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Archive for November 2010

Aloha meine Lieben,

Grüße von den tropischen Inseln im Pazifik. Da ich gerade kostenloses Internet habe, dachte ich mir, ich fange mal an, den Blog zu schreiben. Ja, Tag 3 ist fast schon wieder vorbei und ich habe bisher schon sehr viel erlebt.

Erst einmal ein kleiner Exkurs über Oahu, wo ich mich gerade aufhalte:

Oʻahu ist eine der acht Hauptinseln des Hawai´i-Archipels. Sie wird auch The Gathering Place genannt. Auf Oʻahu liegt Honolulu, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaiʻi.

Mit 1557 Quadratkilometern ist Oʻahu die drittgrößte der Inseln, die knapp 900.000 Einwohner machen etwa 75 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates aus. Oʻahu ist 64 Kilometer lang und 42 Kilometer breit und ist auch das wirtschaftliche Zentrum Hawaiʻis. Die Küstenlinie der Insel beträgt 336 Kilometer. Oʻahu ist das Ergebnis zweier Vulkane, dem Waiʻanae und dem Koʻolau, die durch einen breiten Sattel miteinander verbunden sind.

24.11.2010: Abflug und stundenlanger Kampf durch die US-Immigration

Eigentlich passierte letzten Mittwoch nicht viel, ich fuhr mit dem SkyTrain zum Flughafen und war gute 2 Stunden vorher da, so stand es auch auf meinem Flugticket: Ich sollte 2 Stunden vorher da sein. Was ich allerdings nicht wusste, war, dass ich gute 1,5 Stunden davon im Zoll und in der Immigration feststecken sollte. Ja, mein Glück mit Flügen hält weiter an. Bei mir passiert halt immer was. Die leichteste Aufgabe war, das Gepäck aufgeben, dank dem Internet kann man jetzt schon von zu Hause aus, sein Flugticket ausdrucken und gibt nur noch seinen Koffer am Schalter ab.

Danach kam dann die Handgepäckkontrolle, dort stand ich bestimmt so ne halbe/dreiviertel Stunde an. Mein Rucksack wurde sogar abgetastet mit einem Sprengstoffdetektor und ich wurde auch abgetastet…. von einem NACKTSCANNER! Viele von euch werden es schon mal in der Zeitung gelesen haben, dass die USA und einige andere Länder jetzt diesen Scanner eingeführt haben. Die nette Dame vom Customs ließ mir aber die Wahl, entweder Abtasten von ihr (in alle Körperecken) oder der berüchtigte Scanner. Ganz ehrlich, da hab ich mich lieber scannen lassen, als begrapscht zu werden (naja außer der Begrapscher wäre Hugh Jackman).

Nach dem Zoll kam dann also noch die Immigration, noch einmal musste ich eine halbe Stunde warten, inzwischen war es bereits 16.45 Uhr, boarding meines Fluges war 17.25, das könnte knapp werden. Der zu gegebenermaßen etwas gelangweilte Immi-Typ fragte mich dann noch die klassichen Fragen, ob ich Terrorist bin, was ich in Hawaii mache und ob ich wieder komme, dann war ich auch „schon“ durch. Und falls ihr Euch wundert, warum ich, obwohl noch auf kanadischen Boden, durch die amerikanische Immigration musste. In Kanada wird das ganze Einwanderungsprozedere für die USA bereits hier erledigt, da es ja ziemlich häufig vorkommt, dass ein Kanadier in die USA fliegt.

So, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bin dann in einem Tempo zum Gate geflitzt und…. natürlich hatte der Flieger 15 Minuten Verspätung, na danke schön. In 5,5 ereignislosen Stunden Flug gab es relativ wenig zu tun, da ich in einem Billigflieger saß, gab es Filme, Spiele und Co. nur für einen Aufpreis, genauso wie Essen. Muss ich mir beim Abflug von Kona merken, dass ich mir was zu Essen einpacke.

Um 21.45 Uhr Ortszeit landete ich am Honolulu Airport, angenehme 25 Grad und ich noch in meinen Winterklamotten. Ohne Immigration und Zoll ging es direkt zum Gepäckband (Danke an dieser Stelle an Lina, die mir ihren kleinen Koffer lieh) und gleich in den Shuttle-Bus „Roberts“ nach Waikiki. Waikiki ist ein Stadtteil von Honolulu und ist ja eigentlich weltberühmt, naja mich erinnert das Ganze hier an die Bettenburgen auf Mallorca, auf den Kanaren oder an der GoldCoast, hässlich, groß, laut und zu viele Touris. Der Bus setzte mich am „Hawaiian Seaside Hostel“ ab, das wirklich gut zum Übernachten geeignet ist. Sauber, nette Leute, nicht mehr als 5 Leute im Zimmer, Buslinien gleich vor der Tür und sehr preiswert (21 $/Nacht).

Ich hatte  in der ersten Nacht Probleme beim Einschlafen, der Lärm der umliegenden Hotels (es war ja auch das amerikanische Thanksgiving) machte mir zu Schaffen. Und so überlegte ich noch vor mich hin, was ich an meinem ersten Tag auf Oahu, denn machen wollte…

25.11.2010: Waikiki und Braten am Strand

Meine Nacht war etwas schlaflos, aber ich konnte irgendwie auch nicht mehr schlafen, schließlich galt es eine ganze Insel zu erkunden. Zuerst einmal genehmigte ich mir das kostenlose Frühstück im Hostel und gegen 9 Uhr machte ich mich dann zusammen mit meinen Badesachen auf dem Weg zum berüchtigten Waikiki-Beach. Mein gestern abendlicher Eindruck hatte mich nicht getäuscht, ich fühlte mich wirklich wie an der spanischen Costa Brava mit all den Hotels, nur dass die Hotels hier bis zu 50 Stockwerke hoch sind und Hilton, 4 Seasons oder Sheraton heißen.

Waikiki Beach ist eigentlich nur ein Strandabschnitt des insgesamt rund 3 Meilen langen Strandes zwischen Downtown Honolulu im Osten und Diamond Head, dem markanten Berg im Westen. Ich lief übrigens die ganze Strandpromenade einmal ab und war schon versucht auf den Diamond Head zu wandern, allerdings hatte ich nur meine Sandalen an und meine Füße taten mir jetzt auch weh. Ja ja, ich und meine Blasen, irgendwie würde etwas fehlen, wenn ich einmal blasenfrei durch den Urlaub kommen würde….

Also bin ich nach dem langen Spaziergang erst einmal zurück ins Hostel und habe mich in meine Strandklamotten geschmissen, dann gings zum Strand. Im Fort Derussy Park konnte ich mich gut auf den Rasen legen (ich hasse es im Sand zu liegen) und dann über den Gehweg ins Meer zu springen. Das Wasser hat dort übrigens Badewannentemperatur. Da lag ich nun und dachte an die Daheimgebliebenen, die bibbern im Schnee. Nach gut 3 Stunden war ich schon richtig knusprig gebraten. Spaß beiseite, ich habe mich natürlich gut eingecremt, obwohl ich wohl eine Stelle am Rücken vergessen hatte. Auf einmal fing es auch ein bißchen an zu tröpfeln, nicht ungewöhnlich, schließlich fängt auf Hawai´i die Regenzeit jetzt an. Aber das Unwetter verzog sich schnell wieder. So wartete ich auf den Sonnenuntergang, der besonders schön hier sein soll.

Dann ging es zurück zum Hostel um zu kochen und neue Bekanntschaften zu machen. Sehr viele Deutsche waren wieder einmal da und natürlich auch seeehr viele Amerikaner und Australier. Die meisten von denen sind zum Surfen hergekommen. Ich hab ja mal gesurft damals in Neuseeland und bin ständig vom Brett gefallen oder so aus wie eine Schildkröte, die auf dem Rücken liegt. So richtig geeignet bin ich für den Sport wohl nicht, aber Boogieboarden mochte ich immer total gerne. Naja, wo war ich? Ich lieh mir noch Schnorchelausrüstung für den nächsten Tag und ging zeitig zu Bett.

26.11.2010: Schnorcheln in Hanauma Bay und hoch zum Diamantenkopf

Ich erwachte gegen 7 Uhr, machte mir schnell Frühstück, packte meinen Rucksack und gegen 7.20 Uhr stand ich am Busstop um zur Hanauma Bay zu fahren. Diese Bucht ist DER Schnorchelspot auf Hawai´i und man muss ganz früh da sein, sonst wird man von Touristen nur so überrannt. Da wartete ich also und wartete und wartete. Im Hostel wurde mir nur gesagt, Bus Nr. 22. Leider vergaß jemand zu erwähnen, dass der erste Bus erst gegen 8.10 Uhr fuhr, also saß ich da und vertrieb mir die Zeit mit Musik hören. Gegen 9 Uhr (die Busfahrt dauerte dann auch nochmal so eine halbe Stunde) war ich dann da. Und der Strand sah auch noch etwas leer aus. Und wie es so ist mit Touristenattraktionen, sie kosten auch Eintritt. Das Geld wird  für die Erhaltung dieses Naturparadieses gebraucht und so war ich natürlich glücklich meinen Beitrag dafür zu leisten.

Nach dem Einlass musste ich mir zusammen mit den 50 anderen Leuten einen Einführungsfilm über die Bucht anschauen und was man als Schnorchler beachten sollte. Für mich als alter Hase und über 3 Jahren Schnorchelerfahrung war das etwas lachhaft aber naja, der Film war gut gemacht. Für die Lauf-Faulen (wir sind ja in Amerika)  gab es draußen sogar einen Shuttle-Service, der die Gäste nach unten oder wieder nach oben brachte, was es net alles gibt hier…

Ich schmiss mich gleich in die Badeklamotten und Schnorchelausrüstung und stürzte mich in die Fluten. Ich sah gaaaanz viele bunte Fische, sogar Nemo war dabei und das Riff ist wirklich wunderschön, ich verbrachte eine geschlagene Stunde im Wasser, ich merkte gar nicht wie die Zeit vergeht. Ständig machten die Rettungsschwimmer auch Durchsagen, dass man nicht so weit rausschwimmen sollte, weil die Strömung besonders stark wäre. Nach gut 4 Stunden in der Bucht ging es dann wieder mit dem „TheBus“ für 2.50 Dollar zurück in die Stadt.

Ich stieg aber am Diamond Head Wanderweg wieder aus, denn ich wollte das Wahrzeichens Waikikis noch besteigen. Diamond Head (Diamantenkopf) ist ein erloschener Vulkan und der Aufstieg erfolgt vom Inneren des Kraters aus, also musste ich erst einmal durch einen Tunnel laufen. Anschließend begann ich dann den 250 Meter hohen Aufstieg mit unzähligen Treppen. Jeder, der etwas Ahnung von Geschichte hat, weiß, dass Hawai´i besonders im 2. Weltkrieg unter besonderen Augenmerk stand. So sieht man auf dem Weg nach oben, noch altes Equipment aus dem Zeitraum. In Fakt läuft man durch alte Bunkergänge und Ausgucke auf die Aussichtsplattform, das war wirklich ein Erlebnis.

Beim Abstieg lernte ich noch zwei nette Amerikaner kennen (er natürlich in der Navy), die mich mit ihrem Auto mit in die Stadt nahmen, wirklich nett von denen. Den Abend verbrachte ich im Hostel und war etwas Souvenir shoppen. Souvenirläden in Waikiki gibt es an jeder Ecke und ich darf mich jetzt stolze Besitzerin eines Hawaii-Hemdes nennen :)!

27.11.2010: Flucht aus Pearl Harbour und die grössten Wellen der Welt

Eigentlich wollte ich ja früh los, um die Besucherströme in Pearl Harbour zu vermeiden, aber irgendwie hatte ich mich im Hostel verquatscht und kam dann erst gegen 9 Uhr los. Der Bus (kostet immer 2.50 $ um die ganze Insel) dauerte eine geschlagene Stunde bis zum M.S.S Arizona Memorial und sehr viele Leute standen dort schon an. Die Fahrt zum Arizona Memorial erfolgt mit einem kleinen Boot und ist kostenlos, ich kam gegen 10.15 Uhr und ich hatte eine Fahrkarte für 11.45 Uhr !!! ergattert. Ich lief dort irgendwie etwas ziellos rum, mir ging ganz ehrlich der Patriotismus etwas auf den Keks und nach 15 Minuten dort, machte ich die Fliege. Ohne respektlos zu wirken, aber das war mir etwas zuviel, zuviel USA, zuviel „Wir-sind-die-Besten“. Beim Angriff auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941 kamen ungefähr 2500 Menschen ums Leben, das ist tragisch, aber im Gesamtbild war es nur ein kleiner Teil der Menschen, die während des 2. Weltkrieges sterben mussten. Wie gesagt, mir war das zuviel USA.

Ich wartete an der Bushaltestelle auf den 62er Bus, der mich zum wiederum zu einem anderen Bus bringen sollte. Die Linie 52 fährt einmal komplett um Oahu herum und ich wollte unbedingt hoch an die North Shore um die großen Wellen zu sehen und vielleicht ein, zwei Drehorte von „LOST“. Ich hatte aber irgendwie die langen Anfahrtswege nicht bedacht, bis ich im richtigen Bus saß, war schon eine Stunde vergangen, der Bus an die Shore fuhr noch einmal eine Stunde durch Zuckerrohrplantagen und an der weltgrößten Ananasfarm von „Dole“ vorbei. Ich wollte eigentlich noch in Hale´iwa  anhalten, doch dafür blieb keine Zeit mehr. Die weltberühmten Strände mit den größten Wellen der Welt sind Waimea Beach und Banzai Pipeline. Mein Endstop sollte Waimea sein, als ich dort ankam, sah ich… nix, total ruhige See etwas Brandung, das war´s, also machte ich mir einen gemütlichen Tag am Strand.

Als ich den 52er Bus zurücknahm, sah ich an anderen Stränden richtige Brummer von Wellen, die waren teilweise 5, 6 Meter hoch, Wahnsinn. Der Bus zurück nach Waikiki dauerte geschlagene 2,5 Stunden und ich erfror fast darin, da die Klimaanlage auf frostige Temperaturen eingestellt war. Bus fahren auf Oahu ist übrigens eine lustige Angelegenheit, ständig kommen elektronische Durchsagen, dass man sich korrekt hinsetzen, nicht fluchen und sich des Lebens freuen soll, sowie alles Verdächtige muss man dem Busfahrer melden, auch verdächtige Menschen neben dir im Bus.

Als ich gegen 19.30 Uhr endlich im Hostel ankam, war ich einfach zu kaputt um noch etwas zu kochen, so gab es Sushi und ich verschwand zeitig auf mein Zimmer, ich musste noch einiges für meinen Aufenthalt auf Big Island recherchieren. Mein Flug nach Kona ging am nächsten Tag gegen 11.45 Uhr, der Airportshuttle wollte mich 2 Stunden vorher abholen. Das war dann auch meine letzte Nacht im Seaside Hostel und auf Oahu…

Der nächste Eintrag handelt dann von meinen Erlebnissen auf Big Island. Bilder wie immer auf Picasa KLICK

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ALOHA!!!

Hallöle, wieder mal etwas Neues aus dem kalten Kanada. Da sitze ich hier in meinem Zimmer und draußen geht wieder einmal die Welt unter, sprich es regnet.

Ich habe Euch versprochen, ich werde mich melden, wenn es etwas Neues gibt und in der Tat, wie die Überschrift es verrät, es gibt etwas zu berichten. Nach gut 4 Wochen Jobsuche und immer noch keinen nennenswerten Resultaten, habe ich beschlossen, Urlaub zu machen. Im Nachhinein hätte ich das schon Ende Oktober machen sollen, aber man will ja für den Arbeitsmarkt verfügbar sein. Jetzt ist es mir auf gut Deutsch schnurz. Ich will und brauche Urlaub. Eine harte Sommersaison liegt hinter mir und ich will mich belohnen. Und ich erfülle mir einen Lebenstraum von mir. Es geht ab dem 24. November nach HAWAII.

Ja, ihr hört richtig. Viele von Euch zu Hause lag ich damit schon in den Ohren, irgendwann mal nach Hawaii zu fliegen. Tja, die Flüge sind im Moment recht günstig, das Wetter ist in Vancouver beschissen, also ab in die Sonne. Also nächsten Mittwoch geht es mit dem Flieger nach Honolulu, dort bleibe ich 3,4 Tage und dann geht mit einem kurzen Inlandsflug nach Big Island zu den Vulkanen und von dort wieder nach Hause. Meinen Geburtstag verbringe ich dadurch wieder einmal in der Sonne.

Tja und was danach passiert? Ich werde diese Tage mit der British Airways telefonieren und meinen Heimflug nach Frankfurt für Mitte Dezember arrangieren. Deutschland hat mich wieder… zumindest für eine Weile…

So, das war es soweit mit den News

in diesem Sinne ALOHA

Katrin

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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