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Archive for the ‘Kanada’ Category

Harter Schritt…

Hallöchen!

Wie versprochen gibt es wieder einmal ein paar Neuigkeiten. Ich komme nach Deutschland! Und wer hätte das gedacht, schon in 11 Tagen bin ich zu Hause. Ich komme gerade vom Flughafen zurück, wo ich eine nette Frau von der British Airways traf, die glücklicherweise einen Rückflug für mich finden konnte. Ich musste nur die Umbuchungsgebühr zahlen und keinen Aufpreis. Leider gab es keinen Flug mehr direkt an Weihnachten, ABER ich werde am 26. Dezember abends Vancouver verlassen und am 27. Dezember gegen 15.30 Uhr in Frankfurt sein.

So, das wars mal wieder, werde die letzten Tage hier noch einmal genießen

Merry X-Mas

Katrin

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ALOHA!!!

Hallöle, wieder mal etwas Neues aus dem kalten Kanada. Da sitze ich hier in meinem Zimmer und draußen geht wieder einmal die Welt unter, sprich es regnet.

Ich habe Euch versprochen, ich werde mich melden, wenn es etwas Neues gibt und in der Tat, wie die Überschrift es verrät, es gibt etwas zu berichten. Nach gut 4 Wochen Jobsuche und immer noch keinen nennenswerten Resultaten, habe ich beschlossen, Urlaub zu machen. Im Nachhinein hätte ich das schon Ende Oktober machen sollen, aber man will ja für den Arbeitsmarkt verfügbar sein. Jetzt ist es mir auf gut Deutsch schnurz. Ich will und brauche Urlaub. Eine harte Sommersaison liegt hinter mir und ich will mich belohnen. Und ich erfülle mir einen Lebenstraum von mir. Es geht ab dem 24. November nach HAWAII.

Ja, ihr hört richtig. Viele von Euch zu Hause lag ich damit schon in den Ohren, irgendwann mal nach Hawaii zu fliegen. Tja, die Flüge sind im Moment recht günstig, das Wetter ist in Vancouver beschissen, also ab in die Sonne. Also nächsten Mittwoch geht es mit dem Flieger nach Honolulu, dort bleibe ich 3,4 Tage und dann geht mit einem kurzen Inlandsflug nach Big Island zu den Vulkanen und von dort wieder nach Hause. Meinen Geburtstag verbringe ich dadurch wieder einmal in der Sonne.

Tja und was danach passiert? Ich werde diese Tage mit der British Airways telefonieren und meinen Heimflug nach Frankfurt für Mitte Dezember arrangieren. Deutschland hat mich wieder… zumindest für eine Weile…

So, das war es soweit mit den News

in diesem Sinne ALOHA

Katrin

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Ja, ja die Zeit vergeht, heute vor 3 Jahren habe ich Deutschland verlassen und reise (und arbeite) in der Welt herum.  Mit der 3 monatigen Unterbrechung in Deutschland im Frühjahr dieses Jahres. Nein, ich bereue es immer noch nicht. Allerdings wird es für mich jetzt langsam Zeit sesshaft zu werden. Ganz ehrlich, Backpackerhostels mit Mehrbettzimmern kann ich nicht mehr ertragen, das ständige Suchen nach neuen Jobs und neuer Freunde nervt mich langsam. Es wird Zeit, dass Frau S. mal länger, wo bleibt. Tja, das habe ich auch schon seit längerem vor, leider macht mir da die Immigration von Neuseeland und Australien einen Strich durch die Rechnung.

Deshalb arbeite ich gerade verstärkt daran, zusätzliche Arbeitserfahrung für eine erfolgreiche Beantragung eines Visas zu bekommen. Beziehungsweise spiele ich mit dem Gedanken noch ein weiterbildendes Studium zu machen. Alles wird jetzt ausgerichtet auf die Immigration. Hop oder Top. Man soll seinem Traum doch folgen, oder? Und dort leben, wo man glücklich ist. Ich habe gerade massives Heimweh nach Down Under, gerade beginnt da unten der Sommer, und es ist das erste Mal seit 3 Jahren, dass ich keinen Sommer im Winter habe.

Jetzt zu meiner Situation hier: Mein Vertrag mit CanaDream ist beendet und ich bin jetzt offiziell auf Jobsuche… überall, weltweit sozusagen. Kanada, UK, Deutschland, Schweiz, NZ und Australien. Mal gucken, was sich in den nächsten Wochen so ergibt. Ich erwäge eventuell noch in diesem Jahr zurück nach Deutschland zu kommen, hängt ganz von den Jobangeboten ab.

Letzte Woche war ich übrigens noch einmal auf Reisen. Ich machte einen Transfer nach Calgary und reiste durch die kalten Rockies. Viele der Touristenattraktionen und Campingplätze waren schon geschlossen und auf einem der Pässe lag sogar schon Schnee. Da ich nur einen Ford Pick-Up fuhr, stellte mir die Firma ein Motelzimmer mit Heizung, was ich natürlich dankbar annahm.

In Calgary angekommen, konnte ich mich dort von meinen Kollegen verabschieden und ich konnte mir für einen Tag einen kleineren Campervan ohne Wasser (sonst würden die Leitungen einfrieren) ausleihen. Ich hatte vor den Dinosaurier Trail in Drumheller zu besuchen, ca. 150 km nordöstlich von Calgary. Das Wetter zeigte sich von seiner Sonnenseite und so brach ich am späten Nachmittag auf. Der Highway 9 war eine einzige Katastrophe bzw. eine einzige große Baustelle und ich saute den Camper so richtig ein. Tja, Schotterpiste mit Wasser bespritzt (von Tankwagen) = Schlammpiste. Der einzige Campingplatz in Drumheller, der noch offen hatte, war ein einfacher Stellplatz mit Strom (sehr wichtig für die Heizung) und Plumpsklo (Problem: konnte ja meine Toilette im Camper nicht benutzen). Also richtete ich mich gemütlich ein, aß mein Mikrowellenessen und besuchte das Plumpsklo mit meinem Leucht-Handy. Das war ganz schön spooky mitten in der Nacht im Wald, die Blätter rascheln. Habe aber noch nie von Bären in der Prärie gehört… höchstens Kojoten. Die Heizung rettete mir das Leben, denn nachts gingen die Temperaturen auf -5 Grad runter.

Am nächsten Tag ging es dann auf Entdeckungstour. Das Drumheller-Valley ist weltberühmt als Fundstätte von Dinosaurierskeletten. In der Urzeit war Drumheller ein riesiger Sumpf, und als vor 65 Mio. ein Meteorit auf die Erde plumpste, starben viele Dinosaurier eben in dieser Gegend des Red Deer River. Mein erster Stop am frostigen Morgen waren die Hoodoos, seltsam geformte Sandsteinfelsen, außerhalb von Drumheller, danach ging es in die Stadt zum größten Dinosaurier der Welt: ein riesiger T-Rex aus Plastik ziert die örtliche Touristeninformation. Dort holte ich mir ein Karten und fuhr den insgesamt 48 km langen Dinosaurier-Trail entlang. Nächster Stop war dann das Royal Tyrell Museum, wo zahlreiche Dino-Skelette ausgestellt waren, wirklich ein tolles Museum, sehr zu empfehlen. Weiter gings durch die „Badlands“ wie das Red Deer River Valley noch genannt wird, wegen den seltsamen Gesteinsformationen. Die Aussichtspunkte waren sehr gut ausgeschildert und so verbrachte ich noch etwas Zeit in dieser netten Umgebung. Echt merkwürdige Lage, erst fährt man 100 km nur durch die Prärie, alles ist platt, Weizenfelder kilometer lang und schwupps auf einmal fährt man einen steilen Berg runter und ist in einer völlig anderen Landschaft.

Das meiste Geschäft wird in Drumheller übrigens mit Öl gemacht, auf meinem Weg habe ich Dutzende Fördertürme gesehen. Tja, dann gings wieder zurück nach Calgary und gegen 4.30 Uhr dann zum Flughafen.

So, das war´s mal wieder, ich halte euch in Sachen Jobsuche auf dem Laufenden

Grüßle Katrin

P.S. Fotos wie immer bei Picasa 😉

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is tatsächlich ziemlich golden. Ich wurde hier in Vancouver schon vorgewarnt, dass es im Herbst meistens nass und kalt ist. 3, 4 Wochen mit Regen, das wäre das Standardwetter im Oktober. Naja, ganz ehrlich hab ich noch nicht allzu viel davon gesehen. Ganz im Gegenteil in den letzten Tagen schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel, natürlich sind die Temperaturen etwas niedrig: 11 bis 13 Grad, aber man hat ja auch Winterkleidung, ne?

Also dann will ich mal so ein bisschen erzählen, was ich die letzten Wochen so gemacht habe. Letzten Samstag besuchten ein paar Arbeitskollegen und ich das Vancouver-Oktoberfest und dort ging es ehrlich gesagt genauso zu wie in München. Viele Prosits, schönstes Dirndl-Wahl, Maßkrug-Wettstemmen und gutes deutsches Essen und BIER. Ja, es war ziemlich feucht fröhlich.

Am darauffolgenden Sonntag wurde erstmal ausgeschlafen und dann machten Franzi und ich uns auf zu einem Kürbisfeld im Süden, das wir jeden Tag nach der Arbeit vom Auto aus sahen und das wir fotografieren wollten. Was wir nicht wussten, dass dieses Kürbisfeld zu einem „Pumpkin Patch“ gehörte, das ist eine Art Themenpark für Halloween, um sich einen Kürbis auszusuchen. Ein großer Spaß natürlich für die Kinder, noch dazu gibt es einen Streichelzoo und Planwagenfahrten mit Gitarre. Ich fand´s ja ganz nett, aber persönlich kann ich mit Halloween nicht wirklich etwas anfangen.

Anschließend und da wir ehe schon in der Gegend waren, machten wir einen Abstecher nach White Rock. Dieses Örtchen am Pazifik liegt direkt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten und hat eine schöne Strandpromenade mit Pier und einen weißen Fels (daher White Rock). Wirklich ein schönes Fleckchen. Und keine Sorge, in die Staaten bin ich (noch nicht) angereist.

Montag war dann „Thanksgiving“ (Erntedank), dass hier und in den Staaten ein Feiertag ist. Übrigens ein ursprünglich indianischer Feiertag, stammt noch aus der Gründerzeit, als bei einer Miss-Ernte die Indianer mit den weißen Siedler das Essen teilten. Frühmorgens trafen Franzi und ich uns in der Stadt, da wir frühstücken gehen wollten…. in schwindelnder Höhe. Das Empire Landmark Hotel bieten ein Drehrestaurant auf dem Dach und so brachte ich natürlich auch meine Kamera mit.

Naja und dann startete meine letzte Arbeitswoche, die ich am Freitag beendete. Traurig bin ich natürlich schon und auch ein bißchen besorgt, da sich bei der Jobsuche noch gar nichts ergeben hat. Ich weiß nicht, was ich falsch mache. Kanadier sind einfach nicht mitteilungsfreudig, man bekommt nämlich überhaupt keine Resonanz und auch keine Absage. Das frustriert mich ein bißchen und ehrlicherweise hab ich auch schon überlegt, mich in Deutschland zu bewerben. Australien und Neuseeland kann ich wohl erstmal abschreiben, dort tut sich auch überhaupt nichts, kein Sponsorship, kein gar Nichts. Es ist einfach sehr schwer für mich im Moment.

Übrigens komme ich gerade zurück von unserem Campingtrip mit der Firma, wir waren letzte Nacht am Vedder River, Nähe Chilliwack und probierten unsere 2010er Camper mal selbst aus, war ganz gemütlich und das Barbeque und Frühstück war sehr lecker. Ich hatte noch einmal die Gelegenheit mich von allen meinen Kollegen zu verabschieden und morgen werde ich noch einen kleinen Trip nach Calgary machen, sowas nennt sich Transfer und ich verdiene noch etwas Geld dazu.

Also, ihr könnt mir mal gerne eure Meinung mitteilen, was meine nächste Destination sein sollte. Ich kann ein paar aufmunternde Worte gebrauchen.

Liebe Grüße

Katrin

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Mann oh Mann, seit 4 Wochen habe ich schon wieder keinen Eintrag geschrieben, ich bin echt schreibfaul geworden. Nicht weil es nichts berichten gäbe, in den letzten Wochen habe ich echt viel erlebt, das wird wohl echt die Faulheit sein, sorry. Ich gelobe Besserung.

Tja, wie die Überschrift schon verrät, war ich letzte Woche auf einem kleinen Kurztrip zum Adams River, das ist in der Nähe von Kamloops rund 400 km nordöstlich von Vancouver. Nur alle vier Jahre kann man die Lachswanderung hier beobachten. Denn dann wandern die Sockeye Lachse über den Fraser und Thompson River zurück zu ihrem Geburtsort am Adams River, um sich dort zu paaren, zu laichen und dann zu sterben. Ich und Franzi, meine Arbeitskollegin wollten diese einmalige Gelegenheit nutzen und machten uns letzten Dienstag auf zum Shuswap Lake.

Das Wetter war ganz hervorragend und sollte auch die nächsten 2 Tage so bleiben. Aufgrunddessen entschieden wir uns auch die landschaftlich schönere Route über den Fraser Canyon zu nehmen. Im August bei meinem Rockies-Trip hatte ich leider keine Zeit diese Strecke zu fahren. Also alles Neuland für mich und auch für Franzi. Die Herbstfarben an den Bäumen waren ganz fantastisch. Bevor wir allerdings Richtung Cache Creek abbogen, besuchten wir die Bridal Veil Falls in der Nähe von Hope, und dann folgten wir praktisch auch dem Weg der Lachse. Der Fraser Canyon ist wirklich sehenswert und so stoppten wir auch ziemlich häufig für Fotos und ließen uns auch viel Zeit.

Gegen 16 erreichten wir dann Kamloops, wo wir auftankten, etwas einkauften und uns einen Kaffee genehmigten. Die restlichen 60 km zu dem kleinen Ort Chase legten wir auch noch schnell zurück und gegen 17 Uhr waren dann am „Jade Mountain Motel“ bei Chase angekommen. Ziemlich müde von der vielen frischen Luft gingen wir sehr zeitig ins Bett.

Der nächste Morgen begann ziemlich früh gegen 7. Nach dem Frühstück fuhren wir dann in den „Roderick Haig-Brown Provincial Park“, in dem der Adams River liegt. Der Fluss fließt vom Adams River in den Shuswap Lake, einer der wohl seltsamsten geformten Seen, den ich je gesehen habe. Wir erreichten den Parkplatz für den „Salmon Run“ gegen 9 Uhr und waren erstaunt, wieviele Parkmöglichkeiten es gab. Laut einer Zeitung werden auch rund 200.000 Leute für die 3 Wochen andauernde Lachswanderung erwartet. Naja, früh um 9 parkten vielleicht insgesamt 10 Autos dort. Konnte uns nur recht sein, dick eingepackt, da es noch ziemlich frisch war am Morgen (5 Grad!) machten wir uns auf zum Fluss und sahen schon die pinkfarbenen Lachse mit dem grünen Kopf.

Wir wurden auch vor dem beißenden Geruch gewarnt, den die toten Lachse erzeugen, wurden aber weitestgehend davon verschont, da wir schon morgens dort waren. Und ich hatte mir einen Schnupfen eingefangen und roch gar nichts. Der Fischgestank wurde lt. Franziska aber schon stärker, kein Wunder, denn an den Flussufern lagen Hunderte von toten Lachsen und verwesten langsam vor sich hin. So wanderten wir gut 3 Stunden durch den Park und schossen wirklich gute Fotos. Wir trafen auch einen Profi-Fotografen und einen japanischen Lachs-Professor aus Japan, der sogar mit den Lachsen tauchen ging. Wir nahmen auch einmal die falsche Abzweigung und mussten uns durch den Busch wieder zurück zum Wanderpfad schlagen. Auch sah man Spuren von Bären: Sorgfältig ausgeweidete Fischkadaver lagen in Flussnähe, da wurde es einem schon mulmig zumute.

Als wir wieder zurück zum Parkplatz kamen, staunten wir nicht schlecht, als wir Hunderte von Touristen sahen und der ganze Parkplatz mit Autos, Wohnmobilen und Schulbussen zugeparkt war. Eine gute Idee von uns schon so früh dagewesen zu sein. Den Nachmittag verbrachten wir dann in Salmon Arm am Shuswap Lake und hatten noch Abendessen in Chase.

Und am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf Richtung Vancouver, je näher wir Vancouver nahmen, desto mehr Wolken kamen auf und obwohl wir bei herrlichen Sonnenschein (mit etwas Frühnebel) und wolkenlosen Himmel starteten, hatte sich dieser in Vancouver wieder hinter dicken Wolken versteckt.

So, das war der erste von 3 Artikeln, die ich in der nächsten Zeit (morgen ist hier Erntedankefest und ich habe frei) schreiben werde.

bis dahin schöne herbstliche Grüße aus Vancouver

Eure Katrin

P.S. Es gibt wieder viele neue Bilder bei Picasa im Adams River-Ordner sowie im Vancouver-Ordner (ganz unten)

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Es herbstet doch sehr….

Hallöle,

wieder mal ein kleines Lebenszeichen von mir. Ja, ich lebe noch und genieße noch die letzten schönen Tage, denn der Herbst ist definitiv da. Schon seit Ende August werden die Tage wieder kürzer und frühs mit dem T-Shirt zur Arbeit zu gehen, ist passé. Wer hätte gedacht, dass Vancouvers Sommer wirklich nur aus 6,7 Wochen schönes, warmes Wetter besteht. Naja, ich mache das Beste daraus.

Da Katja auch nächste Woche das Land verlässt, unternehmen wir noch ziemlich viel zusammen, wer weiß, wann wir uns mal wieder sehen. Sie hat das erreicht, wofür ich noch hart kämpfen muss: ein Workvisa für Neuseeland. Ich hoffe natürlich auch, bald das Land der großen, weißen Wolke wieder zusehen, aber ich hatte in den letzten Wochen zahlreiche Niederlagen einzustecken. Unternehmen, weder in Neuseeland noch in Australien sind nicht daran interessiert, mich zu sponsorn. Aber ich gebe nicht auf!!! Also habe ich mich entschlossen, länger in Kanada zu bleiben. Pünktlich zum Herbstbeginn hat mir Mama auch ein kleines Winterpaket geschickt. Herzlichen Dank dafür.

Ich befinde mich gerade auch auf Jobsuche, denn ein Job für den Winter wäre ja nicht schlecht. Gar nicht einfach, aber ich werde schon fündig werden und halte euch auch auf den Laufenden. Langsam endet unsere Sommersaison auf Arbeit. Trotzdem ist bei uns noch viel los, 50 teilweise 70 pickups am Tag, das hält einen ganz schön auf Trab und macht sehr müde. Abends ist deshalb nicht mehr viel mit mir anzufangen.

Die Wochen nach meinem Rockies-Trip, verbrachte ich größtenteils mit arbeiten und Kurz-Ausflügen. So waren wir wieder einmal in Deep Cove und wollten dort eigentlich Kayakfahren, leider hatten wir nicht daran gedacht, dass noch andere das auch vorhatten, also wurde daraus nichts, stattdessen lagen wir am Strand und genossen das warme Wetter. Auch meine nähere Umgebung wurde erforscht. Ich lebe ja in Burnaby, was einer der größten Stadtteile Vancouvers ist. Deshalb hatte ich es auch noch nicht zum Deer und Burnaby Lake geschafft. Prompt machten wir einen kleinen Sonntagsspaziergang um beide Seen.

Letzten Sonntag ging es dann noch einmal Richtung Horseshoe Bay, genauer gesagt zum Whytecliff Park. Zusammen mit Christian und Jennifer hatten wir ein Picknick am Strand und hauten uns in die Sonne. Katja hatte wie immer einen Sonnenbrand ;). Eine wirklich schöne Gegend da oben in West Vancouver.

Eine Abschlussreise im Camper werde ich wohl auch noch machen, wohin es genau geht, kann ich noch nicht sagen. Entweder hoch in den Yukon oder nach Vancouver Island. Im Moment möchte ich nicht zu viel Geld ausgeben, solange ich noch keinen Job für Mitte Oktober gefunden habe. Aber das wird schon, da bin ich mir ziemlich sicher.

So, das war´s mal wieder mit Neuigkeiten

Ganz liebe Grüße nach Hause

Katrin

P.S.  Die Bilder sind unter „Vancouver and surroundings“ bei Picasa zu finden

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Hallo,

schon wieder ist eine Arbeitswoche vorbei und da ich das Wochenende frei habe, komme ich endlich mal dazu, meinen Reisebericht zu schreiben.

9. August: Aufbruch nach Hope, ca. 150 km

Nach der anstrengenden Arbeit am Montag musste ich noch auf die Mechaniker warten, die meinen SVC (Super Van Conversion Campervan) noch durchcheckten. Dann konnte ich gegen 18 Uhr endlich losfahren. Die erste Strecke ging in das 130 km entfernte Hope am oberen Fraser River. Sich durch den Vancouver Feierabendverkehr zu quälen war dabei das größte Hindernis. Der Trans-Canada-Highway war allerdings staufrei und so kam ich gegen 20 Uhr in Hope an. Ich musste schnell noch zum Supermarkt und übernachtete dann auf der WildRose Campsite. Das Wetter war so lala. Nach Wochen der Hitze, hatte es natürlich rechtzeitig vor meinem Trip angefangen abzukühlen und zu regnen. Allerdings war der Montag regenfrei. Ich hatte anfangs große Bedenken einen so großen Camper alleine zu fahren. Ich hatte niemanden, der beim Rückwärtsfahren schaut, ob ich nicht gegen den Baum donnere. Aber ich dachte mir, ich bin ja tough und in Australien bin ich auch die 6.6 m langen Vans gefahren. Dieser Van war allerdings fast 8 Meter lang! In jedem Fall war der Camper sehr gemütlich, ich baute mein Bett auf, schaute noch einen Film auf dem Laptop und dann hieß es auch schon in die Heia.

10. August: Jede Menge Wasserfälle an einem Tag: Hope – Wells Gray Provincial Park , ca. 350 km

Früh hieß es für mich aus den Federn. Ich wurde sehr argwöhnisch auf dem Campingplatz beäugt. Fanden wohl sehr viele Leute merkwürdig, dass eine Blondine in einem Camper alleine reist. In jedem Fall war gerade eine Reisegruppe aus Alaska auf dem Platz und fragte mich gleich aus, warum, weshalb, wieso. Sehr merkwürdige Leute, diese Alaskaner (???)! Gegen 8 Uhr machte ich mich auf die Socken, Richtung Norden. Mein heutiges Ziel war der Wells Gray Provincial Park, Nähe Clearwater. Das erste Etappenziel hieß aber erstmal Kamloops ca. 200 km nördlich. Ich hatte zwei Routen zur Auswahl über den Fraser Canyon oder über den Coquihalla-Pass. Ich entschied mich für die zweite, schnellere Route. Das Wetter war sehr neblig und regnerisch, ich hätte eh nix im Canyon gesehen. So ging es ständig bergauf und bergab mit nebligen Bergpässen und nervigen Brummifahrern, allerdings auch mit guter Musik aus dem Radio, danke an das Rockradio BC. Gegen 11 Uhr erreichte ich Kamloops, tankte noch einmal auf und es ging auf die letzten gut 140 km nach Clearwater. Das Wetter klarte endlich auf und die Sonne schien, das munterte mich natürlich auf.

Zur Mittagszeit erreichte ich dann Clearwater und bog gleich auf die Straße zum Park ein, am ersten Wasserfall (und davon wird es noch mehr geben heute), den Spahat Falls, machten ich dann auch Mittagspause mit Käseknacker und Brot. Eine bayrische Brotzeit würde ich sagen. Danach ging es dann zu den wunderschönen Wasserfällen, ich war begeistert, ihr wisst ja inzwischen, dass ich Wasserfälle liebe. Geknipst und gefilmt wurde jedenfalls nicht zu knapp. Anschließend ging es weiter zu den Dawson Falls, die mehr wie Mini-Niagarafälle aussahen. Auf dem Weg zu den Helmcken Falls überquerte ich eine ziemlich alte einspurige Holzbrücke und wirklich fantastisch, gelegene Farmhäuser. Bei den Helmcken Falls war dann auch Schluss für mich, die Straße zum Clearwater Lake darf nicht von Campervans befahren werden.

Also machte ich wieder kehrt und nach all den tollen Eindrücken suchte ich  mir noch einen netten Campingplatz in Clearwater und freiem Internet und bearbeitete gleich meine Bilder. Dort lernte ich auch eine nette holländische Familie kennen, die mich ganz spontan zum Abendessen einluden. Tja ganz ehrlich, mein Proviant für die 5 Tage bestand eigentlich nur aus Nudeln und Soße. Daher war ich dankbar für das indonesische Essen, danke an Familie Dekker aus Den Haag! Der Sonnenuntergang war wunderschön und mit der Hoffnung die Sonne würde sich auch morgen wieder zeigen, verschwand ich ins Land der Träume.

11. August: Der Zauber der Rocky Mountains: Clearwater – Jasper Nationalpark, ca. 420 km

Tja Morgenstund hat Gold im Mund, mir war schon im Vorfeld klar, dass ich auf diesem Trip nicht viel Schlaf kriegen würde. Um alles zu sehen, was ich sehen wollte, musste ich verdammt viel fahren, aber ich fahre ja gerne ;)! Wieder gegen 8 ging es los Richtung Jasper Nationalpark, einer der Höhepunkte einer Rocky Mountains-Tour. Und ich bewegte mich langsam auch bergauf, rundherum wurde die Berge immer höher und die Fahrt immer atemberaubender. Erster Höhepunkt war der Mt. Robson plus dazugehörigen Park. Er ist der zweithöchste Berg der kanadischen Rockies und einfach wunderschön, noch dazu war das Wetter fantastisch, was meine Kamera wieder einmal heiß laufen ließ. Kurz nach Mt. Robson begegnete mir auch ein tierisches Highlight. In unmittelbarer Nähe zum Highway fraß sich ein kleiner Schwarzbär durch Beerensträucher. Die Hälfte der Autos und Campervans stoppte natürlich, um eifrig Fotos zu schießen. Weiter ging es dann am tiefblauen Moose Lake vorbei Richtung der Staatengrenze zu Alberta.

Die Rockies liegen im Grenzgebiet zwischen British Columbia und Alberta und die höchste Erhebung ist der Mount Columbia. Danach war es nur noch ein Katzensprung nach Jasper. Dort stoppte ich eigentlich nur für die Tankstelle. Ich wollte mir die Touristenströme nicht antun und fuhr gleich weiter zu meinem nächsten Highlight, dem Maligne Lake. Der Bergsee ist gute 50 km von Jasper entfernt und über eine gut ausgebaute Straße zu erreichen. Dort hatte ich schon eine Bootsfahrt zu „Spirit Island“ vorgebucht. Und diese Tour ist wirklich zu empfehlen. Umgeben von bis zu 3000 m hohen Bergen fährt man gute 10 km auf dem See entlang, bis man am Ende auf 6 Gletscher schauen kann. Dort befindet sich „Spirit Island“, man sagt, dass der Blick von dieser (Halb-)Insel den Geist der Rocky Mountains verkörpert. Atemberaubend schön sag ich nur. Danach ging es dann zum Wabasso-Campingplatz außerhalb von Jasper. Ich hatte dort einige Probleme meinen Camper zwischen zwei Baumstämmen durchzuzwängen, so fuhr ich noch einmal zum Rangerbüro um um eine andere Campsite zu bitten, da passte dann „mein Monster“ auch rein. Ich ging früh zu Bett, denn am nächsten Tag stand der Icefields Parkway auf dem Programm.

12. August: Niemand stoppt mich, kein Regen, kein Hagel, kein Sturm: Jasper – Mosquito Creek, ca. 210 km

Der Morgen begann nicht vielversprechend, dunkle Wolken hingen am Himmel und es nieselte ein bißchen. Aber bitte, ich habe Urlaub und da wird auch gewandert, wenn es regnet, richtig? Erste Station am Morgen, waren die Athabasca Falls, die ich über den alten Icefields Parkway Highway erreichte. Ich sah viele deutsche Touristen, und tatsächlich auch zwei meiner Kunden, die mich Gott sei Dank nicht wieder erkannten. Die Wasserfälle waren schön, aber die im Wells Gray Park waren schöner. Weiter ging es dann über die Gebirgspässe mit fantastischen Blicken auf verschiedene Gletscher auf den Icefields Parkway. Der Highway wurde auch danach benannt, weil man auf dieser Straße erstaunlich viele Gletscher bewundern kann. Gegen Mittag erreichte ich auch den berühmtesten Gletscher: den Athabasca-Gletscher am Mt. Columbia Icefield. Wie am Fox und Franz Josef Gletscher konnte man auch hier Touren auf das Eis machen, ich zog es vor, zur Gletscherzunge zu laufen. Als ich am Eisfeld war und mich umdrehte, sah ich eine massive schwarze Wolkenwand auf mich zukommen. Gerade hatte noch etwas die Sonne geschienen und plötzlich begann es stark an zu regnen, zu hageln und zu schneien. Ich rannte so schnell wie möglich wieder zum Camper und machte erst einmal Brotzeit und wartete ab.

Es goß aus Eimern und mein anfänglicher Optimismus, dass es nur ein kurzes Gewitter war, bestätigte sich leider nicht. Also half alles nichts und ich fuhr weiter, vorbei an den wohl sehenswertesten Teil des Highways und sah gar nichts. Die Berge waren wolkenverhangen, der Regen peitschte gegen die Scheibe, nicht nett. Am Bow Summit, beschloss ich dem Regen zu trotzen. Zog meine Regenjacke an, holte den Regenschirm und marschierte los zum Peyto Lookout, wo man wohl den schönsten Blick über das Bow Valley hat. Naja viel gesehen hab ich nicht, zumindest war der türkisfarbene Peyto Lake zu erkennen. Etwas durchnässt kam ich zurück zum Camper und beschloss, zum nächsten Campingplatz zu fahren und dort abzuwarten. Ich wollte eine Wetterbesserung am nächsten Morgen abwarten und noch einmal zurückfahren. Mein Campingplatz hieß also Mosquito Creek, aber die Moskitos hatten sich alle verkrümelt. Also baute ich gegen 16 Uhr schon mein Bett auf, schmiss die Heizung an und trocknete meine Schuhe. Bezahlt wurde der Campingplatz übrigens mit Bargeldumschlägen, es wurde sich also sehr auf die Camper verlassen, dass sie ehrlich genug waren, zu zahlen. Kurz vor Sonnenuntergang, kam die Sonne dann auch nochmal raus und ich hoffte das Beste für morgen.

13. August: 4 km bergauf? Kein Problem! Mosquito Creek – Banff: ca. 100 km

Aufwacht war ich durch Regengeprassel, nein ,das wollte ich eigentlich nicht hören, aber was soll´s. Dieser Tag war für Wanderungen reserviert und würde das wohl mit Regenjacke tun müssen. Nach dem Frühstück sah es schon etwas freundlicher aus, zumindest waren die Berge ringsum erkennbar. Also ging es rund 20 km auf dem Highway zurück zum Bow Lake, der normal besonders blau aussieht, naja das blau hab ich erkannt, aber keine Sonne, sondern Nieselregen. Ich beschloss also weiter nach Lake Louise zu fahren. Auf dem Weg dorthin habe ich noch zwei Backpackerinnen mitgenommen, eine Irin und eine Deutsche, die in der Bow Lake Lodge arbeiteten. Sehr nette Mädels und eine nette halbe Stunde Unterhaltung für mich.

Nachdem ich die zwei abgesetzt hatte, fuhr ich gleich zum Moraine Lake, dort sollte man am frühen Morgen das beste Fotolicht haben. Gegen 9 war ich dort und das Wetter klarte langsam auf, selbst die Sonne kam raus. Für meine erste Wanderung wollte ich zum 3 km entfernten Eiffel Lake laufen, leider leider durfte ich diese Wanderung wegen Grizzly-Gefahr nicht antreten. Es ist nämlich untersagt, alleine zu laufen, nur Gruppen von 4 oder mehr Personen, blöd. Also lief ich entlang des Sees bis zum Ende und knippste wie eine Blöde. Ein kleines Streifenhörnchen unterhielt mich auch ein bißchen. Und die Lage des Sees ist wirklich atemberaubend schön.

Danach ging es gleich zum Nachbarsee und zum wohl meist fotografierten Bergsee der Welt, dem Lake Louise. Schwärme von Touristen, vor allem Asiaten und Inder schwirrten dort herum. Direkt am See befindet sich auch das Fairmont Lake Louise Hotel, das irgendwie nicht in die Landschaft passt. Da ich immer noch gute Vorsätze für den Tag hatte, dachte ich mir, dass ich endlich meine geplante Wanderung in Angriff nahm. Ich wollte rund 400 Höhenmeter überwinden und hinauf zum Agnes Lake laufen. 4 km nur bergauf, das würde eine Herausforderung werden. Der erste Kilometer war ziemlich anstrengend, da es relativ steil berauf ging, danach ging der Weg in Serpentinen über. Nach etwa 2 Kilometern erreichte ich dann den Mirror Lake und schaute hinauf zu meinem Endziel. Dem „Teahouse“ am Agnes Lake, also hieß es noch einmal 200 Höhenmeter zu überwinden, tschakka. Etwas außer Atem war ich dann endlich da, der wildromantische (:)) Agnes Lake lag zu meinen Füßen und einen Wasserfall gab es auch, ich war happy. Das Einzige, was mich noch glücklicher gemacht hätte, wäre ein Kaiserschmarrn und ein Radler gewesen, aber wir sind hier ja nicht in Österreich, ne?

Nach dem nicht ganz einfachen, verschlammten Abstieg, wartete mein Monster wieder auf mich und es ging nach einem kurzen Zwischenstopp im Lake Louise Village über den Bow Valley Highway nach Banff. Dort hatte ich allerdings nicht viel Zeit, ich besuchte die Bow Falls, fotografierte das weltberühmte  Banff Springs Hotel und vollendete ein 5-Punkt-Wendemanöver mit einem 8 Meter langen Camper auf der Hotelzufahrt (hatte mich verfahren). Danach wollte ich eigentlich zum Campingplatz, fand mich aber in einem über 2 Stunden langen Stau VOR dem Campingplatz wieder. Danken muss ich in diesem Fall dem Alberta-Radiosender „All that rocks“, der meine komplette Rock-Mp3-Sammlung geklaut hat und im Radio spielte. Mit lauter Rockmusik, mit denen ich die anderen Camper beschallte, wartet sich´s gleich leichter, ne?

Wie gesagt, 2 Stunden später war ich dann endlich auf meiner Campside und putzte den Camper innen und außen, schließlich will man bei den Kollegen in Calgary einen guten Eindruck hinterlassen. Früh ging es wieder mal für mich ins Bett, da ich den Camper am nächsten Morgen nach Calgary bringen musste. Aufgeweckt wurde ich in dieser Nacht von laut bimmelnden Güterzügen und doofen Kanadiern, die gegen Mitternacht erst ihre Zelte aufbauten, DANKE!

14. August: Besuch bei den Kollegen: Banff – Calgary: ca. 150 km

Tja, der letzte Tag, viel erzählen muss ich dazu nicht, 6.30 Uhr aufgestanden, zur Dumpstation gefahren, von dummen Deutschen angemacht worden, mit meinem Rocksender nach Calgary gefahren und die lieben, netten Kollegen kennengelernt. Nachmittags ging es dann mit dem Flieger wieder Richtung Heimat und abends war ich noch ein bißchen im Nachtleben Vancouvers unterwegs.

Also das war´s, mann das war jetzt ne Überwindung den ganzen Blogeintrag auf einmal zu schreiben, hoffe ihr habt Spaß beim Lesen, bis zum nächsten Mal

Grüßle

Katrin

P.S. Mehr Fotos? KLICK

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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