in der Zwischenzeit vielleicht doch noch ein Filmjob in Welly (Wellington) zu ergattern. Wird grad extrem viel gefilmt da unten in windy Welly und hab auch ein paar Connections. So, Peter Jackson, ich komme!!! Ansonsten wird im Winter Narnia 3  und Avatar von James Cameron in Queenstown gedreht, also lots of opportunitys in south.

Also, machts mal alle gut und lasst mal wieder was von euch hören. Sorry, dass ich so selten Mails beantworte, bin manchmal einfach zu faul, soooorrryyy!!!

Cheers Mates and Bros, no worries!

Katrin

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Seit Wochen fieberte ich diesem Wochenende entgegen! Meine Mitbewohnerin bzw. Besitzerin meines Hause Alyson hatte am Sonntag ihren 60. Geburtstag und wollte diesen entsprechend feiern. Und diese Feier sollte etwas ganz Besonderes werden. Alyson besitzt seit ein paar Jahren ein Strandhaus an der Elliott Bay, in der Naehe der Bay of Islands, rund 300 km noerdlich von Auckland. Tja und dorthin wurden alle 35 Freunde, Bekannte und Familienmitglieder eingeladen. Das Haus liegt auf privatem Grund einer Rinderfarm auf einem Huegel direkt ueber dem Meer. Unten am Strand kann man campen und das hatten Julia und ich auch vor.

Also fragte ich bei MAUI an, ob ich fuer die naechsten Tage ein 3-Personen-Zelt ausleihen koennte. War natuerlich kein Problem und so beendete ich am Freitag meine Arbeit frueher und wir starteten gegen 16.30 unsere Reise gen Norden. Wir wollten eigentlich schon eher losfahren, doch leider wollte wohl jeder am Wochenende aus der Stadt raus und ich war eine Stunde damit beschaeftigt den Stau zu umfahren. Auch nagte der Hunger an mir bzw. uns und es war bereits halb acht, als wir in Whangarei einen kurzen Zwischenstopp zum Einkaufen und beim Burger King machten. Dort begann es auf einmal wie aus Kuebeln zu regnen und wir waren schon etwas beunruhigt, ob das Wetter uns auch dieses Mal einen Strich durch die Rechnung machen wuerde. Und vor allem, ob wir im Dunkeln UND bei stroemenden Regen unser Zelt aufbauen sollten. Aber Gott sei Dank, war das Wetter an allen Tagen fantastisch und wunderbar warm.

Naja, in jedem Fall war Whangarei erstmal knapp der halbe Weg, das letzte Stueck sollte sehr abenteuerlich werden. Denn Alyson hatte uns erzaehlt fuer die letzten gut 60 km braucht man ungefaehr 1,5 Stunden, das konnte ich erst nicht glauben, aber nach einem Blick auf die Karte erkannte ich, ich muss lernen, dass 60km in Neuseeland etwas total Anderes ist, wie 60km in good old germany!

Wir fuhren naemlich die Old-Dunstan-Russell-Road und diese war fuer eines bekannt: die Strasse faehrt so gut wie nie gerade aus und besteht nur aus Kurven. Okay, das klingt vielleicht ein bisschen nach Uebertreibung, aber es ist wahr, wirklich! Und es war wirklich ein Abenteuer diese Strecke im Dunkeln mit Fernscheinwerfern zu fahren. Ich nervte Julia staendig damit zu fragen: „Wie weit ist es denn noch?, Sind wir bald da?“. Naja und wirklich nach gut 1.5 Stunden gegen 22 Uhr erreichten wir die Elliott Bay und sahen…… NIX!!! Es war zappenduster und die Farmbesitzer reichten uns einen Umschlag mit Alysons Instruktionen, wo sich der Weg zum Strandhaus und zum Campingplatz befindet. Denn so richtige Wege gibts hier eigentlich nicht, eigentlich mehr Schotterstrassen oder einfach nur zwei Spurrillen und zwischendrin Gras.

Wir hoerten das Meer rauschen, konnten es aber nicht richtig sehen. Also fuhren wir erstmal hoch zum Haus und wurden erstmal willkommen geheissen. Es gab erstmal einen Begrüßungscocktail und wir wurden erstmal ein paar Leuten vorgestellt. Dann stellte sich heraus, dass im Haus fuer diese Nacht noch ein paar Schlafgelegenheiten frei waren und wir nahmen das Angebot zur Übernachtung dankbar an. Zelt aufbauen im Dunkel mit einer Taschenlampe? Nein, danke! Auch Akari, eine ehemalige Mitbewohnerin von Alyson schlief auch noch im Haus. Alyson meinte allerdings, wir könnten auch draußen unter freiem Himmel schlafen, weil die Nacht so toll wäre. Ähmm, eher nein, Moskitos lieben mich hier!

Kurz vor 12 gingen wir dann auch ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir früh raus, um nach Russell zum Dolphin Swimming zu fahren. Also ging es um 6.30 raus aus den Federn, den Sonnenaufgang auf der Elliott Bay hatten wir noch fotographisch festhalten müssen und dann gings auch schon los nach Russell, übrigens diesselbe Straße wie am Vorabend nur in die andere Richtung, fuer 15km brauchten wir 40 Minuten, dann erreichten wir Russell. Bei meinem letzten NZ-Aufenthalt war ich nur in Paihia und war deshalb noch nie in Russell. Nettes Städtchen muss ich sagen, wenn ich über 60 bin, kauf ich mir da ein Häuschen!

Den Dolphin-Swimming-Trip bekam ich, dank Maui, wieder mal umsonst und auch Julia bekam einen kleinen Rabatt. Unser Trip startete um kurz nach 8 und wir wurden gleich an Bord unterrichtet, dass es sein kann, dass wir nicht mit den Delphinen schwimmen können, wenn sie Babys dabei haben, aber wir waren optimistisch, dass es klappen könnte. Unser Captain war gebürtiger Holländer und hatte eine Lache drauf, wie Dr. Evil bei „Austin Powers“, ich habe versucht die Lache aufzunehmen, gab es aber nach ein paar Versuchen auf. In jedem Fall fuhr uns „Captain Evil“ raus aufs offene Meer um die Delphine zu suchen. Die See war sehr rauh und die Wellen waren richtig hoch und in mir kamen wieder Erinnerungen an den letzten Bay-of-Islands-Besuch vor drei Jahren hoch, damals musste ich mich aufgrund des wilden Geschaukels übergeben und war seekrank. In weiser Voraussicht aß ich kaum etwas zum Frühstück, denn auch diesmal ging es mir nicht gut, mir war schlecht, aber Gott sei Dank drehte Evil nach einer Stunde Geschaukele ab und steuerte ruhigere Gewässer an, dadurch blieb mir ein weiteres Füttern der Delphine erspart. Apropos Delphine, die bekamen wir zwar noch zu sehen, konnten aber nicht mit ihnen schwimmen, da sie, wie schon erwähnt, Junge dabei hatten, also umlagerten vier Dolphin-Watch-and-Swimming-Boote drei Delphine und ungefähr 100 Touristen inklusive mir versuchten die schönsten Bilder zu knipsen. Ich war schon etwas enttäuscht, aber ich habe ja noch ein paar Gelegenheiten zum Delphinschwimmen auf der Südinsel, wie z.B. in Kaikoura oder Akaroa.

Nach unserem ca. 4 stündigen Ausflug nach Russell, kehrten wir nach Elliott Bay zurück und bauten erstmal unser Zelt auf, das, wie es sich herausstellte, absoluter Mist war, es fehlten Heringe, zusätzliche Schlaufen und es war schief. Dann legten wir uns erstmal etwas hin und anschließend erkundeten wir erstmal die Gegend und machten schätzungsweise 100 Photos von der Bay, Kühen und grünen Hügeln. Als Geburtstagsessen gab es einen Hangi. Die Farmbesitzer sind Maori und bereiteten das Essen vor. Es war schon mein zweiter Hangi in Neuseeland, nur diesmal nicht mit Hunderten Touristen um mich herum. Die Zubereitung ist eigentlich ganz einfach. Man gräbt ein Loch aus, zündet ein Feuer an, lässt es brennen und legt dann, wenn man Glut hat, einfach das Fleisch und die Beilagen in das Loch und bedeckt es mit Erde. Ist so ne Art großer Dampfkochtopf! In Rotorua macht man das mit der geothermischen Energie und heißen Steinen.

Um 18 Uhr begann dann offiziell das große Fressen, Alyson eröffnete das „Buffet“ und wir aßen und tranken, bis wir nicht mehr konnten. Außerdem musste noch etwas Platz für das Dessert gelassen werden. Abschließend gab es dann noch ein kleines Feuerwerk und fröhliches Geschenkeauspacken. Ich schenkte Alyson ein Selbstportät von ihr und sie freute sich sehr darüber. Gegen 0 Uhr hieß es dann ab ins Bett, denn am nächsten Tag wollten wir einen „kleinen“ Walk machen. Also ging es ab ins Zelt und schlafen, leider konnten Julia und ich überhaupt nicht gut schlafen, da wir dachten, bei jedem Windstoß würde das Zelt zusammenfallen. Also zogen wir gegen halb zwei Uhr früh um… in Günther! Julia schlief echt gut in Günther, ich leider nicht und zog früh um 7 wieder um ins Zelt.

Gegen 10 Uhr machten wir uns dann zusammen mit ca. 10 Leuten auf dem Weg zur alten Whale Station und zu einem Wasserfall, drei Bays entfernt von uns. Dieser Walk ist einfach zu schaffen, man braucht ca. 1 Std. hin und 1. Std. zurück…. wenn Ebbe ist und man am Strand entlanglaufen kann. Leider war keine Ebbe, sondern Mega-Brandung und ich quälte mich drei steile Hügel hinauf und wieder hinunter, aber der Blick über die Whale-Station-Bay war es auf jedem Fall wert die Hügel hochgekraxelt zu sein. Zurück allerdings hatte ich so meine Probleme, ich hatte zu wenig getrunken und machte am letzten Hügel schlapp, ging aber dann nach ein paar Minuten wieder und wir kamen nach insgesamt fast 4 Std.  wieder gesund (bis auf ein paar Kratzer wegen der komischen Abkürzung durch den Busch/Urwald) an. Ich duschte dann erstmal, denn die Hitze machte mir ebenfalls etwas zu schaffen.

Nach dem Mittagessen machten wir uns dann auf dem Weg zurück nach Auckland, als dritten Passagier nahmen wir noch Akari mit und gegen 7 waren wir back in bloody Auckland.

Die Elliott Bay war einer der schönsten Plätze auf der Nordinsel, an denen ich je war und erreicht in meiner Schönste-Plätze-in-NZ-Liste im Moment Platz 1. Ich habe schätzungsweise 300 Photos geschossen. 20 davon könnt ihr auf meiner Bilderpage anschaun, viel Spaß dabei.

Wie es mit mir weitergeht…

Ja, auch diese Frage wird mir häufiger gestellt, vor allem, da mein Vertrag mit Maui Ende März endet. Meine Freelancertätigkeit hat sich leider nicht so entwickelt wie ich dachte und bringt auf keinen Fall so viel Geld, dass ich davon leben könnte. Also starte ich jetzt diese Woche eine neue Bewerbungsaktion, habe ich mich aber schon entschlossen Auckland den Rücken zu kehren. Maui hat mir das Angebot gemacht, den Winter über in Queenstown zu arbeiten und ich habe dieses Angebot erst einmal angenommen. Ich werde im April, falls sich nichts anderes ergibt, Richtung Süden reisen und dann auf die Südinsel übersetzen und dann… wer weiß, in Queenstown werden zur Zeit drei Hollywoodproduktionen gedreht, vielleicht suchen die ja Leute…. who knows….

In diesem Sinne, macht es gut, bye and Cya

Katrin

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Gestern war es soweit: Meine erste Extremsportart meines jetzigen NZ-Aufenthalts stand an: Angie und ich wollten uns rund 35 Meter in die Ruakuri-Höhle bei Waitomo abseilen lassen, dann 5 Meter von einem Kliff in einem unterirdischen Fluss springen, und dann am Ende noch nen Wasserfall hochklettern. Tja, da hatten wir uns viel vorgenommen, vor allem, da weder Angie noch ich gut durchtrainierte Extremsportler sind, sondern eher extreme Verrenkungen machen, um an die Chipstüte vor dem Fernseher ranzukommen. Naja, egal, auf dem Flyer stand, moderate Fitness und das ist kein Problem für uns… dachten wir!

Also, fuhren wir gegen 8 nach Waitomo los, ich war ja schon um Weihnachten bei den Waitomo-Caves und habe dort eine der „langweiligeren“ Höhlenbesichtigungen gemacht. Jetzt, wie gesagt, die etwas extremere Tour! Wir kamen gegen 11 an und hatten bis zum Beginn von der „The Abyss“-Tour (auf deutsch: der Abgrund) noch etwas Zeit. Maui sei Dank konnten wir die Tour umsonst machen, ansonsten hätten wir rund 200 Dollar auf dem Tisch legen müssen. Inzwischen hatten wir auch etwas genauere Informationen, was uns heute auf der rund 5-Stunden langen Tour bevorstand und langsam waren wir etwas aufgeregt und ich hatte schon etwas Bauchweh!

Gegen 13 Uhr bekamen wir dann unsere Einweisung, wir zogen unsere megasexy Wetsuits an, ich sah aus wie ne Würzburger Bratwurst! Wir bekamen Helme mit Lampen, Stiefel, und unsere Gurte für das Abseiling! Dann wurde unsere Gruppe (ein Paar aus Norwegen, 1 Engländer und wir) in einen Van gepackt und ab gings zur Höhle! Naja fast, zuvor durften wir noch an einem Hügel üben, wie das mit dem Abseilen denn so funktioniert. Ich hatte mir auch jede kleine Einzelheit gemerkt, denn wie unser Guide Hamish uns erklärte: „Lern das oder du bist tot, haha“, wie überaus witzig! Hab ihn dann noch gefragt, wie das Unfällen in den letzten Jahren war! Er meinte nur, nö nix mit Unfällen! Ich glaubte ihm aber nicht!

Dann wurde es langsam ernst, Hamish führte uns zum Eingang der Höhle, leider war das kein Eingang, sondern ein 35 Meter tiefes Loch! Himmel, Maria und Josef, dachte ich mir, was mache ich da nur für nen Scheiß! Aber es gab kein zurück mehr! Angie verschwand schon in der Höhle und ich war an der Reihe, kurz vor dem Abseilen wurden noch Fotos gemacht, ja ja da lachte ich noch! Dann gings los mit dem Abseilen, ich sollte die rechte Hand mit dem Seil immer hinter mir lassen und mich langsam abseilen (würde auch schneller gehen, aber ich wollte nichts riskieren!). Hmmm, irgendwie wurde daraus nix, das Loch wurde immer enger und ich konnte das Seil nicht mehr hinter mir führen, einmal steckte ich mit meinem Hintern fest, scheiße dachte ich da, und schrie wie eine Blöde auf englisch rum. „I stack in the hole, f*cking bullshit!“ Naja, nach ca. 15 Sekunden Panik, versuchte ich wieder mein Erlerntes in den Kopf zu bekommen und begann mich weiter abzuseilen.

Da es unter mir zappenduster war, hatte ich keine Ahnung wie weit es noch zum Boden war, na ganz toll, ich hörte Angies Stimme von unten und den Guide, aber keiner wollte meine Frage, wie weit es noch war, beantworten. Nach schrecklichen 2 Minuten erreichte ich dann endlich den Boden und wollte wie der gute alte Papst den Boden küssen, so froh war ich! Aber Schlussendlich, geil war es trotzdem, das Adrenalin schoss mir nur so durch die Eingeweide. Der Guide meinte nur, das Schlimmste hätte ich überstanden! Haha, da hatte ich ihn noch ernst genommen, immer diese Kiwis mit ihren Scherzchen!

Wir begannen also dann unsere Erkundungstour durch die Höhle, Hamish hatte noch einen Partner mit dabei und wir fragten uns schon, warum wir unser Sicherheitsgeschirr noch tragen mussten, auf einmal stoppte der andere Guide und meinte: Wir machen jetzt einen Flying Fox rund 7 Meter über nen Abrund! Ja, ganz toll! Das stand nirgendwo in dem Flyer! Angie war unglücklicherweise die Erste, die runter musste, sie sträubte sich vehement, wurde aber dann doch überzeugt, an einem Stahlseil entlang mit nem Karabinerhaken gesichert, runterzu“fliegen“. Ich war an der Reihe und fands einfach nur geil, vor allem, da wir das in absoluter Dunkelheit machten! In absoluter Dunkelheit? Nein! Abermillionen von Glühwürmchen erleuchteten die Höhle!

Nächster Programmpunkt war erstmal, etwas Warmes in den Bauch zu bekommen. Es gab Kaffee und Cookies und wir saßen an einem 5 Meter tiefen Abgrund, unter uns floß ein unterirdischer Fluß und als ich da Schwimmreifen liegen sah, dachte ich mir schon, dass wir da noch runterspringen mussten. Und so war es dann auch, wir sollten uns die Reifen unter den Hintern klemmen und einfach runterspringen. Ich wollte erst nicht, fragte nach einem anderen Weg, der Guide meinte, nö, es gibt keinen anderen Weg und sagte auch, einfach nicht drüber nachdenken, also sprang ich… in den saukalten Fluß mit meiner Brille (festgebunden an meinem Kopf) und es war einfach nur kaaaaaaalt, aber auch cool! Angie sprang nicht, sondern wurde über den ANDEREN WEG nach unten geführt, inzwischen glaubte ich den Guide kein einziges Wort mehr, von wegen das Schlimmste überstanden, bla, bla!

Das sogenannte Black Water Rafting war richtig cool war aber, meiner Meinung nach, etwas zu kurz, wir trieben auf einem unterirdischen Fluß und sahen Glühwürmchen überall und bekamen viel über diese Tierchen erklärt!

Dann haben wir unsere Reifen wieder abgegeben und die anstrengende Höhlenwanderung begann, wir liefen teilweise hüfthoch durch den Fluß im Halbdunkel und ich hatte etwas Schwierigkeiten, da man den Grund des Wassers nicht sehen konnte und nicht schon wieder umknicken und meinen Knöchel verstauchen wollte. Diese Wanderung war sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Wir mussten auch durch kleine Durchgänge uns durchrobben und einmal sogar untendurch schwimmen. Gott sei Dank, hatte ich nur ein oder zweimal ein klaustrophisches Gefühl und glaubte keine Luft zu bekommen. Und einmal war die Gruppe auf einmal weg, aber nach einer Minute rufen, war Hamish wieder da!

Die letzte Station sollte eine Erkletterung eines Wasserfalls sein, als ich den Wasserfall jedoch sah, fiel mir spontan nur ein Wort ein. NEIN!!! Gott sei Dank gab es noch einen Ersatzweg und auch Angie gesellte sich zu mir! Wenn der Wasserfall am Anfang gewesen wäre, wäre ich sicher da hoch, aber jetzt nach 4 Std. in der Höhle hatte ich einfach keine Kraft mehr. Also, warteten Angela und ich auf den Rest der Gruppe vor einem kleinen Höhlenausgang. Ich glaube, da wäre ich eh net durchgekommen.

Gegen 17.30 fuhren wir zurück und ich nahm erstmal ne heiße Dusche und zog meinen Wetsuit aus, der mich ca. 5 kg leichter machte.

Im Großen und Ganzen würde ich diese Tour jederzeit wieder machen, es war sehr sehr anstrengend und heute hab ich tierisch Muskelkater von dieser Aktion, aber es war auf jedem Fall klasse, eine Erfahrung fürs Leben, eine Austestung meiner Grenzen und vorallem MEGACOOL! In diesem Sinne, wollen Angie und ich in zwei Wochen wieder was Neues und Extremes anstellen, mehr dazu in einem der nächsten Einträge!

Bilder sind online! Bye bye eure Höhlenforscherin

Katrin

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Ja, ja, es war dieses Wochenende mal wieder Zeit für eine weitere Flucht aus Auckland um sich mal wieder als Tourist zu fühlen, anstatt Touristen Campervans zu präsentieren.

Nach einer sehr anstrengenden 44 Std. Woche meinerseits war klar, dass Julia und ich das Wochenende definitiv zur Erholung nutzen wollten. Als Ziel diesmal hatten wir uns Tauranga an der Bay of Plenty ausgesucht. Dort wollten wir auch das berühmte Delphinschwimmen machen und den Mt. Maunganui besteigen.

Leider machte uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Schon die Wettervorhersage am Freitag abend verhieß nichts Gutes, obwohl der Freitag ein ganz wunderbarer Sommertag war mit Temperaturen rund um 26 Grad. Samstag morgen weckte uns dann Sturm und Starkregen auf und entschlossen uns trotz des beschissenen Wetter loszufahren. Allerdings kehrten wir ab der Coromandel wieder um, da das Wetter immer schlimmer wurde. Gegen 16 Uhr erreichten dann wieder Auckland und ich war froh, dass Günni uns wieder heil zurück gebracht hatte. Zu Hause erfuhren wir dann, dass unsere Hostelbetten gar nicht reserviert waren und das Delphin schwimmen bei diesen Wetterverhältnissen gar nicht statt fand.

Aber so schnell wollten wir unseren Erholungstrip nicht aufgeben, deshalb entschlossen wir uns am Sonntag nach Raglan an die Westküste der Nordinsel in der Nähe von Hamilton zu fahren, denn dort wurde gutes Wetter vorhergesagt. Und so war es dann auch! Raglan ist ein kleines nettes Städtchen und ist für eines weltweit berühmt: Für eine von links nach rechts laufende Surferwelle. Das ist weltweit einzigartig und zieht natürlich eine Menge heiße, gut gebaute Surfer an. Und rein zufällig war heute auch noch ein internationaler Surferwettkampf an der May Bay, wo natürlich lauter nett anzuschauende Surfer-Dudes rumliefen und das auch noch beim allerschönsten Sonnenschein. Wir genossen die Zeit am Meer und schauten stundenlang den Wellenreitern zu.

Whale Bay, Raglan

Zum guten Schluss fuhren noch zu den Bridal Veil Falls und sahen einen der schönsten Wasserfälle auf der Nordinsel.

Und am nächsten Dienstag steht dann meine erste Extremsportart in Neuseeland an: Angie (arbeitet auch bei Maui) und ich werden nach Waitomo fahren und uns 50 Meter in eine Höhle abseilen lassen und danach Black Water Rafting machen und das Ganze für umsonst, da wir bei Maui arbeiten, das wird bestimmt klasse!

Tja, und jetzt sitze ich verdammt müde hier auf der Couch, genieße meinen kalten Drink, kraule unsere süße Katze „Dottie“ und lege entspannt die Beine hoch. Ja, das habe ich mir verdient, nach der ganzen Schufterei in der letzten Woche. Seit ein paar Tagen bin ich jetzt auch stolze Besitzerin eines Laptops und stehe jetzt auch für Skype-Sessions zur Verfügung. Jetzt beginnt auch wieder die erneute Jobsuche, denn mein Vertrag mit Maui endet Ende des Monats. Für mich steht so gut wie fest, dass ich nach Wellington gehen werde. Und werde mich jetzt auch verstärkt nach Wellywood bewerben.

Mehr zu meinen nächsten Plänen in einen der nächsten Einträge, machts alle gut, hab euch alle lieb

Katrin

Bilder von Raglan sind online

P.S. Leider ist das Fress-Paket immer noch nicht angekommen, wenn es diese Woche nicht kommt, muss Mama wohl mal einen Nachforschungsantrag bei der Post stellen

@Bettina: Hast du und Tobi schon nähere Pläne für euren NZ-Aufenthalt?

@Carmen: Hast du Lust auf drei Wochen Australien im August?

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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