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Archive for Oktober 2010

Ja, ja die Zeit vergeht, heute vor 3 Jahren habe ich Deutschland verlassen und reise (und arbeite) in der Welt herum.  Mit der 3 monatigen Unterbrechung in Deutschland im Frühjahr dieses Jahres. Nein, ich bereue es immer noch nicht. Allerdings wird es für mich jetzt langsam Zeit sesshaft zu werden. Ganz ehrlich, Backpackerhostels mit Mehrbettzimmern kann ich nicht mehr ertragen, das ständige Suchen nach neuen Jobs und neuer Freunde nervt mich langsam. Es wird Zeit, dass Frau S. mal länger, wo bleibt. Tja, das habe ich auch schon seit längerem vor, leider macht mir da die Immigration von Neuseeland und Australien einen Strich durch die Rechnung.

Deshalb arbeite ich gerade verstärkt daran, zusätzliche Arbeitserfahrung für eine erfolgreiche Beantragung eines Visas zu bekommen. Beziehungsweise spiele ich mit dem Gedanken noch ein weiterbildendes Studium zu machen. Alles wird jetzt ausgerichtet auf die Immigration. Hop oder Top. Man soll seinem Traum doch folgen, oder? Und dort leben, wo man glücklich ist. Ich habe gerade massives Heimweh nach Down Under, gerade beginnt da unten der Sommer, und es ist das erste Mal seit 3 Jahren, dass ich keinen Sommer im Winter habe.

Jetzt zu meiner Situation hier: Mein Vertrag mit CanaDream ist beendet und ich bin jetzt offiziell auf Jobsuche… überall, weltweit sozusagen. Kanada, UK, Deutschland, Schweiz, NZ und Australien. Mal gucken, was sich in den nächsten Wochen so ergibt. Ich erwäge eventuell noch in diesem Jahr zurück nach Deutschland zu kommen, hängt ganz von den Jobangeboten ab.

Letzte Woche war ich übrigens noch einmal auf Reisen. Ich machte einen Transfer nach Calgary und reiste durch die kalten Rockies. Viele der Touristenattraktionen und Campingplätze waren schon geschlossen und auf einem der Pässe lag sogar schon Schnee. Da ich nur einen Ford Pick-Up fuhr, stellte mir die Firma ein Motelzimmer mit Heizung, was ich natürlich dankbar annahm.

In Calgary angekommen, konnte ich mich dort von meinen Kollegen verabschieden und ich konnte mir für einen Tag einen kleineren Campervan ohne Wasser (sonst würden die Leitungen einfrieren) ausleihen. Ich hatte vor den Dinosaurier Trail in Drumheller zu besuchen, ca. 150 km nordöstlich von Calgary. Das Wetter zeigte sich von seiner Sonnenseite und so brach ich am späten Nachmittag auf. Der Highway 9 war eine einzige Katastrophe bzw. eine einzige große Baustelle und ich saute den Camper so richtig ein. Tja, Schotterpiste mit Wasser bespritzt (von Tankwagen) = Schlammpiste. Der einzige Campingplatz in Drumheller, der noch offen hatte, war ein einfacher Stellplatz mit Strom (sehr wichtig für die Heizung) und Plumpsklo (Problem: konnte ja meine Toilette im Camper nicht benutzen). Also richtete ich mich gemütlich ein, aß mein Mikrowellenessen und besuchte das Plumpsklo mit meinem Leucht-Handy. Das war ganz schön spooky mitten in der Nacht im Wald, die Blätter rascheln. Habe aber noch nie von Bären in der Prärie gehört… höchstens Kojoten. Die Heizung rettete mir das Leben, denn nachts gingen die Temperaturen auf -5 Grad runter.

Am nächsten Tag ging es dann auf Entdeckungstour. Das Drumheller-Valley ist weltberühmt als Fundstätte von Dinosaurierskeletten. In der Urzeit war Drumheller ein riesiger Sumpf, und als vor 65 Mio. ein Meteorit auf die Erde plumpste, starben viele Dinosaurier eben in dieser Gegend des Red Deer River. Mein erster Stop am frostigen Morgen waren die Hoodoos, seltsam geformte Sandsteinfelsen, außerhalb von Drumheller, danach ging es in die Stadt zum größten Dinosaurier der Welt: ein riesiger T-Rex aus Plastik ziert die örtliche Touristeninformation. Dort holte ich mir ein Karten und fuhr den insgesamt 48 km langen Dinosaurier-Trail entlang. Nächster Stop war dann das Royal Tyrell Museum, wo zahlreiche Dino-Skelette ausgestellt waren, wirklich ein tolles Museum, sehr zu empfehlen. Weiter gings durch die „Badlands“ wie das Red Deer River Valley noch genannt wird, wegen den seltsamen Gesteinsformationen. Die Aussichtspunkte waren sehr gut ausgeschildert und so verbrachte ich noch etwas Zeit in dieser netten Umgebung. Echt merkwürdige Lage, erst fährt man 100 km nur durch die Prärie, alles ist platt, Weizenfelder kilometer lang und schwupps auf einmal fährt man einen steilen Berg runter und ist in einer völlig anderen Landschaft.

Das meiste Geschäft wird in Drumheller übrigens mit Öl gemacht, auf meinem Weg habe ich Dutzende Fördertürme gesehen. Tja, dann gings wieder zurück nach Calgary und gegen 4.30 Uhr dann zum Flughafen.

So, das war´s mal wieder, ich halte euch in Sachen Jobsuche auf dem Laufenden

Grüßle Katrin

P.S. Fotos wie immer bei Picasa 😉

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is tatsächlich ziemlich golden. Ich wurde hier in Vancouver schon vorgewarnt, dass es im Herbst meistens nass und kalt ist. 3, 4 Wochen mit Regen, das wäre das Standardwetter im Oktober. Naja, ganz ehrlich hab ich noch nicht allzu viel davon gesehen. Ganz im Gegenteil in den letzten Tagen schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel, natürlich sind die Temperaturen etwas niedrig: 11 bis 13 Grad, aber man hat ja auch Winterkleidung, ne?

Also dann will ich mal so ein bisschen erzählen, was ich die letzten Wochen so gemacht habe. Letzten Samstag besuchten ein paar Arbeitskollegen und ich das Vancouver-Oktoberfest und dort ging es ehrlich gesagt genauso zu wie in München. Viele Prosits, schönstes Dirndl-Wahl, Maßkrug-Wettstemmen und gutes deutsches Essen und BIER. Ja, es war ziemlich feucht fröhlich.

Am darauffolgenden Sonntag wurde erstmal ausgeschlafen und dann machten Franzi und ich uns auf zu einem Kürbisfeld im Süden, das wir jeden Tag nach der Arbeit vom Auto aus sahen und das wir fotografieren wollten. Was wir nicht wussten, dass dieses Kürbisfeld zu einem „Pumpkin Patch“ gehörte, das ist eine Art Themenpark für Halloween, um sich einen Kürbis auszusuchen. Ein großer Spaß natürlich für die Kinder, noch dazu gibt es einen Streichelzoo und Planwagenfahrten mit Gitarre. Ich fand´s ja ganz nett, aber persönlich kann ich mit Halloween nicht wirklich etwas anfangen.

Anschließend und da wir ehe schon in der Gegend waren, machten wir einen Abstecher nach White Rock. Dieses Örtchen am Pazifik liegt direkt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten und hat eine schöne Strandpromenade mit Pier und einen weißen Fels (daher White Rock). Wirklich ein schönes Fleckchen. Und keine Sorge, in die Staaten bin ich (noch nicht) angereist.

Montag war dann „Thanksgiving“ (Erntedank), dass hier und in den Staaten ein Feiertag ist. Übrigens ein ursprünglich indianischer Feiertag, stammt noch aus der Gründerzeit, als bei einer Miss-Ernte die Indianer mit den weißen Siedler das Essen teilten. Frühmorgens trafen Franzi und ich uns in der Stadt, da wir frühstücken gehen wollten…. in schwindelnder Höhe. Das Empire Landmark Hotel bieten ein Drehrestaurant auf dem Dach und so brachte ich natürlich auch meine Kamera mit.

Naja und dann startete meine letzte Arbeitswoche, die ich am Freitag beendete. Traurig bin ich natürlich schon und auch ein bißchen besorgt, da sich bei der Jobsuche noch gar nichts ergeben hat. Ich weiß nicht, was ich falsch mache. Kanadier sind einfach nicht mitteilungsfreudig, man bekommt nämlich überhaupt keine Resonanz und auch keine Absage. Das frustriert mich ein bißchen und ehrlicherweise hab ich auch schon überlegt, mich in Deutschland zu bewerben. Australien und Neuseeland kann ich wohl erstmal abschreiben, dort tut sich auch überhaupt nichts, kein Sponsorship, kein gar Nichts. Es ist einfach sehr schwer für mich im Moment.

Übrigens komme ich gerade zurück von unserem Campingtrip mit der Firma, wir waren letzte Nacht am Vedder River, Nähe Chilliwack und probierten unsere 2010er Camper mal selbst aus, war ganz gemütlich und das Barbeque und Frühstück war sehr lecker. Ich hatte noch einmal die Gelegenheit mich von allen meinen Kollegen zu verabschieden und morgen werde ich noch einen kleinen Trip nach Calgary machen, sowas nennt sich Transfer und ich verdiene noch etwas Geld dazu.

Also, ihr könnt mir mal gerne eure Meinung mitteilen, was meine nächste Destination sein sollte. Ich kann ein paar aufmunternde Worte gebrauchen.

Liebe Grüße

Katrin

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Mann oh Mann, seit 4 Wochen habe ich schon wieder keinen Eintrag geschrieben, ich bin echt schreibfaul geworden. Nicht weil es nichts berichten gäbe, in den letzten Wochen habe ich echt viel erlebt, das wird wohl echt die Faulheit sein, sorry. Ich gelobe Besserung.

Tja, wie die Überschrift schon verrät, war ich letzte Woche auf einem kleinen Kurztrip zum Adams River, das ist in der Nähe von Kamloops rund 400 km nordöstlich von Vancouver. Nur alle vier Jahre kann man die Lachswanderung hier beobachten. Denn dann wandern die Sockeye Lachse über den Fraser und Thompson River zurück zu ihrem Geburtsort am Adams River, um sich dort zu paaren, zu laichen und dann zu sterben. Ich und Franzi, meine Arbeitskollegin wollten diese einmalige Gelegenheit nutzen und machten uns letzten Dienstag auf zum Shuswap Lake.

Das Wetter war ganz hervorragend und sollte auch die nächsten 2 Tage so bleiben. Aufgrunddessen entschieden wir uns auch die landschaftlich schönere Route über den Fraser Canyon zu nehmen. Im August bei meinem Rockies-Trip hatte ich leider keine Zeit diese Strecke zu fahren. Also alles Neuland für mich und auch für Franzi. Die Herbstfarben an den Bäumen waren ganz fantastisch. Bevor wir allerdings Richtung Cache Creek abbogen, besuchten wir die Bridal Veil Falls in der Nähe von Hope, und dann folgten wir praktisch auch dem Weg der Lachse. Der Fraser Canyon ist wirklich sehenswert und so stoppten wir auch ziemlich häufig für Fotos und ließen uns auch viel Zeit.

Gegen 16 erreichten wir dann Kamloops, wo wir auftankten, etwas einkauften und uns einen Kaffee genehmigten. Die restlichen 60 km zu dem kleinen Ort Chase legten wir auch noch schnell zurück und gegen 17 Uhr waren dann am „Jade Mountain Motel“ bei Chase angekommen. Ziemlich müde von der vielen frischen Luft gingen wir sehr zeitig ins Bett.

Der nächste Morgen begann ziemlich früh gegen 7. Nach dem Frühstück fuhren wir dann in den „Roderick Haig-Brown Provincial Park“, in dem der Adams River liegt. Der Fluss fließt vom Adams River in den Shuswap Lake, einer der wohl seltsamsten geformten Seen, den ich je gesehen habe. Wir erreichten den Parkplatz für den „Salmon Run“ gegen 9 Uhr und waren erstaunt, wieviele Parkmöglichkeiten es gab. Laut einer Zeitung werden auch rund 200.000 Leute für die 3 Wochen andauernde Lachswanderung erwartet. Naja, früh um 9 parkten vielleicht insgesamt 10 Autos dort. Konnte uns nur recht sein, dick eingepackt, da es noch ziemlich frisch war am Morgen (5 Grad!) machten wir uns auf zum Fluss und sahen schon die pinkfarbenen Lachse mit dem grünen Kopf.

Wir wurden auch vor dem beißenden Geruch gewarnt, den die toten Lachse erzeugen, wurden aber weitestgehend davon verschont, da wir schon morgens dort waren. Und ich hatte mir einen Schnupfen eingefangen und roch gar nichts. Der Fischgestank wurde lt. Franziska aber schon stärker, kein Wunder, denn an den Flussufern lagen Hunderte von toten Lachsen und verwesten langsam vor sich hin. So wanderten wir gut 3 Stunden durch den Park und schossen wirklich gute Fotos. Wir trafen auch einen Profi-Fotografen und einen japanischen Lachs-Professor aus Japan, der sogar mit den Lachsen tauchen ging. Wir nahmen auch einmal die falsche Abzweigung und mussten uns durch den Busch wieder zurück zum Wanderpfad schlagen. Auch sah man Spuren von Bären: Sorgfältig ausgeweidete Fischkadaver lagen in Flussnähe, da wurde es einem schon mulmig zumute.

Als wir wieder zurück zum Parkplatz kamen, staunten wir nicht schlecht, als wir Hunderte von Touristen sahen und der ganze Parkplatz mit Autos, Wohnmobilen und Schulbussen zugeparkt war. Eine gute Idee von uns schon so früh dagewesen zu sein. Den Nachmittag verbrachten wir dann in Salmon Arm am Shuswap Lake und hatten noch Abendessen in Chase.

Und am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf Richtung Vancouver, je näher wir Vancouver nahmen, desto mehr Wolken kamen auf und obwohl wir bei herrlichen Sonnenschein (mit etwas Frühnebel) und wolkenlosen Himmel starteten, hatte sich dieser in Vancouver wieder hinter dicken Wolken versteckt.

So, das war der erste von 3 Artikeln, die ich in der nächsten Zeit (morgen ist hier Erntedankefest und ich habe frei) schreiben werde.

bis dahin schöne herbstliche Grüße aus Vancouver

Eure Katrin

P.S. Es gibt wieder viele neue Bilder bei Picasa im Adams River-Ordner sowie im Vancouver-Ordner (ganz unten)

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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