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Archive for Mai 2011

6. Mai/7. Mai 2011: Zurück in die Zivilisation in die Millionenmetropole Auckland

Der Tag startete wie gewohnt, spätes Frühstück, Sachen packen und den Koffer, Rucksack und Laptop zum Terminal schleppen. Ich entschied mich noch einmal die normale Cruise zu machen, auf diese Weise konnten sich Katja und ich verabschieden. Sie versorgte mich noch mit einem Essensgutschein, damit ich nicht ausgehungert in Queenstown ankommen würde. Bye bye Katja, see you back in Germany :(!

Gegen 15 Uhr fuhr der Bus dann los, wir kamen gut voran, doch dann gerieten wir vor dem Homer-Tunnel in einen Stau. Ein Maui-Campervan hatte sich im Tunnel das Dach abrasiert. Naja, der wohl häufigste Unfall, den ein Camper haben kann. Danach schlief ich eigentlich die meiste Zeit der Strecke bis Te Anau, von dort an wurde an Bord der Film „Whale Rider“ gezeigt und das war ganz großartige Unterhaltung, da ich den Film lange nicht mehr gesehen hatte.

Im Hostel kam ich gegen 19.30 Uhr an und lernte in meinem Zimmer eine nette Frau aus Vancouver kennen. Sie schlug vor, für ein Bier wegzugehen und ich nahm das Angebot an und wir gingen ins „Dux de Lux“, einer meiner Lieblingskneipen in QT. Ich verabschiedete mich dann von ihr, denn  mein Flug nach Auckland ging früh.

Am nächsten Morgen checkte ich aus und lief zur Bushaltestelle, der die Frankton Road entlangfuhr, das war meine tägliche Fahrt zur Arbeit, entlang des Lake Wakatipu, wunderschön wie immer. Ihr kennt ja inzwischen mein Glück mit Flügen und so hatte ich mit diesem Flug  mal wieder Pech: Aufgrund des Nebels konnte der JetStar-Flieger nicht landen und musste nach Christchurch fliegen um aufzutanken. Das hieß auf gut deutsch: fast 3 Stunden Verspätung!

Nichtsdestotrotz kam ich heil und ziemlich müde in Auckland an. Was für ein Kontrast, noch vor 24 Stunden die Einsamkeit von Milford Sound und nun das hektische Treiben, Polizeisirenen und Tausende von Menschen in Downtown Auckland. Aber ich liebe Auckland immer noch, nicht gerade die CBD, aber Auckland hat schon schöne Fleckchen. Gewohnt habe ich die ersten Tage im selben Hostel, wo 2007 mein Abenteuer startete im „The Brown Kiwi“ in Ponsonby.

Mit Hannes, dem Manager bin ich noch ganz gut befreundet und er machte mir einen Spezialpreis. Das Wetter und Klima in Auckland war diese Tage auch komplett anders als auf der Südinsel, es war immer noch angenehm warm und ich war viel zu dick angezogen. Das änderte ich sofort am nächsten Tag und lief mit T-Shirt und Flip-Flops durch die Gegend.

8. – 12. Mai: Besuch von alten Freunden:

Naja wie die Überschrift schon sagt, ich habe viele alte Weggefährten und Freunde in Auckland besucht und natürlich etwas Sightseeing gemacht. Wie zum Beispiel eine Fährfahrt nach Devonport, Auckland Domain Park, Spaziergang von Ponsonby nach Downtown und und und. Vor allem war ich damit beschäftigt einen kostenlosen Internetzugang zu finden, da ich noch einiges, meinem Flug betreffend zu erledigen hatte. Das Wetter war eigentlich die ganze Zeit wunderschön, außer dass es gerade an meinem Umzugstag beschl0ss die Welt untergehen zu lassen. Aber so kannte ich Auckland, an einem Tag Sonnenschein, nächster Tag Sturzflut und Hagel.

Am Mittwoch zog ich dann zu einer Freundin um. Ich sag euch mit soviel Gepäck öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen ist ein Graus! Völlig durchnässt kam ich dann schließlich an und wurde mit heißem Tee empfangen. Ich wurde auch etwas melancholisch, denn mein Abschied von Neuseeland stand bevor, aber ich weiß ganz fest, dass ich zurückkehren werde. Wie sagt man so schön, es ist ja nicht aus der Welt.

Am Donnerstag morgen 8.45 Uhr verließ ich dann Godszone (Slangwort für NZ) und weile jetzt wieder in Deutschland, mal schauen wie lange.

Liebe Grüße

Katrin

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Hallöchen an alle,

ich würde sagen, mein Jetlag ist inzwischen bekämpft und das Wetter in Franken ist erstaunlich warm und sonnig. Ich bin euch noch ein oder zwei Beiträge aus Neuseeland schuldig, also mache ich mich mal frisch ans Werk.

3. Mai 2011: Busfahrt nach Milford Sound:

Wie schon im vorigen Beitrag geschrieben, konnten Katja und ich nicht zusammen mit dem Bus nach Milford fahren, was zwar ein bißchen doof war, aber was soll´s ankommen würde wir beide. Also während Katja das Hostel schon gegen 6.45 Uhr verlassen musste, ging mein Bus erst um 7.30 Uhr und dieser holte mich noch direkt vom Central YHA ab.

Auf der Fahrt entlang des Lake Wakatipu konnte man die nebelverhangenen Berge sehen und es tröpfelte auch stellenweise. Nach gut 1.5 Stunden legten wir dann einen kurzen Pitstopp in Te Anau an und ratet mal, wen ich da bei KiwiCountry traf? Richtig! Katja und ihr Bus waren auch da, nach einem kurzen Gespräch gings dann schon wieder los auf die berühmte Milford Road.

Es ist schon fast 7 Jahre her, seit dem ich zuletzt diese fantastische Straße gefahren bin und sie hat nichts von ihrer Faszination verloren. Der Regenwald, die Berge, die fantastischen Ausblicke, Milford Road ist eine der schönsten Bergstraßen dieser Welt.

Den ersten Fotostop machten wir im Eglinton Valley, leider war das Wetter nicht auf unserer Seite, es nieselte. Es folgten Stops bei den Mirror Lake, in Knobs Flat und am berühmt-berüchtigten Homer Tunnel. Diesen Tunnel kenne ich noch gut aus meinen Maui-Zeiten in Queenstown, irgendwelche Touristen rammten immer mit Vorliebe die Wände des Tunnels mit ihrem Wohnmobil und sagten dann immer am Schalter „nur ein kleiner Schaden“!

Das letzte Stück auf der Milford Road nach dem Homer Tunnel ist mir persönlich der liebste. Die Serpentinenstraße schlängelt sich durch das enge Tal und rechts und links sind die bis zu 2800 Meter hohen Berge. Der letzte Stop vor Milford Sound ist „The Chasm“, ein enger Felsdurchgang, durch den das Wasser nur so durchrauscht. Da wir einen engen Zeitplan hatten, konnten wir nur ein, zwei Fotos machen  und mussten dann wieder zum Bus. Denn die anderen Fahrgäste hatten eine Cruise um 13.30 Uhr, die sie nicht verpassen durften.

Am Abfahrtsterminal der Boote traf ich mich dann wieder mit Katja und schnüffelte das erste Mal wieder Milford Luft und hatte gleich 30 Sandfliegen um mich herum. Naja, diese kleinen Viecher vermisste ich nicht und ich hatte auch kein Insektenspray bei mir, wirklich gute Vorbereitung ;)! Als nächstes ging es zu Katjas und meine Unterkunft für die nächsten Tage. Rund 70 Personen leben im Winter in Milford und im Sommer bis zu 120!

Geschockt war ich etwas über den Zustand der Gemeinschaftsküche und wollte am liebsten als Putzteufel tätig werden. Unglaublich wie manche Leute mit Dingen umgehen, die einen nicht selbst gehören. Katja und ich kochten erstmal (an einem sauber geputzen Herd) und dann verbrachten wir den restlichen Tag mit Duschen und TV.

4. Mai 2011: 1. Bootsfahrt hinaus in den Fjord

Endlich wieder mal ein Zimmer für mich selbst, dachte ich am nächsten Morgen. Ich begann den Tag sehr langsam, ich schlief bis 9 Uhr, frühstückte und nahm mir Zeit meine Bilder zu bearbeiten. Gegen 10.30 Uhr marschierte ich dann entlang der Waterfront und dem „Broadway“ (Holzsteg durch den Regenwald) zur Bootsanlegestelle. Das Wetter war wechselhaft, bewölkt aber noch angenehm warm (18, 19 Grad). Um 11 Uhr begann dann das Boarding der „Pride of Milford“. Ganze 20 Fahrgäste für ein Boot, das bis zu 300 Personen aufnehmen konnte, das erinnerte schon sehr an eine Privatführung. Katja ist auf diesem Boot der Chef und scheuchte ihre Crew herum zum Putzen und Wienern, schon interessant zu zusehen, wenn man sie sonst nur von der Freundschaftsseite kennt. Ich möchte nicht für sie arbeiten 😉 (nur Spaß).

Die Cruise führte uns an den Bowen Falls vorbei, hinaus in den Fjord, umrahmt von bis zu 2000 Meter hohen Bergen. Besonders wenn es regnet, kann man 1000de von Wasserfällen sehen, die von den steilen Hängen herunterkommen. Da aber die letzten Tage nicht sehr regenintensiv waren, hielten sich die Wasserfälle in Grenzen. Der Skipper erklärte auch allerhand Wissenswertes über die berühmteste Touristenattraktion Neuseelands. Auf einmal wurde die Crew sehr aufgeregt, denn Flaschennasen-Delphine tummelten sich plötzlich um unser Boot, ich filmte alles so gut ich konnte. Unter ihnen war auch ein paar Seehunde. Dafür liebe ich Neuseeland, die unberührte Natur und das Wildlife.

Das Boot fuhr weiter zum Eingang des Fjords, der von Captain Cook im 19. Jahrhundert glatt übersehen wurde. Er dachte, es wäre nur eine kleine Bucht. Draußen auf der Tasman Sea wurde es schon stürmischer und der Seegang nahm zu. Unerschütterlich wie ich bin, blieb weiterhin auf dem Aussichtsdeck, aber mein Magen fand das wohl nicht so toll und rumorte kräftig. Für den nächsten Programmpunkt der fast 2 Stunden langen Cruise fuhr das Boot sehr dicht an die höchsten permanenten Wasserfälle von Milford heran: den Stirling Falls. Als Abschluss ging es dann noch nach Harrison Cove, der Nachbarbucht von Milford und dem dort gelegenen Unterwasserobservatorium. Nicht alle Passagiere haben diese Attraktion mitgebucht. Man kann dort die Unterwasserwelt von Milford besichtigen, die sich weitestgehend in der Süßwasserschicht (bis zu 10 Meter) des Fjords abspielt. Da der Sound bis zu 350 m tief ist, es ist es vielen Fischen einfach zu kalt da unten.

Gegen 13 Uhr war ich dann wieder Bootsterminal und ich begann meine Fototour an der Waterfront entlang. Milford Sound, Mitre Peak und Regenwald-Fotos en massè, begleitet von geschätzen 10000den von Sandfliegen versteht sich. Ich erkundete ein bißchen „meine Heimat“ für die nächsten Tage, was eigentlich relativ schnell beendet war. Milford ist klein… sehr klein.

Abends gesellte sich wieder Katja zu mir und wir kochten gemeinsam und sahen fern. Für den nächsten Tag plante ich, Milford Sound auf der Encounter Cruise näher kennenzulernen. Die Encounter-Cruise fährt ungefähr dieselbe Route wie die normale Cruise, allerdings auf einem viel kleineren Boot und mit einem Nature-Guide, der alles Wissenswerte über den Fjord erzählt.

5. Mai 2011: Ans Bootfahren kann man sich gewöhnen…

Also wie oben schon erwähnt, packte ich gegen 12 Uhr wieder meinen Rucksack und ging zum Bootsterminal. Es regnete die ganze Nacht und den Morgen, nichts Ungewöhnliches für den nassesten Ort Neuseelands. Gerade als ich zum Terminal ging, kam die Sonne raus und nichts hielts mich mehr um Fotos in Sonne von Milford zu machen. Ich war aber mit einer Regenjacke bewaffnet, nur für den Fall, dass der Regen wieder einsetzte.

Die Encounter-Cruise hat mir wesentlich besser gefallen als die normale. Es wurde richtig viel über die Flora und Fauna des Fjords erklärt. Auch sichteten wir ein paar Seals und fuhren teilweise richtig dicht an die steilen Felswände heran. Dem Regen letzter Nacht sei Dank konnten wir zahlreiche neue Wasserfälle entdecken, was vor allem mich sehr freute. Es war zwar extrem windig und kalt, trotz dieser Widrigkeiten hielt ich es draußen aus.

Ansonsten hieß es langsam aber sicher Abschied nehmen von Milford. Am nächsten Tag nachmittags würde mein Bus zurück nach Queenstown gehen.

P.S. Bilder unter Picasa

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7 lange Monate war es her, dass ich Katja damals am Flughafen in Vancouver verabschiedet hatte und das letzte Mal gesehen hatte. Das wollten wir beide natürlich ändern. Schon vor ein paar Wochen planten wir deshalb unser Treffen und da Katja immer 10 Tage arbeitet und 4 Tage frei hat, war es etwas schwierig. Schließlich einigten wir uns auf das Wochenende um den 1. Mai und die Location.

Wir wollten uns am Lake Tekapo treffen und anschließend den höchsten Berg Neuseelands, den Mt. Cook, besuchen. Ich hatte  mich einige Tage vor dem Trip dazu entschlossen, nach Deutschland zurückzukehren und würde dann mit Katja weiter nach Queenstown und Milford Sound reisen.

Freitagabend, der letzte Abend in Rolleston, verbrachte ich mit Nicole und Danielle, der Vermieterin vor dem TV. Grund? Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Royalist bin und praktisch jede Hochzeit, Taufe, Beerdigung oder Krönung eines Königshauses mir anschaue. Aufgrund der Zeitverschiebung dauerte das Spektakel bis weit nach Mitternacht, ich  fand aber die Feier sehr gelungen. Einzig störte mich der rote Hochzeitsanzug von Wills, der komische Ausschnitt an Kates Kleid sowie der hässliche Hut von Prinzessin Beatrice.

Samstag, 30. April: Lake Tekapo bei sommerlichen Temperaturen

Für mich hieß es relativ früh aufstehen, meinen ganzen Kram einpacken. Was hieß einen 20 kg Koffer, einen 8 kg Rucksack plus meinen Laptop. Andreas war noch so nett mich zum Rolleston Pub zu fahren, wo der Nakedbus mich nach Tekapo mitnehmen würde. Eine wirklich günstige Art zu reisen in Neuseeland. Der NakedBus hält in jedem größeren Ort an und die Preise sind unschlagbar. Man muss allerdings sich darauf einstellen, dass dieser Bus keine Sightseeing-Stops macht, sondern einfach nur durchfährt.

Nach gut 3 Stunden Fahrt kam ich bei herrlichen Sonnenschein und rund 23 Grad Außentemperatur am Lake Tekapo an. Von Katja, die mit einem Leihwagen von Queenstown aus kam, war noch keine Spur zu sehen. Nach einem kurzen Telefonanruf erfuhr ich, dass sie noch gut 45 Minuten nach Tekapo brauchte. Also machte ich es mir mit meinem Gepäck auf einer Bank an der Lakefront gemütlich und genoß die warme Sonne. Nach ausführlicher Beobachtung von Mini-Golfern und Einparkmethoden von Campervanfahrern kam dann eine kleine, blonde Gestalt auf mich zu.  Herzlich begrüssten Katja und ich uns nach der langen Zeit.

Und wie immer, wenn wir auf Reisen sind, genehmigten wir uns Fish & Chips und genossen das warme Wetter. Das Mac-Kenzie-Country, zu dem Lake Tekapo und der Mt. Cook gehören, sind einer meiner absoluten Lieblingsregionen der Südinsel und nach dem Mittagessen hielt uns nichts mehr und wir fuhren zur berühmtesten Sehenswürdigkeit am Lake Tekapo: der Church of the Good Shepard, direkt am See. Dort ließen wieder mal unsere Fotospeicher heiß. Wir waren allerdings etwas unter Zeitdruck, da wir zum Sonnenuntergang zur Mt.  John Observatory wollten.

Diese Sternenwarte befindet sich auf einem Berg in direkter Lage am Lake Tekapo, wo man fantastische Fotos vom Sonnenuntergang und dem See machen konnte. Katja meisterte die mit unzähligen Serpentinen gepflasterte Straße mit Bravour und wieder einmal wurden unsere Kameras (Foto und Video) überstrapaziert. Wir blieben auf dem Berg bis weit nach den Öffnungszeiten und so kam es auch, dass wir „Begleitschutz“ bei der Runterfahrt hatten, die Angestellten der Sternenwarte mussten das Tor nach uns schließen.

Abends im Hostel ließen wir erstmal unsere Laptops heißlaufen, vor allem mein Toshiba lechzte nach einem unlimitierten Internetzugang nach einer Woche. Katja zauberte ein leckeres Pilzrisotto und ich versuchte die Korean Air zu erreichen, um mein Flugticket umzubuchen zu lassen (was erstmal schief lief).

Sonntag, 1. Mai: Mt. Cook (Aoraki) in herbstlichen Farben

Wir checkten gegen 10 Uhr morgens aus und statteten der Church noch einmal einen Besuch ab. Das Wetter war zwar immer noch schön, aber ein paar Wolken kamen schon auf. Nichtsdestotrotz machten wir uns gut gelaunt auf zum cirka 100 km entfernten  Mt. Cook (3754m). Um mal was Neues zu sehen, fuhren wir den „Scenic Drive“  am Lake Pukaki entlang. Am Pukaki Lookout konnten wir schon einen Blick auf den Aoraki erhaschen.

Wir bogen vom Statehighway 8 ab und fuhren entlang des Sees Richtung Mt. Cook village, dort lag auch unsere Unterkunft. Wir stoppten unzählige Male um den Berg mit den bunten Herbstwäldern zu fotografieren. Der Himmel hatte sich mittlerweile etwas zugezogen, jedoch regnete es nicht und es war noch angenehm warm. Gegen frühen Nachmittag erreichten wir das YHA im Mt. Cook village, bezogen unser Zimmer und wollten noch eine Kleinigkeit kochen, bevor wir wandern wollten. Leider fiel zu diesem Zeitpunkt der Strom aus und es war etwas schwierig die Suppe heiß zu kriegen. Heiß wurde uns dann doch, denn ich hatte den Chili-Streuer mit dem Paprika-Streuer verwechselt und unsere Gesichtsfarbe wechselte zu rot und dunkelrot.

Aufgrund, dass die Sonne schon gegen 17 Uhr untergehen würde, entschlossen wir uns ein Stück des Hooker Valley Walk zu wandern. Normalerweise dauert der Weg zum Hooker Lake 3 Stunden, aber wir schauten einfach mal, wie weit wir kamen. Obwohl wir beide schon einmal die Wanderung gemacht hatten, war es trotzdem ein wunderschönes Erlebnis und auch die Sonne ließ sich blicken. Ihr könnt Euch sicher denken, dass wir wieder unzählige Fotos machten und ich hatte meine Abneigung gegen Hängebrücken (es gibt 2 auf der Wanderung) abgelegt.

Geschafft, glücklich und ein wenig frierend kamen wir wieder im Hostel an und dieses Mal war ich der Koch. Es war auch sehr muckelig warm und so ließ es sich auch gut schlafen.

Montag, 3. Mai: back in Queenstown

Am nächsten Morgen machte sich Katja auf zur Tasman Lake Tour, einer Bootstour über den Tasman Lake, wo man Eisberge fotografieren konnte. Aufgrund meines begrenzten Budgets fiel dieser Ausflug für mich aus. Stattdessen beschäftigte ich  mich ausgiebig mit dem Internet um mich mal wieder auf den Laufenden zu bringen.

Gegen 13 Uhr machten wir uns auf Richtung Queenstown. Katja musste das Auto gegen 17 Uhr wieder zurückbringen. Inzwischen begann es auch zu regnen und so fielen die geplanten Fotostopps am Lindis Pass und in Cromwell aus. Ich freute mich außerdem, nach fast 3 Jahren Queenstown wieder zu sehen. Allein schon in Frankton hatte sich soviel verändert. Bürgerbuden, neue Apartmenthäuser und Cafès. Allerdings war der Altort Queenstown immer noch dasselbe.

Da Katja noch nie bei „Ferg Burger“ (beste Burger der Welt) war, wollte ich sie eigentlich dorthin schleppen. Nach einem kleinen Rundgang durch die Einkaufsstraßen kam mir dann doch eine andere Idee. Und so saßen wir dann in „Winnies“ Pizzeria (beste Pizza der Welt) bei einer ausgezeichneten Pizza, wie immer. Später genossen wir dann den Luxus eines Doppelzimmers und ließen die Laptops heißlaufen ;).

Bei der Buchung des Busses nach Milford Sound entstand allerdings ein kleines Problem und Katja und ich mussten mit getrennten Bus die Reise antreten, was im Endeffekt dann aber auch wirklich egal war.

Von diesem Trip berichte ich dann im nächsten Beitrag.

Liebe Grüße aus dem Frankenland (bin am Freitag angekommen)

Eure Katrin


P.S. Bilder wie immer auf Picasa oder KLICK

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So, wie versprochen ein Reisebericht über die traumhafte WestCoast an Ostern.

20. April, Karfreitag: Rolleston – Arthurs Pass – Punakaiki

Ich hatte mir für die 4 Tage ein Auto gemietet und startete bei Sonnenschein Richtung Arthurs Pass. Leider war der Wetterbericht für das Wochenende nicht so toll, aber man sagt ja auch die „Wet Coast“. Und nachdem ich den Bergpass überwunden hatte, tauchten schon dunkle Wolken vor mir auf. Eigentlich wollte ich im Arthurs Pass Village zu den Punchbowl Falls laufen, doch genau startete es aus allen Eimern zu schütten.

Also ändere ich meine Pläne und fuhr weiter Richtung Greymouth. Da ich noch am Lake Brunner war, entschied ich  mich die ein paar Kilometer längere Strecke nach Greymouth zu fahren. Lake Brunner war jetzt nicht so wirklich besonders, vor allem da man von den umringenden Bergen auch nichts sehen konnte. In Greymouth angekommen, hielt ich mich nicht wirklich lange dort auf und machte mich gleich auf den 54 km lange Scenic Drive nach Punakaiki direkt am Meer entlang. Ich stoppte einige Male entlang der dramatischen Steilküstenstraße. Und auch das Wetter klarte auf. Als ich in Punakaiki ankam, erwartete mich strahlender Sonnenschein.

Der kleine Ort Punakaiki ist weltberühmt für seine „Pancake Rocks“ und „Blowholes“. Die Pfannkuchenfelsen sind der Touristenmagnet und verausgabte mich mal wieder an der Foto- und Videokamera. Leider konnte ich aufgrund der Gezeiten das Blowhole nicht sehen (Felsenlöcher, wo bei Flut Wasserfontänen hochspritzen). Etwa 3 km davon entfernt, befand sich das YHA Hostel „Te Nikau Retreat“, meine Heimat für die nächsten 3 Tage. Eines der schönsten Hostel, die ich in Neuseeland besucht habe. Ich wohnte mittem im Regenwald in einem kleinen Haus mit Küche, Schlafsaal und einer Dschungeldusche mit vielen bissfreudigen Insekten.

Dort richtete ich mich erst einmal häuslich ein und ging dann noch zusammen mit Hugh, einem älteren Engländer zum nahegelegenen Strand und zur Punakaiki Cavern. Die Sonne verzog sich zwischenzeitlich wieder und es kam Wind auf.  Ich ahnte schon, dass der Regen nicht mehr lange auf sich warten würde….

21. April, Karsamstag: ein Regenspaziergang und einfach nur Entspannen

Da das Haus nur ein Wellblechdach hatte, hörte ich fast jeden Regentropfen und es kam ganz schön was runter in der Nacht und stoppte auch nicht am Vormittag, ich entschied, dass ich erst einmal ausschlafen wollte. Gegen Mittag hörte der Regen dann auch und ich beschloss die 2 km in das Dorf zu laufen. Zuerst an der Straße entlang, später dann am Strand. Da das Wetter weiterhin trocken blieb, beschloss ich eine kleine Wanderung zu machen, die ich jedoch nach 15 Minuten abbrechen musste, da meine Schuhe nicht wasserfest waren und ich bei der ersten Flussüberquerung nasse Füße bekommen hatte. Also mache ich nur ein paar Foto am Punakaiki Beach und lief dann wieder den steilen Berg zurück zum Hostel.

Ich machte weiterhin Pläne, wo ich am nächsten Tag hinfahren wollte. Leider nahm der Regen am Abend wieder zu und ich hatte Zeit zum Grübeln.

22. April, Ostersonntag: Mehr Regen und eine unerwartete Planänderung

Tja wie die Überschrift schon verrät, erwartete mich mehr Nass von oben. Aber nichtsdestotrotz ging es für mich weiter nach Norden zum Cape Foulwind bei Westport. Das Kap ist berühmt für seine Seehundkolonie und dem Leuchtturm.

Auf dem Weg nach Westport erreicht die dramatische Küstenstraße ihren Höhepunkt, ich habe cirka 10 Fotostopps dort gemacht, weil die Aussichtspunkte einfach nur spektatkulär sind, egal wie das Wetter ist.

Am Cape Foulwind angekommen, wartete ich erst einmal 15 Minuten im Auto um den starken Regenguss abzuwarten. Dann ging es raus in den Nieselregen und zur Kolonie. Dort angekommen, regnete es wieder stärker, die weitere Wanderung zum Leuchtturm fiel ins Wasser.

Genauso wie meine Pläne nach Karamea zu fahren. Karamea liegt cirka 100 km nördlich von Westport und ist Startpunkt des Heaphy Tracks, ich wollte dort eigentlich eine Tagesetappe laufen, aber ich entschied mich, auch aufgrund des Wetter, wieder an die Ostküste zu fahren. Dort war das Wetter mit 24 Grad sommerlich warm. Insgesamt dauerte die Fahrt gute 6 Std und genoß die letzten Sonnenstrahlen, denn am Ostermontag holte der Regen mich wieder ein.

Nichtsdestotrotz liebe ich die Westcoast. Die Steilküsten, die dramatische Landschaft, der Regenwald bezaubern mich immer wieder, egal wie das Wetter ist….

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Hallo meine Lieben,

es ist lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe, aber es ist in der Zwischenzeit auch sehr viel passiert.

Das Wichtigste erst einmal zuerst: Ich fliege am kommenden Donnerstag nach Hause! Leider wurde es nichts mit dem Job und ich habe mich dazu entschlossen, erst einmal 1, 2 Jahre in Deutschland zu bleiben. Tja ziemlich traurig, aber ich weiß, dass ich nach Neuseeland zurückkehren werde.

Im Moment sitze ich in einem Cafe in Auckland und genieße das warme Wetter. Hier ist es noch einiges wärmer, als in Queenstown und Milford Sound, wo ich die letzten Tage verbrachte.

Darüber werde ich in den nächsten Beiträgen berichten.

Ganz liebe Grüße an alle, besonders an meine Mama, da heute Muttertag ist und sie am Dienstag Geburtstag hat.

Katrin

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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