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Archive for the ‘Auckland’ Category

Wie ich schon im letzten Beitrag geschrieben habe, es wird Herbst. Seit Sonntag regnet es hier ganze Sturzbäche und selbst Dottie, meine kleine schwarze Katze und Mitbewohnerin geht nicht mehr vor die Tür und das heisst schon was bei ihr! Im Moment wohne ich in Kohi ganz alleine, Alyson ist auf business trip in Europa und ich hüte das Haus. Und das macht nachts echt komische Geräusche, dass ich echt schon ein bißchen paranoid werde und bald wohl mit dem Messer unter dem Kissen schlafe!

Aber alles halb so wild! Und überhaupt, habe ständig Gäste hier in der vorübergehenden „Casa de Katrin“. Am Freitag waren Suse und ihr Freund Ingo zu Gast. Suse reist gerade munter durch die Lande und hatte einen Zwischenstop in Auckland. Mit Suse hab ich zusammen Weihnachten gefeiert,  sie ist Krankenschwester und kommt aus Dresden. Jedenfalls hatten wir bei unserem vorigen Treffen Anfang April ausgemacht, dass wir zusammen zum Rugby gehen und letzten Samstag war es dann soweit. Wir zogen alle irgendwas Blaues an und dann gings es ab in den „Eden Park“ (größtes Stadion in NZ: 60.000 Plätze) um das Spiel „Blues“ gegen „Brumbies“ zu schauen. Die „Blues“ sind die Heimmannschaft aus Auckland und die Brumbies kommen aus Canberra, Australia. Also wieder mal ein Rivalenduell zwischen den bloody Aussies und uns den Kiwis.

Das Parkplatzfinden gestaltete sich schon etwas schwierig, da normalerweise  in den Nebenstraßen alle Parkplätze umsonst sind, diesmal aber nicht und die Anwohner ihre Plätze für 10 bucks verkaufen. War uns aber wurst und für 10 Dollar parkten wir dann in der Auffahrt von ein paar netten Maoris. Dann gings ab ins Stadion und es ist echt immer wieder beeindruckend, wieviele Menschen in so ein Stadion reinpassen. Naja, die Sitze waren nicht alle besetzt, aber das Stadion war ganz gut gefüllt.

Die Rituale sind eigentlich diesselben wie beim Fußballspiel, die Spieler machen sich warm, werden dann lautstark begrüßt usw. Was ein bißchen anders ist, hier gibt es Cheerleader (bei uns nur beim Basketball), und das Maskottchen wird auch einge“fahren“ ins Stadion (in diesem Fall Captain Bluebeard mit Piratenschiff, yeah, very Fluch-der-Karibik-mäßig) und der Rugbyball wird „eingeflogen“ mit nem Marinehubschrauber, echt crazy die Kiwis. Bilder sind online.

Naja, zusammengefasst gings relativ ruhig zu, in Fußballstadion wäre es viel viel lauter als beim Rugby! Die Regeln von Rugby hab ich auch nicht so ganz geblickt, aber das Zuschauen macht es Spaß, 30 Männer prügeln sich auf dem Rasen um den Ball, ist echt lustig! Und nach 80 Minuten Ende verloren die Blues auch noch mit 19 zu 9!

Alles in allem, wirklich netter Sport und Suse und ich wollen demnächst dann noch zu den All Blacks (der Nationalmannschaft Neuseeland), die spielen irgendwann im Juni gegen England, yeah right!

Und letzten Sonntag war dann der erste „StarTrek-Abend“ bei mir zu Hause, insgesamt zu acht saßen wir vor dem Beamer und schauten uns „Voyager“ und „Deep Space Nine“ an. War echt ne lustige Truppe mitsamt Kids und wird demnächst garantiert nochmal wiederholt!

Ansonsten hab ich im Moment relativ wenig zu tun. Marketing job entwickelt sich mehr und mehr zum 2-Tages-Job und den Rest der Zeit hänge ich im Netz rum oder gucke mir Filme an („Shoot em up“ und „Hitman“ sind ja soo geil!!!). Muss am Freitag mal wieder nen Tag für Maui arbeiten. Und die Antworten auf meine Bewerbungen lassen auch auf sich warten.

Also, alles beim Alten hier, liebe Grüße nach daheim, grüßt mir den Frühling

Cya

Katrin

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So, nach einer Woche Spannung wie es mit mir hier weitergeht, hier die Auflösung:

1. Habe jetzt endlich ein neues Auto, völlig überraschend hab ich ein Angebot von einer deutschen Familie bekommen, ihr Zweitauto zu kaufen. Einen Ford Laser von 1997, automatic, 178.000 km, gut in Schuss, mit neuem TÜV usw. für 1.900! Bin letzten Sonntag das Auto Probe gefahren und hab es gekauft! Hat zwar ein paar Beulen an der Motorhaube, aber es fährt sehr gut und wird mich die nächsten Monate durch Neuseeland begleiten! Zudem sind Marcus, seine Frau Claudia und die Kids sehr nett und Marcus hat nen Beamer und seeeeehr viele DVDs und er ist Fußball und StarWars/Trek-Fan! Was also heißt, wir bleiben auf jedem Fall in Kontakt und werden, wenn ich in Auckland weiterhin bleibe, die Fußball-EM zusammen gucken, aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Tamaki (Fluß hier in AKL) runter.

2. Mein neuer Job: Ja, seit gut zwei Wochen arbeite ich jetzt in der Sprachschule und es gefällt mir eigentlich ganz gut, da der Job aber nur Part-Time ist, muss ich meine Kosten hier etwas reduzieren. Eine Busfahrt nach Downtown kostet mich 2,15 Euro, macht also hin und zurück 4,30 Euro,das ist eindeutig zuviel, parken kann man Downtown net, das ist noch viiiiel teurer. Also fahre ich wohl mit dem Zug nach Downtown, kosten irgendwie nur 60 Cent, wurde mir zumindest gesagt, werde ich heut mal austesten.

3. Ja, ja Leute, es wird Herbst hier! Seit Mitte November musste ich nicht mehr überlegen, was ich anziehe, einfach T-Shirt, keine Socken und ab gehts in die Sonne. Nun ja, seit gut eineinhalb Wochen ist das jetzt etwas anders. Tagsüber ist es immer noch schön warm mit bis zu 25 Grad, aber nachts kühlts ab bis teilweise 4 Grad und ihr müsst hier bedenken, hier in den Häusern gibt es keine Isolierung wie in Deutschland, wenns draußen kalt ist, ist es auch drinnen kalt ganz einfach. Manchmal ist es draußen wärmer als drinnen. Isolierung ist hier immer noch ein Fremdwort! Das hält mich übrigens nicht davon ab, baden zu gehen, erst gestern war ich wieder mal schwimmen am Kohi Beach und heute geh ich vor der Arbeit auch nochmal schwimmen, so als letzte Gelegenheit, bevor es hier ungemütlich wird.

So, das wars mal wieder von mir, am Sonntag findet bei mir dann der erste StarTrek-Abend statt und mit lauter deutschen Trekkies, da freu mich schon wahnsinnig drauf!

so, macht es mal gut

Katrin

P.S. Kann jemand vielleicht ein paar Deutschland-Sachen schicken für die Fußball-EM? Brauch mehr Fanmaterial hier in Deutschlandfarben!

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Seit Wochen fieberte ich diesem Wochenende entgegen! Meine Mitbewohnerin bzw. Besitzerin meines Hause Alyson hatte am Sonntag ihren 60. Geburtstag und wollte diesen entsprechend feiern. Und diese Feier sollte etwas ganz Besonderes werden. Alyson besitzt seit ein paar Jahren ein Strandhaus an der Elliott Bay, in der Naehe der Bay of Islands, rund 300 km noerdlich von Auckland. Tja und dorthin wurden alle 35 Freunde, Bekannte und Familienmitglieder eingeladen. Das Haus liegt auf privatem Grund einer Rinderfarm auf einem Huegel direkt ueber dem Meer. Unten am Strand kann man campen und das hatten Julia und ich auch vor.

Also fragte ich bei MAUI an, ob ich fuer die naechsten Tage ein 3-Personen-Zelt ausleihen koennte. War natuerlich kein Problem und so beendete ich am Freitag meine Arbeit frueher und wir starteten gegen 16.30 unsere Reise gen Norden. Wir wollten eigentlich schon eher losfahren, doch leider wollte wohl jeder am Wochenende aus der Stadt raus und ich war eine Stunde damit beschaeftigt den Stau zu umfahren. Auch nagte der Hunger an mir bzw. uns und es war bereits halb acht, als wir in Whangarei einen kurzen Zwischenstopp zum Einkaufen und beim Burger King machten. Dort begann es auf einmal wie aus Kuebeln zu regnen und wir waren schon etwas beunruhigt, ob das Wetter uns auch dieses Mal einen Strich durch die Rechnung machen wuerde. Und vor allem, ob wir im Dunkeln UND bei stroemenden Regen unser Zelt aufbauen sollten. Aber Gott sei Dank, war das Wetter an allen Tagen fantastisch und wunderbar warm.

Naja, in jedem Fall war Whangarei erstmal knapp der halbe Weg, das letzte Stueck sollte sehr abenteuerlich werden. Denn Alyson hatte uns erzaehlt fuer die letzten gut 60 km braucht man ungefaehr 1,5 Stunden, das konnte ich erst nicht glauben, aber nach einem Blick auf die Karte erkannte ich, ich muss lernen, dass 60km in Neuseeland etwas total Anderes ist, wie 60km in good old germany!

Wir fuhren naemlich die Old-Dunstan-Russell-Road und diese war fuer eines bekannt: die Strasse faehrt so gut wie nie gerade aus und besteht nur aus Kurven. Okay, das klingt vielleicht ein bisschen nach Uebertreibung, aber es ist wahr, wirklich! Und es war wirklich ein Abenteuer diese Strecke im Dunkeln mit Fernscheinwerfern zu fahren. Ich nervte Julia staendig damit zu fragen: „Wie weit ist es denn noch?, Sind wir bald da?“. Naja und wirklich nach gut 1.5 Stunden gegen 22 Uhr erreichten wir die Elliott Bay und sahen…… NIX!!! Es war zappenduster und die Farmbesitzer reichten uns einen Umschlag mit Alysons Instruktionen, wo sich der Weg zum Strandhaus und zum Campingplatz befindet. Denn so richtige Wege gibts hier eigentlich nicht, eigentlich mehr Schotterstrassen oder einfach nur zwei Spurrillen und zwischendrin Gras.

Wir hoerten das Meer rauschen, konnten es aber nicht richtig sehen. Also fuhren wir erstmal hoch zum Haus und wurden erstmal willkommen geheissen. Es gab erstmal einen Begrüßungscocktail und wir wurden erstmal ein paar Leuten vorgestellt. Dann stellte sich heraus, dass im Haus fuer diese Nacht noch ein paar Schlafgelegenheiten frei waren und wir nahmen das Angebot zur Übernachtung dankbar an. Zelt aufbauen im Dunkel mit einer Taschenlampe? Nein, danke! Auch Akari, eine ehemalige Mitbewohnerin von Alyson schlief auch noch im Haus. Alyson meinte allerdings, wir könnten auch draußen unter freiem Himmel schlafen, weil die Nacht so toll wäre. Ähmm, eher nein, Moskitos lieben mich hier!

Kurz vor 12 gingen wir dann auch ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir früh raus, um nach Russell zum Dolphin Swimming zu fahren. Also ging es um 6.30 raus aus den Federn, den Sonnenaufgang auf der Elliott Bay hatten wir noch fotographisch festhalten müssen und dann gings auch schon los nach Russell, übrigens diesselbe Straße wie am Vorabend nur in die andere Richtung, fuer 15km brauchten wir 40 Minuten, dann erreichten wir Russell. Bei meinem letzten NZ-Aufenthalt war ich nur in Paihia und war deshalb noch nie in Russell. Nettes Städtchen muss ich sagen, wenn ich über 60 bin, kauf ich mir da ein Häuschen!

Den Dolphin-Swimming-Trip bekam ich, dank Maui, wieder mal umsonst und auch Julia bekam einen kleinen Rabatt. Unser Trip startete um kurz nach 8 und wir wurden gleich an Bord unterrichtet, dass es sein kann, dass wir nicht mit den Delphinen schwimmen können, wenn sie Babys dabei haben, aber wir waren optimistisch, dass es klappen könnte. Unser Captain war gebürtiger Holländer und hatte eine Lache drauf, wie Dr. Evil bei „Austin Powers“, ich habe versucht die Lache aufzunehmen, gab es aber nach ein paar Versuchen auf. In jedem Fall fuhr uns „Captain Evil“ raus aufs offene Meer um die Delphine zu suchen. Die See war sehr rauh und die Wellen waren richtig hoch und in mir kamen wieder Erinnerungen an den letzten Bay-of-Islands-Besuch vor drei Jahren hoch, damals musste ich mich aufgrund des wilden Geschaukels übergeben und war seekrank. In weiser Voraussicht aß ich kaum etwas zum Frühstück, denn auch diesmal ging es mir nicht gut, mir war schlecht, aber Gott sei Dank drehte Evil nach einer Stunde Geschaukele ab und steuerte ruhigere Gewässer an, dadurch blieb mir ein weiteres Füttern der Delphine erspart. Apropos Delphine, die bekamen wir zwar noch zu sehen, konnten aber nicht mit ihnen schwimmen, da sie, wie schon erwähnt, Junge dabei hatten, also umlagerten vier Dolphin-Watch-and-Swimming-Boote drei Delphine und ungefähr 100 Touristen inklusive mir versuchten die schönsten Bilder zu knipsen. Ich war schon etwas enttäuscht, aber ich habe ja noch ein paar Gelegenheiten zum Delphinschwimmen auf der Südinsel, wie z.B. in Kaikoura oder Akaroa.

Nach unserem ca. 4 stündigen Ausflug nach Russell, kehrten wir nach Elliott Bay zurück und bauten erstmal unser Zelt auf, das, wie es sich herausstellte, absoluter Mist war, es fehlten Heringe, zusätzliche Schlaufen und es war schief. Dann legten wir uns erstmal etwas hin und anschließend erkundeten wir erstmal die Gegend und machten schätzungsweise 100 Photos von der Bay, Kühen und grünen Hügeln. Als Geburtstagsessen gab es einen Hangi. Die Farmbesitzer sind Maori und bereiteten das Essen vor. Es war schon mein zweiter Hangi in Neuseeland, nur diesmal nicht mit Hunderten Touristen um mich herum. Die Zubereitung ist eigentlich ganz einfach. Man gräbt ein Loch aus, zündet ein Feuer an, lässt es brennen und legt dann, wenn man Glut hat, einfach das Fleisch und die Beilagen in das Loch und bedeckt es mit Erde. Ist so ne Art großer Dampfkochtopf! In Rotorua macht man das mit der geothermischen Energie und heißen Steinen.

Um 18 Uhr begann dann offiziell das große Fressen, Alyson eröffnete das „Buffet“ und wir aßen und tranken, bis wir nicht mehr konnten. Außerdem musste noch etwas Platz für das Dessert gelassen werden. Abschließend gab es dann noch ein kleines Feuerwerk und fröhliches Geschenkeauspacken. Ich schenkte Alyson ein Selbstportät von ihr und sie freute sich sehr darüber. Gegen 0 Uhr hieß es dann ab ins Bett, denn am nächsten Tag wollten wir einen „kleinen“ Walk machen. Also ging es ab ins Zelt und schlafen, leider konnten Julia und ich überhaupt nicht gut schlafen, da wir dachten, bei jedem Windstoß würde das Zelt zusammenfallen. Also zogen wir gegen halb zwei Uhr früh um… in Günther! Julia schlief echt gut in Günther, ich leider nicht und zog früh um 7 wieder um ins Zelt.

Gegen 10 Uhr machten wir uns dann zusammen mit ca. 10 Leuten auf dem Weg zur alten Whale Station und zu einem Wasserfall, drei Bays entfernt von uns. Dieser Walk ist einfach zu schaffen, man braucht ca. 1 Std. hin und 1. Std. zurück…. wenn Ebbe ist und man am Strand entlanglaufen kann. Leider war keine Ebbe, sondern Mega-Brandung und ich quälte mich drei steile Hügel hinauf und wieder hinunter, aber der Blick über die Whale-Station-Bay war es auf jedem Fall wert die Hügel hochgekraxelt zu sein. Zurück allerdings hatte ich so meine Probleme, ich hatte zu wenig getrunken und machte am letzten Hügel schlapp, ging aber dann nach ein paar Minuten wieder und wir kamen nach insgesamt fast 4 Std.  wieder gesund (bis auf ein paar Kratzer wegen der komischen Abkürzung durch den Busch/Urwald) an. Ich duschte dann erstmal, denn die Hitze machte mir ebenfalls etwas zu schaffen.

Nach dem Mittagessen machten wir uns dann auf dem Weg zurück nach Auckland, als dritten Passagier nahmen wir noch Akari mit und gegen 7 waren wir back in bloody Auckland.

Die Elliott Bay war einer der schönsten Plätze auf der Nordinsel, an denen ich je war und erreicht in meiner Schönste-Plätze-in-NZ-Liste im Moment Platz 1. Ich habe schätzungsweise 300 Photos geschossen. 20 davon könnt ihr auf meiner Bilderpage anschaun, viel Spaß dabei.

Wie es mit mir weitergeht…

Ja, auch diese Frage wird mir häufiger gestellt, vor allem, da mein Vertrag mit Maui Ende März endet. Meine Freelancertätigkeit hat sich leider nicht so entwickelt wie ich dachte und bringt auf keinen Fall so viel Geld, dass ich davon leben könnte. Also starte ich jetzt diese Woche eine neue Bewerbungsaktion, habe ich mich aber schon entschlossen Auckland den Rücken zu kehren. Maui hat mir das Angebot gemacht, den Winter über in Queenstown zu arbeiten und ich habe dieses Angebot erst einmal angenommen. Ich werde im April, falls sich nichts anderes ergibt, Richtung Süden reisen und dann auf die Südinsel übersetzen und dann… wer weiß, in Queenstown werden zur Zeit drei Hollywoodproduktionen gedreht, vielleicht suchen die ja Leute…. who knows….

In diesem Sinne, macht es gut, bye and Cya

Katrin

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Gestern war es soweit: Meine erste Extremsportart meines jetzigen NZ-Aufenthalts stand an: Angie und ich wollten uns rund 35 Meter in die Ruakuri-Höhle bei Waitomo abseilen lassen, dann 5 Meter von einem Kliff in einem unterirdischen Fluss springen, und dann am Ende noch nen Wasserfall hochklettern. Tja, da hatten wir uns viel vorgenommen, vor allem, da weder Angie noch ich gut durchtrainierte Extremsportler sind, sondern eher extreme Verrenkungen machen, um an die Chipstüte vor dem Fernseher ranzukommen. Naja, egal, auf dem Flyer stand, moderate Fitness und das ist kein Problem für uns… dachten wir!

Also, fuhren wir gegen 8 nach Waitomo los, ich war ja schon um Weihnachten bei den Waitomo-Caves und habe dort eine der „langweiligeren“ Höhlenbesichtigungen gemacht. Jetzt, wie gesagt, die etwas extremere Tour! Wir kamen gegen 11 an und hatten bis zum Beginn von der „The Abyss“-Tour (auf deutsch: der Abgrund) noch etwas Zeit. Maui sei Dank konnten wir die Tour umsonst machen, ansonsten hätten wir rund 200 Dollar auf dem Tisch legen müssen. Inzwischen hatten wir auch etwas genauere Informationen, was uns heute auf der rund 5-Stunden langen Tour bevorstand und langsam waren wir etwas aufgeregt und ich hatte schon etwas Bauchweh!

Gegen 13 Uhr bekamen wir dann unsere Einweisung, wir zogen unsere megasexy Wetsuits an, ich sah aus wie ne Würzburger Bratwurst! Wir bekamen Helme mit Lampen, Stiefel, und unsere Gurte für das Abseiling! Dann wurde unsere Gruppe (ein Paar aus Norwegen, 1 Engländer und wir) in einen Van gepackt und ab gings zur Höhle! Naja fast, zuvor durften wir noch an einem Hügel üben, wie das mit dem Abseilen denn so funktioniert. Ich hatte mir auch jede kleine Einzelheit gemerkt, denn wie unser Guide Hamish uns erklärte: „Lern das oder du bist tot, haha“, wie überaus witzig! Hab ihn dann noch gefragt, wie das Unfällen in den letzten Jahren war! Er meinte nur, nö nix mit Unfällen! Ich glaubte ihm aber nicht!

Dann wurde es langsam ernst, Hamish führte uns zum Eingang der Höhle, leider war das kein Eingang, sondern ein 35 Meter tiefes Loch! Himmel, Maria und Josef, dachte ich mir, was mache ich da nur für nen Scheiß! Aber es gab kein zurück mehr! Angie verschwand schon in der Höhle und ich war an der Reihe, kurz vor dem Abseilen wurden noch Fotos gemacht, ja ja da lachte ich noch! Dann gings los mit dem Abseilen, ich sollte die rechte Hand mit dem Seil immer hinter mir lassen und mich langsam abseilen (würde auch schneller gehen, aber ich wollte nichts riskieren!). Hmmm, irgendwie wurde daraus nix, das Loch wurde immer enger und ich konnte das Seil nicht mehr hinter mir führen, einmal steckte ich mit meinem Hintern fest, scheiße dachte ich da, und schrie wie eine Blöde auf englisch rum. „I stack in the hole, f*cking bullshit!“ Naja, nach ca. 15 Sekunden Panik, versuchte ich wieder mein Erlerntes in den Kopf zu bekommen und begann mich weiter abzuseilen.

Da es unter mir zappenduster war, hatte ich keine Ahnung wie weit es noch zum Boden war, na ganz toll, ich hörte Angies Stimme von unten und den Guide, aber keiner wollte meine Frage, wie weit es noch war, beantworten. Nach schrecklichen 2 Minuten erreichte ich dann endlich den Boden und wollte wie der gute alte Papst den Boden küssen, so froh war ich! Aber Schlussendlich, geil war es trotzdem, das Adrenalin schoss mir nur so durch die Eingeweide. Der Guide meinte nur, das Schlimmste hätte ich überstanden! Haha, da hatte ich ihn noch ernst genommen, immer diese Kiwis mit ihren Scherzchen!

Wir begannen also dann unsere Erkundungstour durch die Höhle, Hamish hatte noch einen Partner mit dabei und wir fragten uns schon, warum wir unser Sicherheitsgeschirr noch tragen mussten, auf einmal stoppte der andere Guide und meinte: Wir machen jetzt einen Flying Fox rund 7 Meter über nen Abrund! Ja, ganz toll! Das stand nirgendwo in dem Flyer! Angie war unglücklicherweise die Erste, die runter musste, sie sträubte sich vehement, wurde aber dann doch überzeugt, an einem Stahlseil entlang mit nem Karabinerhaken gesichert, runterzu“fliegen“. Ich war an der Reihe und fands einfach nur geil, vor allem, da wir das in absoluter Dunkelheit machten! In absoluter Dunkelheit? Nein! Abermillionen von Glühwürmchen erleuchteten die Höhle!

Nächster Programmpunkt war erstmal, etwas Warmes in den Bauch zu bekommen. Es gab Kaffee und Cookies und wir saßen an einem 5 Meter tiefen Abgrund, unter uns floß ein unterirdischer Fluß und als ich da Schwimmreifen liegen sah, dachte ich mir schon, dass wir da noch runterspringen mussten. Und so war es dann auch, wir sollten uns die Reifen unter den Hintern klemmen und einfach runterspringen. Ich wollte erst nicht, fragte nach einem anderen Weg, der Guide meinte, nö, es gibt keinen anderen Weg und sagte auch, einfach nicht drüber nachdenken, also sprang ich… in den saukalten Fluß mit meiner Brille (festgebunden an meinem Kopf) und es war einfach nur kaaaaaaalt, aber auch cool! Angie sprang nicht, sondern wurde über den ANDEREN WEG nach unten geführt, inzwischen glaubte ich den Guide kein einziges Wort mehr, von wegen das Schlimmste überstanden, bla, bla!

Das sogenannte Black Water Rafting war richtig cool war aber, meiner Meinung nach, etwas zu kurz, wir trieben auf einem unterirdischen Fluß und sahen Glühwürmchen überall und bekamen viel über diese Tierchen erklärt!

Dann haben wir unsere Reifen wieder abgegeben und die anstrengende Höhlenwanderung begann, wir liefen teilweise hüfthoch durch den Fluß im Halbdunkel und ich hatte etwas Schwierigkeiten, da man den Grund des Wassers nicht sehen konnte und nicht schon wieder umknicken und meinen Knöchel verstauchen wollte. Diese Wanderung war sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Wir mussten auch durch kleine Durchgänge uns durchrobben und einmal sogar untendurch schwimmen. Gott sei Dank, hatte ich nur ein oder zweimal ein klaustrophisches Gefühl und glaubte keine Luft zu bekommen. Und einmal war die Gruppe auf einmal weg, aber nach einer Minute rufen, war Hamish wieder da!

Die letzte Station sollte eine Erkletterung eines Wasserfalls sein, als ich den Wasserfall jedoch sah, fiel mir spontan nur ein Wort ein. NEIN!!! Gott sei Dank gab es noch einen Ersatzweg und auch Angie gesellte sich zu mir! Wenn der Wasserfall am Anfang gewesen wäre, wäre ich sicher da hoch, aber jetzt nach 4 Std. in der Höhle hatte ich einfach keine Kraft mehr. Also, warteten Angela und ich auf den Rest der Gruppe vor einem kleinen Höhlenausgang. Ich glaube, da wäre ich eh net durchgekommen.

Gegen 17.30 fuhren wir zurück und ich nahm erstmal ne heiße Dusche und zog meinen Wetsuit aus, der mich ca. 5 kg leichter machte.

Im Großen und Ganzen würde ich diese Tour jederzeit wieder machen, es war sehr sehr anstrengend und heute hab ich tierisch Muskelkater von dieser Aktion, aber es war auf jedem Fall klasse, eine Erfahrung fürs Leben, eine Austestung meiner Grenzen und vorallem MEGACOOL! In diesem Sinne, wollen Angie und ich in zwei Wochen wieder was Neues und Extremes anstellen, mehr dazu in einem der nächsten Einträge!

Bilder sind online! Bye bye eure Höhlenforscherin

Katrin

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Ja, ja, es war dieses Wochenende mal wieder Zeit für eine weitere Flucht aus Auckland um sich mal wieder als Tourist zu fühlen, anstatt Touristen Campervans zu präsentieren.

Nach einer sehr anstrengenden 44 Std. Woche meinerseits war klar, dass Julia und ich das Wochenende definitiv zur Erholung nutzen wollten. Als Ziel diesmal hatten wir uns Tauranga an der Bay of Plenty ausgesucht. Dort wollten wir auch das berühmte Delphinschwimmen machen und den Mt. Maunganui besteigen.

Leider machte uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Schon die Wettervorhersage am Freitag abend verhieß nichts Gutes, obwohl der Freitag ein ganz wunderbarer Sommertag war mit Temperaturen rund um 26 Grad. Samstag morgen weckte uns dann Sturm und Starkregen auf und entschlossen uns trotz des beschissenen Wetter loszufahren. Allerdings kehrten wir ab der Coromandel wieder um, da das Wetter immer schlimmer wurde. Gegen 16 Uhr erreichten dann wieder Auckland und ich war froh, dass Günni uns wieder heil zurück gebracht hatte. Zu Hause erfuhren wir dann, dass unsere Hostelbetten gar nicht reserviert waren und das Delphin schwimmen bei diesen Wetterverhältnissen gar nicht statt fand.

Aber so schnell wollten wir unseren Erholungstrip nicht aufgeben, deshalb entschlossen wir uns am Sonntag nach Raglan an die Westküste der Nordinsel in der Nähe von Hamilton zu fahren, denn dort wurde gutes Wetter vorhergesagt. Und so war es dann auch! Raglan ist ein kleines nettes Städtchen und ist für eines weltweit berühmt: Für eine von links nach rechts laufende Surferwelle. Das ist weltweit einzigartig und zieht natürlich eine Menge heiße, gut gebaute Surfer an. Und rein zufällig war heute auch noch ein internationaler Surferwettkampf an der May Bay, wo natürlich lauter nett anzuschauende Surfer-Dudes rumliefen und das auch noch beim allerschönsten Sonnenschein. Wir genossen die Zeit am Meer und schauten stundenlang den Wellenreitern zu.

Whale Bay, Raglan

Zum guten Schluss fuhren noch zu den Bridal Veil Falls und sahen einen der schönsten Wasserfälle auf der Nordinsel.

Und am nächsten Dienstag steht dann meine erste Extremsportart in Neuseeland an: Angie (arbeitet auch bei Maui) und ich werden nach Waitomo fahren und uns 50 Meter in eine Höhle abseilen lassen und danach Black Water Rafting machen und das Ganze für umsonst, da wir bei Maui arbeiten, das wird bestimmt klasse!

Tja, und jetzt sitze ich verdammt müde hier auf der Couch, genieße meinen kalten Drink, kraule unsere süße Katze „Dottie“ und lege entspannt die Beine hoch. Ja, das habe ich mir verdient, nach der ganzen Schufterei in der letzten Woche. Seit ein paar Tagen bin ich jetzt auch stolze Besitzerin eines Laptops und stehe jetzt auch für Skype-Sessions zur Verfügung. Jetzt beginnt auch wieder die erneute Jobsuche, denn mein Vertrag mit Maui endet Ende des Monats. Für mich steht so gut wie fest, dass ich nach Wellington gehen werde. Und werde mich jetzt auch verstärkt nach Wellywood bewerben.

Mehr zu meinen nächsten Plänen in einen der nächsten Einträge, machts alle gut, hab euch alle lieb

Katrin

Bilder von Raglan sind online

P.S. Leider ist das Fress-Paket immer noch nicht angekommen, wenn es diese Woche nicht kommt, muss Mama wohl mal einen Nachforschungsantrag bei der Post stellen

@Bettina: Hast du und Tobi schon nähere Pläne für euren NZ-Aufenthalt?

@Carmen: Hast du Lust auf drei Wochen Australien im August?

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Ja, kaum zu glauben, aber wahr, es ist schon wieder OSCAR-Zeit und ich hab auch noch frei!

Doch diesmal ist alles ein bißchen anders als die letzten 12 Jahre. Ich muss nicht das ganze Wochenende vorschlafen, um mir den Wecker um 1 Uhr nachts zu stellen um dann schlaftrunken zum Wohnzimmer zu trotten und mich mit Kaffee bis früh um 6 wach zu halten. Nee, nee, dank Zeitverschiebung kann ich mir die OSCARS heute gemütlich auf der Couch um 14 Uhr anschauen. Denn L.A. ist 21 Stunden hinter uns, was ziemlich komisch ist, wenn man sichs mal genauer überlegt. Naja, wenigstens ist heute nix mit Kaffee und dicker Decke einmummeln.

Nach zwei stürmischen Regentagen ist in Auckland wieder allerschönstes Wetter mit rund 27 Grad, Sonne, die Grillen zirpen und das heißt, dass ich mich mit nem gekühlten Drink vor dem Computer setzen werde. Ja, ihr lest richtig, vor dem COMPUTER! Es gibt noch Länder auf der Welt, wie zum Beispiel Neuseeland, die die Oscarverleihung nicht live übertragen und ich mich die letzten Tage auf der Suche nach einem brauchbaren Internet Live-Stream befand. Den habe ich, Gott sei Dank, gefunden und kann also heute live mitfiebern.

Die Filme, die dieses Jahr nominiert sind, finde ich ganz gut. Leider konnte ich bis jetzt noch nicht alle nominierten Filme schauen. Ich war letzte Woche in Sweeney Todd, und ich drücke wirklich ganz fest Johnny Depp die Daumen, dass er diesmal den Oscar gewinnt. Aber ich wünsche es natürlich auch den Clooney George. Michael Clayton bekomme ich wahrscheinlich gebrannt, kann seine schauspielerische Leistung noch nicht beurteilen. „There will be blood“ soll auch ganz gut sein, da werde ich wahrscheinlich nächste oder übernächste Woche mal reingehen. Aber ich hoffe, dass dieses Jahr die Oscars besser werden als letztes Jahr, aber bei der Moderation von John Steward kann es gar nicht sooo schlecht werden.

Da wir schon beim Thema Film und Fernsehen sind, hier ein kleiner Exkurs über das neuseeländische Fernsehprogramm (alle, die sich für Fernsehen, Serien nicht interessieren brauchen nicht weiterlesen *g*):

Im Moment empfange ich hier vier Programme: TV ONE, TV TWO, TV 3 und C4. 1, 2 und 3 kann man mit unserem ARD, ZDF und Drittes etwas vergleichen, allerdings mit den Serien von ProSieben und RTL. C4 ist so eine Art abgespecktes MTV, aber sie bringen mehr Musicclips als unser so tolles MTV Deutschland. Das Programm hier ist nicht sehr neuseeländisch geprägt, es laufen eigentlich die gleichen Sachen wie auch in Deutschland. Das einzige, was hier produziert wird, sind die Nachrichten und ein zwei gute Report-oder Dokuformate (ähnlich wie SpiegelTV, manchmal wie Explosiv). Der Rest ist alles eingekauft vom großen Bruder UK, bloody Australia oder von den Amis.

Also, ich schaue im Moment auch die Superstars, aber „American Idol“. Serien wie Greys, Lost, Desperate Housewives, PrisonBreak läuft hier schon, aber wie ich gelesen habe, bei euch ja auch schon. Dann gibt´s hier eine NZ-produzierte Serie „Outreagous Fortune“, wirklich sehr zu empfehlen, super Schauspieler, hat ein bißchen was von Sopranos, hoffentlich kauft VOX die Serie ein. Und hier laufen Serien, die Deutschland noch nicht gestartet sind wie „My name is Earl“, „Californication“ (superwitzig), „Pushing Daisies“, „Dirty Sexy Money“ usw. Der einzige groooße Nachteil ist, dass in einer Stunde rund 5 Werbeunterbrechungen sind und das nervt ziemlich. Inzwischen veranstalten Julia und ich schon das Werbejingle-Quiz. Weird!!!

Wahrscheinlich denkt ihr euch jetzt, Katrin lebt hier in Neuseeland, warum schaut sie sich nicht Farnbäume oder Kiwifrüchte an anstatt Fernsehen. Naja, von Auckland habe ich mich im Moment satt gesehen und nach 10einhalb Std. arbeiten, möchte man auch seine Ruhe haben.

So, apropos werde jetzt mal einkaufen fahren und mir ein paar leckere Sachen für heute nachmittag besorgen, macht es alle gut in der alten Heimat.

Bye and Cheers

Katrin

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Nach 8 Tagen Schufterei wurde es mal wieder Zeit für meine fünf freien Tage. Und das heißt gewöhnlich reisen.

Diesmal führte uns unsere Reise nach Rotorua. Die Stadt, die extrem nach faulen Eiern und Schwefel stinkt. Grund dafür, Rotorua liegt in einem der aktivsten Vulkangebiete der Erde. Da wird man schonmal im Stadtpark von stinkigen Schlammlöchern überrascht oder wundert sich, warum man hier keinen Dampfkochtopf kaufen kann (braucht man nicht, hier hat man seinen Kochtopf praktisch, wenn man ein bißchen in der Erde gräbt).

Naja, in jedem Fall wimmelt es in Rotorua nur so von Touristen und besonders von Deutschen. Und natürlich begegnet man auch zahlreichen Maui und Britzcampern und muss sich vor manchen unangenehmen Kunden letzter Woche verstecken (passierte, Gott sei Dank nicht).

Aber zuerst alles von vorne. Wir brachen am frühen Samstagmorgen gegen 8 zu unserer dreieinhalbstündigen Fahrt mit Günther nach Rotorua auf. Wir waren trotz der frühen Uhrzeit sehr gut drauf. Überhaupt hatten wir für Rotorua einen engen Zeitplan und hofften, dass wir alles auch zeitlich unterbringen konnten.

Gegen 11 Uhr erreichten wir unser Hostel das „Funky Green Voyager Backpacker“, welches eine deutsche Besitzerin hat. Ich war schon 3 Jahre zuvor in dem Hostel und ich fand es damals schon echt gemütlich. Die Besitzerin kannte mich sogar noch. Also, für eine Nacht sollte es uns beherbergen.

Gleich nach dem Einchecken reservierten wir für den Abend zwei Plätze für das Hangi, ein traditionelles Essen der Maori mit Konzert im Mitai-Marae (gesprochen Marei) Village. Danach gings mangels Zeit und Alternativen zum Burger King und dann startete unser Mammutprogramm. Da es um Rotorua sehr viele Thermalparks mit Geysiren, heißen Quellen und Schlammlöchern gibt, hatten wir die Qual der Wahl. Da ich schon in zwei Parks vor drei Jahren war, entschieden wir uns für das Waimangu Volcanic Valley, rund 30 km südlich von Rotorua.

Das Wetter versprach allerdings uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Zwar wurde für Samstag Regen vorhergesagt, aber auf die Vorhersagen kannste hier auf deutsch gesagt scheißen! Naja, auf jedem erreichten wir das Waimangu Tal im strömenden Regen, nach 5 Minuten im Auto entschieden Julia und ich, dass wir uns unsere Regenjacken überwerfen werden und einfach mal loslaufen. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, kam die Sonne schon wieder raus und wir begannen den rund 4.5 km Weg durch das Tal bis zum Lake Rotomanaha (oder so ähnlich) zu laufen. Nach 10 Minuten war es schon wieder so heiß, dass wir unsere Jacken auszogen und Sonnenmilch auftragen mussten. Wir sahen, sehr viele heiße Quellen, hellblaue und grüne Seen, kleine Geysire und Sinterterassen. Am Ende des Tals wartete dann der Shuttlebus für die Rückfahrt zum Eingang auf uns.

Tja, das war aber noch nicht alles für den Tag. Ich hatte einen Geheimtipp bekommen, wo man in der Nähe umsonst in einem heißen Bach baden konnte. Also zog ich meinen Badeanzug im Klo von Waimangu an und wir fuhren dann zum Kerosene Creek über rund 2 bis 3 km Schotterpiste. Günther hatte mit seinem neuen Stoßdämpfer die Fahrt gut überstanden. Zuerst parkten wir Günni, dann führte ein kleiner Pfad zum Bach, wo wir schon prompt ein paar Backpacker trafen. Schließlich kamen wir zu einem kleinen Wasserfall, wo wir dann ins rund 35 bis 40 Grad heiße Wasser stiegen. Es war herrlich!

Abends um 17.45 (oder ne halbe Stunde später) brachte uns ein Shuttlebus ins Mitai-Marae, wo wir unseren Maoriabend hatten. Die Maorikrieger, alle fast nackt, bis auf einem Lendenschurz, tanzten verschiedene Tänze ihrer Kultur und anschließend hatten wir dann das Hangi. Es war alles schon sehr touristisch, denn wir waren nicht die einzigen Gäste: rund 200 andere Touris hatten diesselbe Idee wie wir und so sahen wir das Konzert auf einer großen Bühne. Aber wat soll´s, ist halt Rotorua, ne?

Danach gings dann mit dem Bus zurück ins Hostel. Heute am Sonntag waren wir dann in Rotorua selbst unterwegs. Wir waren im Kuirau-Park, den Stadtpark von Rotorua, am Lake Rotorua und Souvenirshoppen. Als letzter Punkt unseres Trips, standen die Seen Green Lake, Blue Lake, Lake Tarawera und Lake Okareka auf dem Plan. Wir verbrachten den Nachmittag am Lake Okareka mit Frauenzeitschriften lesen und ich konnte es mal wieder nicht lassen und bin in den eiskalten See einfach reingesprungen.

So, diesmal mal wieder ein Reisebericht, in zwei Wochen gehts dann nach Whakatane, mehr wird noch nicht verraten. Surprise, surprise, was Julia und ich da anstellen?!

Cya, Cheers and Bye

eure Globetrotterin

Katrin

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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