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Posts Tagged ‘Alice Springs’

Ich wurde von einigen Leuten gefragt, warum ich noch einmal ins Outback fahren wollte. Was reizte mich an dieser kargen Landschaft, an dem großen Nichts? Zunächst einmal wahrscheinlich das Abenteuer und zum anderen die große Freiheit. Wenn man wie ich aus Europa, das dicht bevölkert ist, kommt, sehnt man sich einfach einmal nach wenigeren Leuten um sich herum, das nächste Telefon 300 km entfernt, Internet und Handyempfang nicht möglich. Das nennt man Freiheit.

Nachdem ich also aus Darwin zurückkam, reifte in mir der Plan noch einmal dem roten Zentrum einen Besuch abzustatten. Und wie der Zufall es will, kannte ich auch noch einen anderen Outback-Fan, der großes Interesse hatte, mit mir eine Tour zu machen. So fragte Daniel nach bezahltem Urlaub und mein Boss schickte mich in meine Winterferien. Lange haben Daniel und ich über die Streckenplanung diskutiert. Aber dann endlich stand unsere Rundreise ungefähr fest. Diese würde uns, in eine der wohl meist abgeschiedensten Gegenden Australiens bringen. Bis an den Rand der großen Zentralwüste Australiens, nach Birdsville am Rand der Simpson Desert:

outbackmap

Tag 1, 29. August 2009: Fahrt durch die weite Prärie

Bundaberg – Emerald, 620 km

Es ging los! Endlich! Der grosse Outback-Trip sollte beginnen! Es ging zeitig aus den Federn, allerdings kamen wir  erst gegen 10 Uhr los, denn wir hatten eine Menge zu packen, das Auto (ein weißer 1980er Mercedes Kombi 300 Diesel) musste von Daniel noch mal ausführlich gecheckt werden. Wir hatten Essen für 14 Tage dabei (meistens Konservendosen), zwei Ersatzreifen, das Zelt und noch ein paar andere, unentbehrliche Dinge, wenn man ins Outback fährt

Und endlich waren wir auf dem  Weg. Die erste Etappe führte uns erst entlang dem Bruce Highway nach Norden Richtung Rockhampton. Dann bogen wir nach rechts ab und sagten Pazifischer Ozean Ade für die nächsten zwei Wochen. Die rund 620 km lange Fahrt verlief relativ ereignislos, das Wetter war angenehm warm und wir versuchten so viele Kilometer wie möglich gut zu machen, denn unsere Rundreise umfasste neben Queensland auch Northern Territory und South Australia.

Die erste kilometermäßige Aufgabe für uns war es, so schnell wie möglich zur Grenze zum Northern Territory zu kommen, die rund 2300 km westlich von Bundaberg liegt. Am Abend, kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann unser erstes Nachtlager in Emerald. Wir suchten uns einen Campingplatz und bauten unser Zelt auf. In der Campingküche trafen dann ganz nette Australier, die auch auf großer Reise waren und ließen den angenehmen Abend ausklingen.

Tag 2, 30. August 2009: Nette Begegnungen im Outback…

Emerald – Naehe Boulia, ca. 900 km

Wie ihr euch denken könnt, schliefen wir aufgrund unseres knappen Zeitplans nur bis Sonnenaufgang und nach einem kurzen Frühstück saßen wir schon wieder hinter dem Steuer gen Westen. Der Tag war eigentlich wie der vorangegangene, wir passierten Ortschaften wie Alpha, Barcaldine, Longreach oder Winton.S1036817

Nach Winton endete dann für uns der Haupthighway und wir bogen auf die kleine Nebenstrasse nach Boulia ab. Winton war zugleich auch die letzte Tankmöglichkeit, die nächste wäre erst wieder in 360 km. Die Strasse würde ich fast nicht mehr als solche bezeichnen, da sie nur auf einer Spur geteert war und man entgegenkommenden Fahrzeugen halb im Dreck ausweichen musste. Nichtsdestotrotz eine wunderschöne Strecke, mit sehr abwechslungsreichen Landschaften.

Da wir nun fast 10 Stunden hinterm Steuer saßen, wurde es Zeit ein Nachtquartier zu finden. Eigentlich wollten wir bis Boulia fahren, fanden aber auf einem Rastplatz (nur mit Toilette) ein paar nette Queenslander, mit denen man einen lustigen Abend verbrachte. Deb und ihre Freunde waren auf dem Weg nach Birdsville zu den Pferderennen, sie boten uns gleich ein Bier an und wir hatten echt eine tolle Zeit. Die anfangs milde Frühlingsnacht wurde bald von einem bissigen Südwind zu einem kalten Erlebnis. Daniel, an niedrige Temperaturen nicht mehr gewohnt, schmiss sich gleich in seine Winterjacke mit Skimütze und ich mich in meinen Thermofleece.

Es ging dann bei stürmischem Wind ins Zelt und es erwartete uns diesmal keine sternenklare Nacht L

Tag 3, 31. August 2009: die unendliche lange Schotterpiste nach Northern Territory

Naehe Boulia – Jervois Homestead, ca. 600 km (460 km Schotterpiste)

Frueh ging es wieder mal los, nachdem ich bei meinen nächtlichen Toilettengang von einem Gecko erschreckt wurde. Wir verabschiedeten uns noch von Deb und Co. Und es ging weiter Richtung Westen.

S1036847Boulia erreichten wir gegen 10 Uhr, tankten noch einmal auf und dann ging es endlich Off-Road auf den Donohue Highway. Ein Schild belehrte uns noch, daß eigentlich nur Fahrzeuge mit 4-Wheel-Drive für die Strecke vorgesehen waren, aber wir setzten uns mit unserem Mercedes einfach darüber hinweg. Die ersten 240 km (zur Grenze zum Northern Territory) führten uns über eine wirklich schlechte Schotterpiste, wo alles im Auto schepperte. Der Grund, warum es so schepperte, sind so genannte „Corrugations“, das sind Bodenerosionen, die die Straßenoberfläche wegwaschen und tiefe Spurrillen hinterlassen, es schaut aus, als würde man über Wellblech fahren.

Daniel fluchte und beschwerte sich über den schlechten Zustand alle 5 Minuten. Auch sorgte der kalte Südwind bei ihm nicht gerade für Freudensprünge, und es hatte sogar ein paar Minuten lang geregnet, ja ja, der Herr war an diesem Tag etwas zickig ;).

Dann endlich sahen wir die Staatengrenze (der Donohue Highway hieß jetzt Plenty Highway) und hofften, dass sich dieS1036874 Straße verbessern würde…. Naja, da war eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Also ging es weiter mit ordentlich Geschepper zu unserem nächsten Nachtlager, Jervois Homestead. Das ist eine Rinder- und Schaffarm mitten im Nirgendwo. Aber sie hatte alles, was ein Outback-Urlauber so braucht: Toilette, Dusche und kalte Getränke. Auch dieses Mal waren wir nicht alleine, wieder traf man reiselustige Australier auf dem Campingplatz und nach der schon obligatorischen Pasta mit Tuna gings dann auch schon ins Bett. Im Traum schepperte es bei mir immer noch.

Tag 4, 1. September 2009 (Frühlingsanfang): Zurück in der Zivilisation: Alice Springs

Jervois Homestead – Alice Springs, 340 km (ca. 250 km Schotterpiste)

Man warnt ja immer vor kalten Wüstennächten und tatsächlich hatte es uns erwischt, tiefe Temperaturen im Zelt veranlassten uns auszuschauen, als würden wir zur Skifreizeit fahren. Sobald allerdings die Sonne aufging, wurde es schlagartig warm, zwischen 25 und 30 Grad hatten wir eigentlich durchschnittlich während des ganzen Urlaubs.

Los ging es also, die letzten rund 250 km Schepperpiste und zur Abzweigung auf den Stuart Highway. Heutiges Ziel war Alice Springs. Die Fahrt bei strahlendem Sonnenschein war sehr abwechslungsreich und farbenfroh und überhaupt nicht langweilig, Daniel war wieder mal beschäftigt den größten Steinen und Schlaglöchern auszuweichen und ich war für die Navigation (einfach gerade ausfahren) und die Musikunterhaltung zuständig. So verging die Zeit im Nu und wir erreichten das „Gem Tree Roadhouse“ zum Auftanken, erst dort fiel uns auf, dass wir beinahe unser Nummernschild verloren hätten, Daniel organisierte Plastikband, um es wieder zu befestigen UND noch einen Aufkleber, dass wir den Plenty Highway überlebt haben.

17220034Dann ging es auf normaler geteerter Straße nach Alice Springs. Alice war eigentlich nur als Zwischenstation eingeplant, um unsere Vorräte aufzustocken, sowie kurz mal ein paar Lebenssignale via Internet zu versenden und uns die Fahrerlaubnis für den Mereenie Loop zu holen. Mein Boss schickte mir meine Arbeitsdaten für Ende September und so buchte ich gleich meinen Rückflug nach Melbourne für den 24. September. Ansonsten genossen wir unser Känguruh-Fillet zum Dinner auf dem hiesigen Campingplatz.

Tag 5, 2. September 2009: West McDonnell Ranges Nationalpark

Alice Springs – Ormiston Gorge, 132 km

Am Morgen erledigten wir noch ein paar Dinge in Alice und dann ging es gegen Mittag Richtung Westen zum West McDonnell Nationalpark. Das ist ein Gebirgszug, westlich von Alice und besitzt ein paar sehenswerte Schluchten und Gesteinsformationen. Zwar gibt es in den West McDonnells cirka 8 sehenswerte Plätze, aber wir mussten uns, aufgrund unseres Zeitplans für 3 Dinge entscheiden.

Erste Station war dann „Ellery Creek Water Hole“, ein Wasserloch, das das ganze Jahr über Wasser hat und auf der S1036910anderen Seite in eine Schlucht mündet. Mich hielt wie immer nichts davon ab, mal ausgiebig die Wasserqualität zu testen und schmiss mich in meine Badeklamotten. Auch Daniel wollte reinspringen, war aber nicht sicher wegen der Wassertemperatur, denn er kommt ja aus Queensland und braucht es warm. Er stand schon zitternd im Wasser, als ich einfach ins Wasser sprang und hinüber zur Schlucht schwamm. Das Wasser war wirklich, wirklich kalt. Daniel zögerte zwar kurz, aber schwamm dann auch los, begleitet von Flüchen, wie kalt das Wasser war. Auf der anderen Seite des Wasserlochs mussten wir uns beide erstmal aufwärmen, ja das war wie eine Ganzkörper-Kneippkur. Wir erkundeten noch etwas die Gorge und dann ging es wieder zurück ins Eiswasser und zum Auto.

Die zweite Station folgte nur 20 km weiter: die „Glen Helen Gorge“, rote Sandsteinfelsen formten eine beeindruckende Schlucht mit rund 50 Meter hohen Felswänden. Auch hier war ein zum Baden einladendes Wasserloch, Daniel schüttelte sich beim Anblick der plantschenden Badegäste. Nein, keine 10 Pferde würden ihn je wieder in ein Wasserloch bekommen. An der Schlucht trafen wir eine nette Großfamilie aus Lakes Entrance, Victoria, die sich ein halbes Jahr frei genommen haben, um Australien zu erkunden. Da sie dasselbe Übernachtungsziel, wie wir hatten, versprach man sich später noch einmal zu treffen.

So fuhren wir die letzten 6 km des Tages zu unserem Nachtlager, dem Campingplatz der „Ormiston Gorge“. Wir wollten am nächsten Morgen diese Gorge bewandern und ich wollte vielleicht wieder mal ein Bad im Wasserloch nehmen. Entspannt ließen wir den Abend ausklingen mit Chili Con Carne und einem Rotwein. Später ging es dann noch einmal zu einem Vortrag des Rangers, der uns Wissenswertes über die Flora und Fauna der Schlucht vermittelte. Ja, auch hier gab es Schlangen, wie tollJ!

Tag 6, 3. September 2009: Schluchten, Meteoriten und gestrandet auf dem Mereenie Loop

Ormiston Gorge – Mereenie Loop (Meilenstein 120), ca. 110 km

Gegen 9 Uhr machten wir uns auf, um die Gorge näher zu erkunden. Ein 4 km langer Rundwanderweg gab es uns die besten Blicke auf die Schlucht und es wurde mal wieder geknipst wie ein Weltmeister. In der Nacht hatte es heftig gewittert, aber es hatte aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung schon wieder vollständig abgetrocknet. Das Wasserloch war mir ein bisschen zu siffig, da es nur wenig Wasser führte, also dann halt kein MorgenbadL!

Zurück im Camp packten wir unsere 7 Sachen und machten uns auf dem Weg Richtung Kings Canyon und Richtung Gravelroad. Ja, die geliebte Schotterpiste hatte uns wieder. Von einem Aussichtspunkt sahen wir die „Gosse Bluff“, einen riesigen Meteoritenkrater und Daniel beschloss, da fahren wir hin! Auf unserer Landkarte war diese Straße als 4-Wheel-Drive-Track gekennzeichnet, aber, wie immer, setzten wir uns darüber hinweg. Für Daniel war die Fahrt wohl eher eine Geschicklichkeitsprüfung, denn wir mussten großen Felsbrocken ausweichen und uns durch Sand hindurchkämpfen. Trotz allem hat uns die fantastische Aussicht dafür entschädigt. Da staunten ein paar Jeep-Fahrer nicht schlecht, als wir im Zentrum des Kraters ankamen mit unserem alten Mercedes.

Danach verließen den Haupthighway, der Richtung Hermannsburg und Alice Springs führte und fuhren den „Mereenie Loop“ eine rund 120 km lange Gravelroad, die uns zum „Grand Canyon Australiens“, dem „Kings Canyon“ bringen sollte. Die Temperaturen heizten uns ordentlich ein, zwischen 30 und 35 Grad und ich machte ein Nickerchen, während Daniel das Fahren managte. Dann auf einmal stoppte er auf offener Strecke und lief um das Auto herum. Ich dachte mir nichts Böses und fragte, was los ist. Wir hätten einen Plattfuß war seine Antwort, aber das wäre ja kein Problem, schließlich waren wir vorbereitet und hatten zwei Ersatzreifen und genügend Werkzeug. Daniel machte sich also ans Reifenwechseln, ich half ihm so gut ich konnte. Wer mich kennt, weiß, dass ich keine Ahnung von Autos habe, bei nem Platten ruf ich normalerweise den ADAC ;)!

Das erste Problem war, dass der Wagenheber nicht richtig funktionierte. Da aber fast jedes Auto auf der Strecke anhielt und nach deS1037015m Rechten fragte, hatten wir bald einen Ersatz-Heber. Im Nu war der Ersatzreifen dran, der platte Reifen war komplett hinüber, ein spitzer Stein hatte ihn an der Seite aufgeschlitzt. Wir saßen startbereit im Auto, aber wir konnten nicht losfahren. Große Ratlosigkeit bei Daniel. Anscheinend verhinderte der gerade gewechselte Reifen unsere Weiterfahrt. Dann dämmerte es Daniel, was das Problem sein könnte. Er hatte die falschen Reifenschrauben montiert, die waren rund 3 cm länger als die ursprünglichen. Die Schrauben blockierten also die hintere Bremsscheibe. Zwei Schrauben konnten wir rausbekommen, aber die restlichen 3 hatten sich schon zu tief in die Scheibe gebohrt. Jetzt war guter Rat teuer, wie konnten wir die Schrauben rausbekommen. Mit der Hilfe von vorbeifahrenden Campern versuchten wir alles, aber so wie es aussah, half alles nichts.

Mir schwante Böses, mussten wir etwa die Nacht hier im Busch, 120 km von der nächsten Siedlung verbringen? Es sah ganz so aus. Nach vergeblichen Versuchen, baten wir ein französisches Pärchen zur nächsten Siedlung „Glen Helen Gorge“ zu fahren und dort einen Abschleppwagen für uns zu bestellen. Wir hofften, dass Hermannsburg einen Schlepper haben würde, denn Alice Springs ist rund 320 km von unserer Position entfernt, das könnte teuer werden und ewig dauern. Also fanden wir uns damit ab, eine Nacht im Busch, am Meilenstein 120 zu verbringen. Wir bauten unser Zelt auf. Vorbeifahrende Autos und Camper versorgten uns mit Bier und ich kochte dann noch was Schönes zu Abend. Wir waren eigentlich gut versorgt, wir hatten ausreichend Wasser, Essen und Benzin. Hatte ich Schiss, so alleine in der Wüste? Eigentlich nicht, doch ich hörte auf jedes kleine Geräusch.

Es war Vollmond und sternenklar, wir hatten dadurch die perfekte Beleuchtung, wir quatschten noch lange auf unseren Campingstühlen am Auto, dann musste ich aufs Klo. Unser Klobusch war nur 10 Meter entfernt, plötzlich hörte ich ein Geräusch und da sah ich sie: meine erste Schlange in freier Wildbahn, wie sie sich windend aus dem Staub machte. Okay, ich musste einen neuen Toilettenbusch finden. In diese Richtung ging ich nieeee mehr! Die Nacht im Zelt war alles andere als bequem, an Schlaf war nicht zu denken, es war absolute Stille, aber manchmal gab es seltsame Geräusche von wilden Eseln, Kamelen und Wildschweinen. Es erleichterte die Situation sicher auch nicht, dass ich ständig aufs Klo musste, so war ich im 2-Stunden-Takt mit meiner Taschenlampe bewaffnet, auf dem Weg zum stillen Örtchen. Ja ja gruselige Nächte im Outback. Daniel störte das Ganze offenbar nicht. Hoffentlich war dieser „Horror“ bald vorbei….

Tag 7, 4. September 2009: Die Rettung naht und Entspannung am Kings Canyon

Mereenie Loop (Meilenstein 120) – Kings Canyon, 120 km

Der Morgen im Outback war wie immer zackig kalt, ich war noch ziemlich müde, da ich die ganze Nacht nicht wirklich schlafen konnte. Als dann noch gegen 4 Uhr ein Esel an unserem Zelt vorbeigaloppierte fand ich das Camping im Busch endgültig nicht mehr so toll. Ich sehnte mich nach Abenteuern und Einsamkeit im Outback, sicher doch, aber ganz alleine in der Wildnis zu campen, zu wissen, dass im Notfall (Schlangenbiss), das Auto nicht fahrbereit wäre, das war mir doch etwas unheimlich.

Ich kochte wie immer Porridge zum Frühstück und da ein ordentlicher Wind vorhanden war, beschlossen wir Drachen steigen lassen, Daniel hatte nämlich einen Flugdrachen dabei. So vertrieben wir unsere Zeit und hofften, dass der Schlepper bis Mittag kommen würde. Daniel war schon etwas depressiv und machte sich Vorwürfe, da es ja prinzipiell seine Schuld war, dass wir feststeckten. Gegen 10 Uhr verzog ich mich ins Zelt und las mein Buch („Mein Leben“ von Marcel Reich-Ranicki) und schlief.

Als ich wieder aufwachte, sah ich, dass ein Auto bei uns anhielt und sich Daniel mit einem älteren Ehepaar an unseremS1037022 Reifen zu schaffen machte. Ich wurde neugierig und ging rüber. Daniel strahlte mich an, gemeinsam mit Colin und seiner Frau hatten sie bereits 2 Schrauben entfernt, es fehlte nur noch eine und wir würden wieder mobil sein. Mit vereinten Kräften und Flüchen und Gebeten zum Autogott gab auch die letzte Schraube nach und wir waren wieder fahrtauglich! Zum Dank fielen wir Colin um den Hals, dann ging alles ganz schnell, Zelt abbauen, alle unsere Sachen verstauen und gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Kings Canyon mit gemäßigten Tempo versteht sich, wir wollten eigentlich nur noch ankommen.

Und endlich gegen 15 Uhr erreichten wir dann das Kings Canyon Ressort, buchten unseren Campingplatz für zwei Nächte und belagerten erstmal die Dusche. Zum Sonnenuntergang gingen wir zur Aussichtsplattform und fotografierten die verschiedenen Farbtöne des „Kings Canyon“. Wir gönnten uns zum Dinner mal ein Restaurant und genossen unsere Steaks. Dann ging es ins Bett, man musste aber etwas aufpassen, da wilde Dingos auf dem Campingplatz herumstromerten, aber die sind ja harmlos.

Ein aufregender Tag ging zu Ende. Alles in allem, war unser unfreiwilliger Aufenthalt im Busch doch ganz schön, so eine Stille (abgesehen von dem gelegentlichen Gewieher und Geraschel von anderen Viechern) kann man nur im Outback erleben. Es war absolut still, kein Geräusch der modernen Welt, ein absolut klarer Sternenhimmel, wo man problemlos die Milchstraße sehen konnte, wo kann man so was schon erleben?

Tag 8, 5. September 2009: Wandern am Abgrund

Kings Canyon Ressort, 0 km

Neuer frostiger Tagesbeginn. Gegen 9 Uhr fuhren wir dann los Richtung „Kings Canyon“, der Carpark ist rund 6 km vom DSC00967Ressort entfernt. Wir hatten uns vorgenommen, den 7 km Rim Walk (am Abrund entlang) zu machen. Und das hieß gute Vorbereitung, ausreichend Wasser, richtiges Schuhwerk, Sonnenmilch und Kopfbedeckung, denn es sollte heiß werden. Dann ging es los, ein steiler Anstieg ließ mich schon in den ersten 30 Minuten fluchen wie ein Rohrspatz. Aber war mal erst mal oben angekommen, ging es relativ eben dahin. Und eine einzigartige Landschaft erwartete uns auf dem Plateau. Bizarre Felsformationen, die aussahen wie Bienenkörbe, steile Abgründe von bis zu 70 Metern und eine atemberaubende Sicht. Kein Zweifel, der „Kings Canyon“ ist einfach sehenswert. Der Walk dauerte ungefähr 4 Stunden auch mit gelegentlichen Umwegen zu Aussichtspunkten und Wasserlöchern. Ich war wirklich beeindruckt von der wunderschönen Landschaft.

Gegen 13 Uhr waren wir dann wieder zurück am Parkplatz und für den Nachmittag war Entspannen angesagt. Der Campingplatz hatte einen Pool, also was gab es Besseres nach einem anstrengenden Morgen ein Bad zu nehmen und zu lesen? Am Abend diskutierten wir die Reiseroute. Aufgrund unseres Reifenmalheurs konnten wir nicht wie geplant, den „Oodnadatta Track“ bei Marla beginnen, sondern mussten nach Coober Pedy fahren, da sich dort der nächste Reifenshop befand. Wir würden dann über William Creek wieder zum „Oodnadatta“ stoßen.

Tag 9, 6. September 2009: Vom Sommer in den Winter….

Kings Canyon – Coober Pedy, ca. 760 km

Viel gibt es über diesen Tag nicht zu erzählen, das Motto hieß Coober Pedy gegen Abend zu erreichen. So fuhren wir über den Lasseter zum Stuart Highway und dann schnurstracks Richtung Süden. Leider, leider änderten sich die Temperaturen erheblich, wir starteten in Kings Canyon bei 30 Grad in Coober Pedy waren es nur noch 19! Ja, das war ein ganz schöner Schock, wenn man mit Shorts und Top aussteigt und der kalte Südwind dich anheult, brrrr. Wir erledigten unsere Einkäufe und gönnten uns ein vorzügliches Dinner beim Griechen, wirklich ganz leckeres Essen, ich habe griechisches Essen echt vermisst. Dann gings zum Campingplatz, schnelles Zelt aufbauen und ab in die Heia. Neben uns „zelteten“ paar Australier, allerdings ohne Zelt, die schliefen einfach draußen, bei 8 Grad Nachttemperatur! Die waren echt verrückt. Ich hab verdammt gefroren diese Nacht, trotz 2 !!! Schlafsäcken.

Tag 10, 7. September 2009: Endlich wieder Gravelroad!

Coober Pedy – Coward Springs, ca. 230 km (alles Gravel)

Puh, war das kalt am Morgen, ich musste erstmal eine heiße Dusche nehmen, um mich zu entfrosten. Daniel war mittlerweile beim Reifenmann (ein Deutscher, was wohl sonst?) und wir hatten wieder einen vollwertigen Ersatzreifen. Wir quatschten uns etwas mit einer Familie aus Ulm fest und kamen erst gegen 10 Uhr los. Dann besuchten wir noch Bernie, einen deutschen Auswanderer, der seit 30 Jahren in Coober Pedy nach Opalen schürft. Er zeigte uns sein unterirdisches Haus und war sehr gesprächig.

S1037151Tja, gegen 11 Uhr gings dann endlich los Richtung William Creek, 168 km Schotterpiste standen uns bevor. Dort machten wir dann auch verspätete Mittagspause und fuhren dann endlich auf den „Oodnadatta Track“ Richtung Marree. In Coward Springs wollten wir eigentlich nur ein kurzes Bad nehmen, da es dort heiße Quellen gibt, entschieden uns aber, dort die Nacht zu verbringen. Auch wieder ein recht abenteuerlicher Campingplatz im Nirgendwo. Es gab aber viele andere Übernachtungsgäste, außerdem hatten wir sogar eine heiße Dusche, was will man mehr? Nach ein paar Schwätzchen mit anderen Reisenden, um die Straßenverhältnisse des Birdsville Tracks zu erfahren, gabs dann leckere Pasta. Dann das übliche, einmummeln, lesen, schlafen.

Tag 11, 8. September 2009: Lautes Geschepper auf dem Birdsville Track

Coward Springs – Mungerannie Hotel, ca. 320 km (reiner Schotter)

Zeitig ging es mal wieder los, erste Station war das südliche Ende des Lake Eyre, des größten Salzsees der Welt. Aufgrund der großen Regenmenge des letzten Sommers, war der See bis zu 65 % voll gelaufen. Leider waren wir etwas zu spät dran und es waren nur noch 15 % Wasser vorhanden. Das war uns beiden etwas zu wenig, sonst hätten wir 200 Dollar springen lassen um einen Rundflug zu machen. So musste ich mich begnügen, Fotos von der kargen Salzkruste zu machen, war aber auch okay.

Weiter gings nach Marree, der Endpunkt des „Oodnadatta Tracks“ und der Startpunkt des „Birdsville Tracks“. Dort wurde erst einmal voll getankt, die Züge der alten „Ghan“-Strecke (Der „Ghan“ ist der Verbindungszug zwischen Adelaide und Darwin und die neue Trasse wurde 2004 eröffnet) besichtigt und wir gingen ins Internetcafe. Ja, ihr hört richtig, 400 km vom nächsten Supermarkt entfernt, gabs hier ne ziemlich gute und günstige Internetverbindung.

Und dann ging es endlich auf den „Birdsville Track“. Ihr werdet euch jetzt fragen, was jetzt sooo Besonderes daran ist. S1037203Birdsville ist die wohl abgeschiedenste Siedlung Australiens und Ikone des Outbacks. 650 km ist der näheste Supermarkt entfernt, alle Wege nach Birdsville führen über mindestens 400 km Schotterpiste. Die größte Attraktion sind die alljährlichen Pferderennen Anfang September, die dieses Jahr 6000 Outback-Fans anzogen. Wegen starker Regenfälle im Sommer ist Birdsville manchmal wochenlang nicht zu erreichen. Der Ort liegt außerdem am Rand der Simpson Desert, eine der größten Zentralwüsten Australiens und wird hin und wieder von Sandstürmen heimgesucht. Jeder, der das Outback liebt, muss einmal in seinem Leben nach Birdsville gefahren sein.

Und dahin waren wir jetzt unterwegs, der „Birdsville Track“ ist fast 520 km lang und es wird meistens empfohlen, diesen Track mit einem Jeep zu fahren. Wir fuhren heute aber nicht die ganze Distanz, sondern nur die Hälfte bis zum Mungerannie Hotel. Der Anfang des Tracks war einfach schrecklich, die Straße war wirklich in einem ganz fürchterlichen Zustand, dass wir fast entschieden hätten um zu drehen. Es schepperte und klapperte und es lagen wirklich große Steine auf der Straße. So kämpften wir uns fluchend Kilometer für Kilometer vorwärts und der Track wurde zumindest etwas besser. Eine ganz große Mammutleistung von Daniel (der mich auf dieser Straße nicht fahren ließ L). Auf dieser Strecke gab es auch ein paar Kuriositäten wie saubere Toiletten mit Klopapier und Spülung mitten im Nirgendwo, Kühe, Känguruhs auf der Straße usw. Mit tauben Ohren erreichten wir dann endlich Mungerannie Hotel, unser Nachtlager. Überraschenderweise gab es auch hier heiße Quellen und wir beide gönnten uns ein Bad. Eine kleine Oase in der Kargheit der Wüste. Dann ging es auf einen Schwatz in den Pub und dann ins Bett. In meinem Kopf schepperte es immer noch…

Tag 12, 9. September 2009: Ab auf die Düne!

Mungerannie Hotel – Birdsville, ca. 323 km (alles Schotter)

Weiter gings auf dem „Birdsville Track“. Uns standen die letzten 320 km Schotter bevor, zeitweise verfluchten wir den Zustand der Strecke. Aber wir waren umgeben vom absoluten Nichts, nicht ein Baum, nicht ein Busch sahen wir in der „Sturt Stony Desert“, nach 2 Stunden Fahrt änderte sich dann die Landschaft, es gab wieder mehr Bäume und Büsche und… Dünen, ja, die Simpson Desert hatte begonnen. Wir sahen gelben Sand und in weiter Entfernung roten Sand, sehr eindrucksvoll. Endlich gegen 15 Uhr erreichten wir dann die Outbackmetropole (mit 70 Einwohnern), BIRDSVILLE. Zuerst ging es zur Tankstelle, ich brauchte ein Eis und dann zum Campingplatz. Erstaunt stellten wir fest, dass das Wasserloch und der Diamantina River immer noch reichlich Wasser hatte, auch wurde ein Kayakverleih angeboten.

Einer der Gründe, warum Daniel nach Birdsville wollte, war, seine Männlichkeit zu testen. Nicht, was ihr denkt… in Birdsville startet der „Simpson Desert Track“ und am Anfang dieses reinen 4WD-Tracks gilt es eine große Sanddüne zu überwinden, „Big Red“ genannt. Viele Jeepfahrer scheitern bereits an dieser Düne. Daniel wollte versuchen mit dem alten Mercedes auf diese Düne zu fahren. Auf dem Weg nach Birdsville hatten wir ein paar Biker und 4WD-ler getroffen, die auch nach „Big Red“ wollten. Sie wollten uns, falls Daniel sich verkaspert, uns wieder aus dem Sand rausziehen.

17220007Also ging es gegen 16.30 Uhr pünktlich für die Abenddämmerung auf den 35 km langen Weg zu „Big Red“. Als wir ankamen, hatten auf der Düne schon einige Jeeps Platz genommen, irgendwie würde da noch ein Mercedes gut dazu passen, sagte Daniel. Dann machte ich mich zu Fuß auf dem Weg zum Gipfel der Düne, mit der Videokamera bewaffnet und Daniel ließ die Luft aus dem Reifen um mehr Grip für den Sand zu bekommen. Und wirklich im dritten Anlauf fuhr der alte Mercedes von 1980 bis zum Gipfel hinauf. Daniel war sehr glücklich darüber und es wurde verdammt viel fotografiert um alles für die Nachwelt festzuhalten. Da staunten die Jeepfahrer nicht schlecht. Die Biker schafften es natürlich auch und so standen wir dann alle oben auf der Sanddüne und blickten dem Sonnenuntergang entgegen. Die Sonne tauchte den Sand in rötliches Licht und wir konnten noch einige Dünen weit schauen.

Und wie es so will, traf man in der Wüste mitten im Nirgendwo auf „Big Red“ Deutsche. Wolfi lebt seit 15 Jahren als Künstler in Birdsville, begleitet wurde er von einer Holländerin und einem Schweizer. Als es dunkel wurde, fuhren wir dann zurück nach Birdsville und aßen im Pub und tranken noch ein Bier.

Tag 13, 10. September 2009, Entspannungstag in Birdsville

Birdsville, 70 km (Schotter, was sonst?)

Beim Aufwachen überraschte mich Daniel mit einer ungewöhnlichen Idee. Frühstück auf Big Red, warum nicht! Ich war nicht richtig überzeugt, ließ mich aber überreden, also ging es wieder raus zur Düne, wir waren ganz allein und diesmal schaffte es Daniel auch noch im ersten Anlauf rauf zum Gipfel, das Frühstück war sehr sandig, da oben ein ordentlicher Wind blies und viele Sandkörnchen verirrten sich in unser Essen. Ein paar Jeepfahrer kamen direkt aus der Wüste und machten waghalsige Stunts mit ihren Autos. Das machte richtig Lust mal mit einem richtigen Jeep rumzubrettern. Muss ich doch mal glatt Cameron, meinen Boss fragen, ob ich nen Landcruiser für ein paar Tage kriege.

Zurück vom „Big Red“ legte ich mich noch mal schlafen für ein, zwei Stunden und Daniel erkundete Birdsville. Wir wollten gegen Mittag dann kayaken gehen auf dem Billabong (Wasserloch). Das war wirklich, wirklich toll, überall schwammen Pelikane herum, Papageien nervten uns mit ihrem Geschnatter, aber ansonsten war es totenstill. Gegen Abend ging es dann noch einmal in den Pub und wir trafen uns mit Dia, der Holländerin, die in den nächsten Tagen in Bundaberg sein wird.

Tag 14, 11. September 2009, Abschied von der Wüste

Birdsville – Quilpie, ca. 600 km (350 km kleine und große Steine)

Auch der schönste Urlaub geht auch mal zu Ende und so packten wir unsere 7 Sachen zusammen und es ging los Richtung Heimat, ein bisschen dumm, dass wir für die Heimreise rund 3 Tage bräuchten. Um es euch mehr verständlich zu machen. Birdsville liegt im äußersten Südwesten von Queensland, Bundaberg im Osten. Dazwischen liegen rund 1800 km, das wäre die Strecke Würzburg – Rom.

Bevor wir Birdsville Adieu sagten, ging es noch zur Bäckerei, wo es die leckeren Pie´s gab (nur die süßen schmecken).

Dann hieß es wieder Schotterstraße, du hast uns wieder und irgendwie dachten wir, daß diese Schotterstrasse besser ausgebaut waere, als der Birdsville Track, na ja Fehlanzeige. Die rund 400 km lange Strecke nach Windorah brachte uns noch einmal an unsere Grenzen…. und an die Reifen. Ja, wir hatten wieder einen Platten, irgendwie war dieser Trip nicht reifenfreundlich. Dieses Mal hatten wir allerdings keinerlei Probleme.

Irgendwie hatten wir diese  Strasse unterschaetzt, unseren schoenen Reiseplan konnte man naemlich vergessen. Nach insgesamt rund 2500 gefahrenen Kilometern Schotterstrasse hatte uns kurz vor Windorah der Asphalt (einspuriger Asphalt) wieder. Gegen 15 Uhr erreichten wir Windorah und mußten unseren Reifen reparieren lassen. Wir wollten eigentlich nach Quilpie fahren, das noch 250 km weiter oestlich liegt, hatten aber Bedenken, da die Sonne gegen 17.30 Uhr untergehen wuerde. Nachts im Outback zu fahren ist sehr gefaehrlich wegen den Kaenguruhs, Kuehen, Schafen auf der Strasse. Trotz allem entschieden wir uns  das Risiko einzugehen.

Gegen 16.30 Uhr gings dann los. Ich fuhr die erste Etappe, drueckte auf die Tube und versuchte so viele Kilometer wie moeglich noch bei Tageslicht gut zumachen. Kaenguruhs am Strassenrand sind speziell in der Daemmerung sehr schwer zu erkennen. Und sobald die Sonne verschwand reduzierte ich unser Tempo auf 60, 70 Stundenkilometer, Daniel warnte mich auch mit so Ausrufen wie „Kuh rechts, 2 Roos links“  und so ging das ne ganze Weile. Wir wechselten dann die Fahrer und zuckelten Richtung Quilpie. Das erreichen wir gegen 21 Uhr, da war ordentlich was los mit Disconacht. Das interessierte uns wenig, wir hatten kein Mittagessen gehabt, eigentlich hatten wir den ganzen Tag nur einen Apfel-Pie gegessen. Also kochte ich schnell was, waehrend Daniel das Zelt aufbaute und dann ging es schon ins Bett, todmuede versteht sich.

Tag 15,16, 12./13. September 2009: Back in Bundy

Quilpie – Roma – Bundaberg ca. 1000 km

Die letzten zwei Tage fasse ich aufgrund der nichtexistenten Ereignisse ganz kurz zusammen. Gegen 8 Uhr morgens verließen wir Quilpie Richtung Osten. Der normale geteerte Highway hatte uns ab Charleville wieder und es hieß Tempo machen. Unser Nachtquartier in Roma war sehr gemuetlich, wenn auch etwas laut, da wir direkt neben dem Festgelaende campierten und dort gerade das Stadtfest gefeiert wurde. Von Roma ging es dann durch das Burnett Country Richtung Bundaberg. Die Heimat war greifbar nahe. Gegen 15 Uhr erreichten wir Bundaberg und ordneten erst einmal das Chaos, packten aus und relaxten. Fuer Daniel hieß es am naechsten Tag zurueck zur Arbeit und ich hatte noch 10 Tage Zeit zur Erkundung von Queensland.

Eckdaten:

Bundaberg – Alice Springs – Kings Canyon – Coober Pedy – Marree – Birdsville – Bundaberg

–          ca. 6387 km

–          durchschnittlicher Spritverbrauch auf Gravelroad: 8 Liter

–          kaputte Reifen: 2

–          gesichtete Schlangen/Spinnen/Dingos: 1/6/5

–          Versuche auf „Big Red“ zu kommen: 3

–          Stunden auf Gravelroad: 90 Stunden

–          Andenken an den Trip: 1 Schnupfen, 2 Erkaeltungen

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Hallo meine Lieben,

endlich finde ich mal etwas Zeit meine Erlebnisse der letzten Wochen auf zu schreiben. Ich sitze gerade in einem wohl temperierten Internetcafe in Darwin, während es draussen auf gut deutsch SAUHEISS ist.

Tag 1, 1. Mai 2009: Adelaide – Woomera: Das Abenteuer kann beginnen…

An unserem ersten Urlaubstag hieß es früh aufstehen, da das Taxi schon um 6.30 Uhr wartete um uns zum nationalen Flughafen zu bringen. Am Abend zuvor war wie immer mal wieder Chaos angesagt, das heißt in meinem Falle natürlich immer alles auf den letzten Drücker einpacken. Aber ich hoffte, als ich dann im Taxi saß, dass ich auch nix vergessen hatte. Gegen 7 Uhr und 8 Grad Außentemperatur waren wir dann am Flughafen angekommen und brachten unsere Rucksäcke zum Check-In, unser Flieger sollte um 8.05 Uhr starten und es war noch genügend Zeit beim großen M zu frühstücken. Danach machten wir uns auf dem Weg zur Abflughalle, wo wir… naja… irgendwie einen Fehler machten, denn wir landeten im falschen Abflugterminal und auf einmal war Rennen angesagt, denn Boarding war gegen 7.35 Uhr angesetzt, und wir mussten einmal quer durch den Flughafen spurten um das Terminal von VirginBlue zu finden. Wir dachten wirklich, wir hätten den Flieger verpasst, denn der sollte gegen 8.05 schon abheben. Wir kamen gegen 7.55 Uhr am richtigen Gate an und hatten richtig Schwein, denn das Boarding hatte noch nicht einmal begonnen, da der Flieger Verspätung hatte. Puhhhh, da waren wir erstmal sehr happy darüber und natürlich ausgepumpt und hochrot im Gesicht von unserem kurzen Sprint durch den Flughafen.

Der Flug an sich war ereignislos und wir landeten gegen 9.00 Uhr in Adelaide. Wir erreichten die Maui-Niederlassung in einem kurzen 10–minütigen Fußmarsch und waren ganz happy, da die werten Kollegen die Filiale bereits vor 10 Uhr öffneten. Und ganz wie es unter Kollegen üblich ist, bekamen wir auch unsere zustätzlichen Extras (extra Bettzeug, Handtücher, usw.), Dankeschön! Und dann war er da, der große Augenblick, wir sahen das erste Mal unseren Bushcamper, der uns die nächsten 15 Tage einmal quer durch den Kontinent bringen sollte. S1035265Wir luden schnell unsere Rucksäcke ein, hielten noch ein kurzes Schwätzchen mit den Kollegen und dann ging es los, ab auf die Straße und gleich in den nächsten Supermarkt, den wir erstmal halbleer kauften, denn wir hatten beschlossen, die wichtigsten Lebensmittel bereits in ADL zu kaufen, da die Preise im Outback erheblich höher sind. Nach einer kurzen Lunchpause ging es dann endlich Richtung Norden, wo wir uns allerdings ein bißchen verfahren hatten, aber am Ende kamen wir dann doch wieder auf den richtigen Weg und fuhren Richtung Port Augusta und dann weiter hoch ins Outback. Die Fahrt war weitestgehend ereignislos, in Port Augusta machten wir kurz Halt für ein Eis und dort beginnt auch der Stuart Highway, der uns bis nach Darwin bringen wird. Auch das Wetter wurde schon erheblich freundlicher, die Temperturen waren angenehmer und die Sonne schien, ganz anders, als im kalten, grauen Melbourne. Gegen 17.30 erreichten wir dann unser erstes Etappenziel: Woomera. Woomera S1035285is sozusagen, das Cape Canaveral von Australien, da dort einmal geplant wurde ein Raumfahrtzentrum zu errichten, leider blieb es nur bei diesen Plänen. Wir checkten auf dem Woomera Caravan Park ein, kochten und bauten unsere Betten im Camper auf und freuten uns auf den nächsten Tag und unsere nächste Etappe nach Coober Pedy…

Adelaide – Woomera – 485 km – 5 Stunden Fahrt

Tag 2, 2. Mai 2009: Woomera – Coober Pedy:  Seen ohne Wasser und ein Leben unter der Erde

Tja, nachdem wir die erste Nacht in unserem Bushy überstanden hatten (Katja schlief im oberen Bett, ich im unteren), machten wir erstmal Frühstück, um uns dann Woomera etwas genauer anzuschaun… naja, viel zu sehen gab es nicht, die paar Raketen hatten wir in 15 Minuten abgeknipst und so ging es wieder ab auf dem Stuart Highway Richtung Norden. Die Strecke S1035334führte uns an großen Salzseen vorbei, die wir natürlich in allen möglichen Winkeln fotografieren. Am Lake Hart wagten wir es sogar auf dem Salzsee herum zu spazieren, ein wirklich großartiges Erlebnis und eine großartige Landschaft, es schaut aus, als wäre alles zugefroren und man könnte Schlittschuh laufen. Dann ging es weiter durch die unendlichen Weiten des Outback, Daniel (ihr wisst, wen ich meine…) erzählte uns, dass die Strecke nach Coober Pedy sehr einschläfernd sein kann und vor allem sehr eintönig, da muss ich Daniel recht geben. Die restlichen Kilometer  verliefen also ereignislos und wir spulten die Kilometer herunter. Gegen Mittag erreichten wir dann Coober Pedy. Wie? Dieser Ort sagt euch nix? Hmmm, Coober Pedy ist die Opalhauptstadt der Welt, nirgendwo sonst in der Welt, werden mehr Opale gefördert als hier. Da es im Sommer sehr heiß werden kann, leben viele Bewohner und Glücksritter unter Erde in wohl temperierten Wohnungen/Häuser. S1035370Auch öffentliche Gebäude wie Kirchen oder Praxen liegen unter Tage. Wir erwarteten uns eigentlich sehr viel von dem Besuch dieser Stadt, allerdings wurden Katja und ich etwas enttäuscht. Die Stadt ist doch sehr hässlich und so hielt sich unsere Fotoleidenschaft in Grenzen, wir besuchten die unterirdische Kirchen, fuhren zu einem Lookout und entschieden uns dann einen Campingplatz für die Nacht zu suchen. Wir ließen den Tag bei leckeren Asia-Hühnchen und sternenklarem Himmel ausklingen und begaben uns sehr früh in die Federn, da am nächsten Tag unsere längste Etappe anstand.

Woomera – Coober Pedy – 347 km – 6 Stunden Fahrt

Tag 3, 3. Mai 2009: Coober Pedy – Ayers Rock Resort: Eine Reise zu einem ganz speziellen Felsen…

Ja, der dritte Tag brach an, und der brach für uns ziemlich ziemlich früh an, genauer gesagt machten wir uns bereits um 7 Uhr morgens auf dem Weg – ohne Frühstück! Der Grund: Heute sollte unsere längste Etappe bevorstehen: fast 750 km zum Uluru (Ayers Rock). Also zuckelten wir noch vor Sonnenaufgang los. Wir hatten einen Geheimtipp bekommen, dass man in der Nähe von Coober Pedy zum Breakaways Lookout fahren sollten um das Farbenspiel von Hügeln und Felsen zu beobachten. S1035385Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und so ging es über 25 km Gravelroad direkt dem Sonnenaufgang entgegen. Eine wahrlich abenteuerliche Fahrt, da alles was nicht niet- und nagelfest war in unserem Camper schepperte und durchgeschüttelt wurde. Wie wäre das nur auf dem Oodnadatta Track (400 km lange Bushpiste nach Coober Pedy) gewesen, die wir ursprünglich fahren wollten…

Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir dann den Lookout und knippsten wieder mal wie die Weltmeister. Die Breakaways waren auch mal Filmschauplatz von „Mad Max 3“ und „Red Planet“ und es schaut auch wirklich ein bißchen so aus, als wären wir auf einem anderen Planeten. Danach ging es wieder zurück zum Stuart Highway und vorbei an Erdhaufen, die die die Förderstätten von Opalen kennzeichneten, aber auch das hörte bald auf und die vertraute Ödnis des Outbacks hatte uns wieder. Ich kann aber trotzdem der ganzen Trostlosigkeit einiges abgewinnen, inzwischen hatte sich der Sand rot verfärbt und zusammen mit dem gelben verdörrten Gras, grünen Bäumen und stahlblauem Himmel sieht das Outback einfach nur fantastisch aus. S1035425Und es hieß weiter Kilometer gut zumachen. Gestoppt wurde nur für gelegentliche Pinkelpausen, Eiscreme oder die Staatenüberquerung von South Australia zu Northern Territory, diese Überquerung bedeutete für uns, das wir nun eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h hatten, das hatte ja schon fast deutsche Autobahnausmaße!

Bei Erlunda verließen wir den Stuart Highway und fuhren in Richtung Uluru, unsere Mittagspause verbrachten wir mitten im roten Sand unter einem schattigen Baum und aßen Fertigsuppe, dann ging es zum Endspurt: nur noch 200 km bis zum Ziel. Auf dem Weg dahin, passierten wir Mt. Conner, auch ein Sandsteinberg, der irrtümlicherweise von vielen Touristen mit dem Ayers Rock verwechselt wird. Das konnte ich zumindest gar nicht verstehen, der sah mehr aus wie ein Berg aus dem Monument Valley in den Staaten. Und dann endlich  nach gut 8 Stunden Fahrt erreichten wir am späten Nachmittag „The Rock“, und waren happy. Natürlich ging es gleich nach dem Einchecken auf dem Campingplatz zu einer Aussichtsplattform um die ersten Fotos von S1035590dem berühmtesten Wahrzeichen Australiens zu schießen. Und diese Bilder sollten ganz sicher nicht die Letzten werden. Danach richteten wir uns häuslich auf dem Campingplatz ein und es gab Semmelknödel mit Gemüsesoße zum Abendessen. Ja, das war einer meiner Träume, Semmelknödel essen am Ayers Rock. Später erzählte uns noch eine Mitcamperin, dass wir unsere Schuhe im Camper lagern sollten, da sonst Dingos die Dinger klauen würden *grusel* und tatsächlich… in der Nacht hörten wir die Dingos auch noch jaulen, was sehr gespenstisch klang. Wettermäßig hatten wir bis jetzt auch einfach Glück gehabt, seit wir Adelaide verlassen hatten, schien jeden Tag die Sonne und es war angenehm warm (20 bis 25 Grad), gar nicht so wüstenmäßig heiß.

Und für den nächsten Tag hatten wir uns dann die Erkundung des Uluru vorgenommen….

Coober Pedy – Ayers Rock Resort – 740 km – 8 Stunden Fahrt

Tag 4, 4. Mai 2009: Ayers Rock Resort – Uluru: Man sieht den Felsen vor lauter Touristen nicht!

Auch an diesem Morgen hieß es früh aufstehen, verdammt früh aufstehen. Warum? Naja, weil der Ayers Rock für sein vielseitiges Farbenspiel bekannt ist, machten wir uns bereits gegen 6.30 auf dem Weg zur Sonnenaufgangsplattform, von wo man angeblich die besten Fotos knippsenS1035618 konnte. Und mit uns warteten ungefähr 100 andere Leute darauf, dass die Sonne sich über den Horizont kämpfte und den Felsen bestrahlte. Ich hatte so meine liebe Not mit meiner Kamera, die einfach kein Bild ohne Blitz machen wollte, Katja war frustriert, dass jeder doofe Tourist genau vor ihrem Stativ plus Kamera rumstand und es beinahe umwarf. Zusammengefasst muss man sagen, dass sich dieses frühe Aufstehen nicht so gelohnt hatte, die Bilder waren okay, aber noch nicht DAS Besondere. Nach dem der ganze Rummel um den Sonnenaufgang beendet war, fuhren wir zum Besucherzentrum, legten unsere wohl verdiente Frühstückspause ein und starteten dann den S1035537rund 10,4 km Basiswalk, der uns einmal ganz um den Ayers Rock bringen sollte und der 4 Stunden dauern sollte. Trotz der vielen Fotostopps, die wir einlegten, schafften wir es locker in der angegebenen Zeit. Dieser Walk war nur genial, denn der Uluru schaut zwar aus der Entfernung sehr glatt aus, kommt man ihm jedoch näher, sieht man all die verschiedenen Maserungen und Muster, die sich in den Felsen gegraben hatten.

Hingegen vieler Meinungen ist der Ayers Rock kein Asteroid, der irgendwann mal auf die Erde knallte. Der Sandsteinfels entstand dadurch, dass die Erde um ihn herum poröser ist als er und im Laufe der Jahrmillionen wurde das andere Gestein abgetragen und stehen blieb nur der 348 m hohe Ayers Rock, sowie die Olgas (siehe Tag 5) oder „Kata Tjuta“. Man kann den Felsen ja auch besteigen, jedoch gehört das Areal der Aborignals und der Berg ist ihnen heilig, deshalb sollte man die Besteigung eher nicht wagen und zu allem Überdruss ist der Weg zum Gipfel sehr steil und beschwerlich.

Nachdem wir gegen Mittag unsere Wanderung abgeschlossen hatten, fuhren wir zurück zum Campingplatz, aßen etwas und ließen den Tag ausklingen, ich entspannte etwas im (eiskalten) Pool. Und gegen Sonnenuntergang…. na?S1035604 Ihr werdet es erraten… Genau!!! fuhren wir wieder zum Rock um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Und der war bei weitem schöner und facettenreicher als der Sonnenaufgang. Alle Farben von Orange-Rot bis Wein-Rot durchlebte der Felsen, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Ein tolles Erlebnis.

Abends folgte dann die Diskussion, ob wir bereits am frühen Morgen zu den Olgas aufbrechen oder den Tag gemütlich starten und erst gegen Mittag losfahren sollten. Da wir auch mal wieder ausschlafen wollten, entschieden wir uns für die letzte Variante. Diesmal ging es ohne Dingo-Heulen in die Federn….

Ayers Rock Resort – Ayers Rock – 50 km – ca. 1 Stunde Fahrt

Tag 5, 5. Mai 2009: Ayers Rock Resort – Kata Tjuta: Ein windiges Tal und tausend Fliegen…

Tag 2 im Uluru – Kata Tjuta-Nationalpark, unser Tag startete sehr gemütlich, S1035442mit spätem Frühstück, Wäsche waschen, in der Sonne rumliegen und mal nicht Heerscharen von Teenagern im Bad zu begegnen. Ja, die hatte ich beinahe vergessen zu erwähnen, 2 Busse voller Teenagermädchen kosteten uns Nerven, da sie ständig das Bad (Toiletten, Duschen und Waschbecken) blockierten, sich stundenlang die Haare glätteten, um dann eine alberne Wollmütze aufzusetzen und sich schlafen zu legen.

Naja, zurück zum Thema. Gegen 11 Uhr machten wir uns auf dem Weg zu den „Olgas“, das sind 36 Sandsteintürme, die ähnlich wie der Uluru entstanden sind und auch in den herrlichsten Rottönen leuchteten. Wir entschieden uns den  7.5 km langen „Valley of the Winds“-Walk zur Hälfte zu laufen, da er als sehr schwierig und anspruchsvoll beschrieben wurde. In den SommermonatS1035674en wird dieser Walk häufig gesperrt, wenn die Temperaturen auf über 35 Grad steigen. Naja, darüber brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, es war zwar heiß, aber der Wind kühlte unsere Gesichter, sodass es angenehm war, zu laufen. Der Wanderweg führte uns über Felsen und Täler und durch tiefe Schluchten zwischen den Türmen/Kuppeln.

Beim zweiten Aussichtspunkt wollten wir eigentlich wieder umkehren, aber irgendwie fanden wir es langweilig, denselben Weg wieder zurückzulaufen, außerdem hatten wir den schlimmsten Berg bereits überstanden. Also ging es noch einmal rund 4 km durch die wunderschöne Gegend der Olgas, verfolgt von ca. 5 Millionen Fliegen, die ständig versuchten in unseren S1035701Ohren, Nasenlöchern oder Münder zu fliegen, blöde Viecher! Nach gut 3 Stunden waren wir wieder am Parkplatz und aßen in unserem Van, da die Fliegen uns nicht erlaubten draußen zu essen. Da wir noch etwas Zeit bis zum Sonnenuntergang hatten, entschieden wir uns noch einem zweiten Walk zu machen. Ja, ja sportlich, sportlich, ne? Der Olga Gorge Walk (Tatintjawiya) war 2,5 km lang und den legten wir in gut 45 Minuten zurück. Er führte durch eine tiS1035749efe Schlucht, mit rund 150 m hohen Steilwänden, dann machten wir uns langsam auf zur Aussichtsplattform für den Sonnenuntergang. Zuerst waren dort ganz alleine, dass sollte sich aber bald ändern, kurz vor dem Sunset kamen dann die Touristenbusse und so standen mal wieder viele Touristen um uns herum, vor allem zu Katjas „Freude“. Übrigens, sind die Olgas jetzt Katjas Felsen, der „Katja-Tjuta-Nationalpark“, sozusagen 😉

Danach fuhren wir dann nach noch zum Supermarkt, da bei uns auf einmal Gelüste nach Bratwürsten mit Sauerkraut aufkamen und ließen den Tag auf die übliche Weise (Bett aufbauen, lesen, schlafen) ausklingen.

Ayers Rock Resort – Kata Tjuta – ca. 120 km – 2 Stunden Fahrt

Tag 6, 6. Mai 2009: Ayers Rock Resort – Alice Springs: Mit lautem Geschepper zum Zentrum des Red Center

Tja, Zeit des Aufbruchs auf dem Ayers Rock Campingplatz. Schwerzen Herzens, aber doch mit so vielen fantastischen Bildern und Eindrücken bepackt, machten wir uns auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel: Alice Springs. Leider konnten wir aufgrund unseres limitierten Zeitrahmens die dritte Attraktion des Red Centers: den Kings Canyon nicht besuchen. Trotzdem führte uns der erste Teil unseres Weges zu „Alice“ in Richtung des „Grand Canyons“ Australiens.

Dann allerdings bogen wir nach rechts ab auf die „Ernest-Giles-Road“. Da unser 4-Wheel-Drive-Antrieb bisher kaum genutzt wurde, wurde er diesmal erheblich in Anspruch genommen. Die Straße war eine 100 km lange Schotterpiste mit gelegentlichen Sanddünen und es erforderte eine 100%ige S1035759Konzentration meinerseits auch auf der richtigen Spur zu bleiben. Noch dazu kam das ohrenbetäubende Geschepper, das die nächsten 2 Stunden anhalten sollte. Gegen Ende der Road, besuchten wir noch die Henbury-Meteoritenkrater (bis zu 80 m tiefe Einschlagskrater)… zusammen mit einer Million Fliegen. Kopfschüttelnd sahen wir auf unserem Weg auf der „Ernest-Giles-Road“, normalangetriebene Autos, deren Besitzer die armen Fahrzeuge unbarmherzig über die schlecht ausgebaute Straße quälten. Nach gut 5 Stunden erreichten wir dann das Zentrum des Outback: Alice Springs. Unser erster Stopp war bei unserer Maui-Filiale, wo wir unnötiges Equipment loswerden wollten, sowie einen kurzen Schwatz mit Paul, unserem Mechaniker aus Melbourne hielten.  Ansonsten erledigten wir S1035803notwendige Lebensmitteleinkäufe, besuchten ein Internetcafè und Katja stockte ihren Fotospeicherkartenvorrat auf. Unseren Abend ließen wir auf dem Mac-Donnell-Campground bei einem Barbeque ausklingen und… dummerweise begegneten wir im Bad wieder gackernde Teenager. Ja, ihr habt richtig geraten, die selben Gören, die wir schon am Ayers Rock zu hassen lernten.

Ayers Rock Resort – Alice Springs – 420 km – 5 Stunden Fahrt

Tag 7, 7. Mai 2009: Alice Springs – Renner Springs: Eine Fahrt durch das Nichts und eine Begegnung mit den Teufelskugeln

Wieder einmal ein früher Aufbruch, denn dieses Mal hieß die Devise: Kilometer schrubben, bis es nicht mehr geht. Zuerst erwachte ich zeitig und sicherte mir frühzeitig einen Platz unter der Dusche, bevor unsere Teen-Queens wieder stundenlang das Bad in Beschlag nehmen würden. Katja war schlauer und benutzte das weiter entfernte Bad. Und dann ging es „on the road“ again. Knapp nach Alice Springs erreichten wir den „Wendeskreis des Krebses“, was bedeutete, dass wir uns jetzt ganz offiziell in tropischen Gefilden aufhielten, wow! Dann ging es weiter durch das  Outback mit seinen vielseitigen Farben.

Die Kilometer schwanden nur so dahin und wir erreichten unser erstes Etappenziel für diesen Tag: Die „Devils Marbles“, das sind Sandsteinkugeln, die auf 18 QuadrS1035815atkilometer verteilt sind und teils wirklich ulkige Steinformationen bilden. Unsere beiden Fotografenherzen schlugen höher und die Speicherkarten ächzten verständlicherweise bei unserer Fotowut. Eigentlich wollten wir in Tennant Creek übernachten, entschieden uns aber, dass wir noch etwas  weiter fahren wollten. Unsere nächste große Station würde Katherine sein, und Katherine war noch gute 750 km von uns entfernt, also hieß es weiter Kilometer gutmachen. Kurz darauf erreichten wir „Wycliffe Well“, das UFO-Zentrum Australiens, der Ort mit den meisten UFO-Sichtungen. Ein wirklich interessantes kleines Roadhouse (Tankstelle, Kneipe, Hotel und Campingplatz in einem) mit vielen interessanten Zeitungsartikeln und Plastikaußerirdischen im Garten. Für uns „Akte-X“-Fans auf jedem Fall ein Muss!

Nach ein paar Diskussionen und da die Dunkelheit nahte (es ist besser im Outback sein Übernachtungsziel zu erreichten, bevor es dunkel wird, da die Gefahrt von Känguruhs, Kamelen oder anderen Tieren auf der Straße zuS1035848 hoch ist), entschieden wir uns in Renner Springs zu übernachten, einem kleinen Roadhouse mit Campingplatz direkt am Stuart Highway, wo wir nachts von den Roadtrains (bis zu 55 Meter langen Trucks) wachgehalten wurden. Naja, besser als nix, heiße Duschen und Toiletten gab es auch, was braucht ein Camper mehr, oder?

Alice Springs – Renner Springs – 600 km – 7 Stunden Fahrt

Tag 8, 8. Mai 2009: Renner Springs – Nitmiluk Nationalpark: Hitze, Schweiß und coole Drinks: Wir sind in den TROPEN!!!

Ja, ja die Nacht in Renner Springs war wirklich ein Erlebnis: gackernde Hühner, schnatternde Gänse, Roadtrains, so laut wie Düsenjets, krächzende Krähen und ein klapperndes Windrad. Trotzdem hab ich eigentlich ganz gut geschlafen, natürlich wie immer geplagt von komischen Träumen, dass ich auf ner Filmpremiere in Afrika bin und Karl Urban (neuseeländischer Schauspieler) treffe.

Naja, gut gelaunt ging es dann auf die letzten 550 km nach Norden, genauer gesagt in den „Katherine-Gorge-Nationalpark“ (oder auch Nitmiluk-Nationalpark). Unterwegs durch die unendlichen Weiten des Outbacks mit einem unfreiwilligen Zwischenstopp bei einem Gesetzeshüter, bei dem ich „blasen“ musste. Mit der Zeit wurde es immer wärmer, bzw. immer schwüler, denn wie ich schon geschrieben habe, wir sind in den TROPEN!!! Beim Daly Waters Pub machten wir unsere erste größere Pause, der Pub istS1035859 berühmt dafür, dass sehr viele weibliche Besucher ihre überflüssige Unterwäsche hinterlassen, die dann als Dekoration von der Decke baumelt. Ich fand das Pub und das Ambiente herum sehr reizend und witzig. Naja, wie auch immer, es ging zurück auf den Highway und gegen Mittag war für mich baden angesagt: In Mataranka gibt es einen Heißwasserpool und da die Temperaturen die 30 Grad locker überstiegen, freute ich mich auf das Bad wie ein Schnitzel. Der Pool lag inmitten eines tropischen Regenwaldes und das Wasser war sehr angenehm. Keine Abkühlung in dem Sinne, aber wirklich toll. Katja teilte meine Badeleidenschaft nicht so und war in der Zwischenzeit in ihr Buch vertieft. Frisch gestärkt ging es dann auf die letzten 100 km nach Katherine. Auf dem Highway befanden wir uns auf einmal mitten in einer Waldbrandzone, wobei es sich aber „nur“ auf einem bewusst gelegten Brand handelte.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann Katherine, das nur als kleiner Zwischenstopp dienen sollte, um E-Mails zu checken, sowie Einkäufe zu erledigen. Unser eigentliches Ziel lag 30 km östlich, der Nitmiluk-Nationalpark. Leider hatte das Besucherzentrum schon zu, wo man auch für seine Campingübernachtung zahlen konnte. So stellten wir uns einfach auf dem Campingplatz und hofften, dass da am nächsten Tag ein Männlein S1035880auftauchen würde. Wir parkten direkt neben einem anderen Bushy UND ich begegnete meinen ersten Hoppel in freier Wildbahn, kleine Känguruhs (Wallabees) hoppelten einfach zwischen Campern hin und her und erbettelten Essen. Die waren echt zuckersüß *schmelz*! Naja, es war schweineheiß, auch noch spät abends, also machten wir unseren Van erstmal so luftdurchlässig (nicht moskitodurchlässig natürlich) wie möglich. Leider gönnten es uns die Moskitos nicht, den Abend draußen zu sitzen, so verzogen wir uns in den Camper zum Lesen.

Renner Springs – Nitmiluk-Nationalpark – 550 km – 7 Stunden Fahrt

Kurzer Einwurf: Inzwischen bin ich wieder sicher im vorwinterlichen Melbourne gelandet, Temperaturdifferenz: 20 Grad!

Tag 9, 9. Mai 2009: Nitmiluk Nationalpark: Eine Bootsfahrt ohne Abkühlung…

Da das Besucherzentrum am Vortag schon geschlossen hatte, kam wie wir dachten, ein Ranger vorbei um die Campinggebühren „einzutreiben“. Danach machten wir uns auf zum Zentrum, um uns über die verschiedenen Bootstouren zu informieren. Da es bereits kurz vor 9 war, hatten wir uns kurz entschlossen für die 3-Gorges-Cruise entschieden.

Der Katherine-Gorge-Nationalpark ist berühmt wegen seiner 13 Schluchten, die der Katherine-River in die Landschaft gefräst hat. Während der Regenzeit liegt der Flußpegel teilweise 10 Meter über normal und man kann 8 Schluchten durchgehend befahren. In der Trockenzeit, die jetzt gerade ist, kann man nur 3 Schluchten mit einem Boot befahren, muss aber auch 3mal das Boot wechseln und ein bißchen über Felsen klettern. Auch ist es möglich die Schluchten mit dem Kayak zu erkunden, diese Touren werden aber erst ab Juni angeboten. Den besten Überblick hat man wohl mit dem Flugzeug, aber das war uns ein bißchen zu teuer!

So, Geschichtstunde beendet, da es bereits. 8.50 Uhr liefen wir schnell zurück zum Van und holten unsere lebenswichtigen Sachen (Kamera, Wasser, Sonnenmilch) und warteten am Bootssteg auf unsere Tour. Craig, unser Guide hatte immer ein paar flotte Sprüche auf den Lippen und erzählte uns viel Wissenwertes über die Schlucht und ihre Flora und FaunaS1035961 und auch von den Krokodilen im Fluss. Na toll! Nach 1,5 km hieß es Bootswechsel mit einem kurzen 10-minütigen Walk und schon gings ins nächste Boot. Die zweite Schlucht, war meiner Meinung nach die schönste, weil die Felswände richtig dicht nebeneinander standen. Die Temperaturen waren wieder mal tropisch hoch und wir schwitzten und schwitzten und schwitzten, obwohl Craig meinte, dass heute der erste heiße Tag wäre, die letzten Tage wäre es kühl gewesen, tztztztz.

In der dritten Schlucht sollte uns eine kleine Abkühlung erwarten. Craig führte uns zur Mittagspause zu einem Wasserfall, wo man auch baden konnte – garantiert krokodilfrei! Tja, es ging über Stock und Stein mit S1035939FlipFlops, da wir unsere Turnschuhe ähm… verlegt hatten.  Leider hatte ich in aller Eile meine Badesachen vergessen und war sehr traurig meinem neuen Hobby nicht frönen zu können. Schwimmen unterm Wasserfall ist das coolste, was man machen kann. Naja, ein bißchen traurig saß ich da und hielt zumindest meine Füße ins Wasser :(! Danach ging es wieder mit zwei weiteren Bootswechseln zurück zum Besucherzentrum.

Eigentlich wollten wir ja noch einen kleinen Walk  machen, entschieden uns aber aufgrund der heißen Temperaturen für Ausspannen am Campingplatz. Das hieß Wäsche waschen, lesen, und ich lag am Pool und arbeitete an meiner Bräune. Wir ließen den Tag mit Chili con Carne und Moskitos totschlagen ausklingen…

Nitmiluk-Nationalpark – 0 km – 0 Stunden Fahrt

Kurzer Einwurf: Seid ihr alle noch da? Und lest auch fleißig mit? Oder soll ich es lieber lassen, hinterlasst doch mal nen Kommentar bidde!

Tag 10, 10. Mai 2009: Nitmiluk-Nationalpark – Kakadu-Nationalpark: Schwimmen mit Krokodilen? Nein, danke, oder?

Die Nacht war mal wieder geprägt von der Hitze und ich verschwitzte mein T-Shirt. Wenigstens blieben wir von den Moskitos verschont, da wir den Van am Vorabend absolut insektenfrei gemacht hatten, mit Spray UND physischer Gewalt.

Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf dem Weg zum nächsten großen Highlight: dem 300 km entfernten Kakadu-Nationalpark. Zuvor jedoch nutzten wir einen Zwischenstop in Katherine für Einkäufe und Tanken. Danach gings dann wieder auf dem Stuart Highway gen Norden. Nach ca. 30 Kilometern besuchten wir noch die Edith Falls, wo ich eigentlich meinen ersten Sprung ins Wasser bzw. unter einem Wasserfall machen wollte. Aber die Edith Falls waren nicht wirklich imposant, war mehr so ein größerer Wildbach.

Weiter ging es dann also direkt in den Kakadu-Nationalpark. Am Eingang versorgten wir uns erstmal mit Informationen, was man denn hier so machen konnteS1035995 und vorallem, wohin wir überhaupt konnten. Der Kakadu steht nämlich während der Regenzeit zu fast 2 Dritteln unter Wasser, und da die Trockenzeit erst vor  ungefähr 3 Wochen begonnen hat und konnten wir noch nicht alle Straßen befahren :(! Außerdem heißt der Kakadu-NP nicht nach den gleichnamigen Vögeln, sondern wegen dem Aboriginal-Stamm Gagadju. Irgendein britischer Schreiberling hat sich da bei der Namensgebung wohl vertippt, typisch Briten!

Naja, jedenfalls ging es als Erstes zu den Gunlom Falls über gut 33 km Schotterpiste. Ja, ja, schon wieder Wasserfälle und die werden euch noch die restlichen Tage verfolgen, ich sags euch ;)! In jeden Fall nach wiederS1035990 mal reichlich Geschepper erreichten wir den dortigen Parkplatz mit Campingplatz und liefen erstmal  zu den Falls. Der Ranger im Info-Büro teilte mir mit, dass man dort ungestört baden konnte, das Wasser ist Salzwasserkrokodil-frei, nur ein Frischwasserkrokodil würde darin wohnen, aber die tun nix. Tja, dann hatten Katja und ich getrennte Wege. Ich entledigte mich all meiner Kleider, warf mich in meine Schwimmklamotten und genoss das kühle Bad, denn ihr wißt ja, wir sind in den Tropen und da isses immer heiß!

Katja machte sich an den steilen Aufstieg zur Abruchkante des Wasserfalls und ging ihrer Fotoleidenschaft nach. Ich plantschte im Pool umher, hielt aber immer nach Krokodilen Ausschau, da war aber nix, keine Sorge! Danach legte ich mich in die Sonne und überlegte noch Katja zu folgen, aber da es mal wieder so heiß war, las ich lieber mein Buch und schrieb Postkarten. Eine halbe Stunde später gesellte sich eine im Gesicht hochrote Katja zu  mir und erzählte mir, dass ich ziemlich geflucht hätte, wäre ich da hoch gelaufen. Also eine gute Entscheidung! Nach unserem Lunch ging es dann weiter, wieder über die Buckelpiste (da waren immer so kleine Buckel drin) zum Kakadu Highway.

Langsam aber sicher steuerten wir unser Nachtquartier an, unterbrochen von gelegentlichen Fotografieranfällen. Am Muirella-Park angekommen wurde dann sofort gekocht und gegessen und sich anschließend im Van verschanzt. Die Moskitos waren hier bei weitem schlimmer als im Nitmiluk. Kein Wunder, der Campingplatzbesitzer meinte, normalerweise würde wir uns 2 Meter unter Wasser befinden in der Regenzeit, na klasse! RAID, das hier übliche Insektenspray rettete uns mal wieder vor böswilligen Angriffen.

UND, in eigener Sache: meine Mama hatte am 10. Mai Geburtstag, Mama, im Nachhinein, alles Gute!

Nitmiluk-Nationalpark – Kakadu-Nationalpark – 540 km – ca. 6 Stunden Fahrt

Tag 11, 11. Mai 2009: Kakadu-Nationalpark: Felsenmalerei, ein Hirsch und das süße Nichtstun…

So, von dieser Nacht muss ich euch jetzt net erzählen, immer das Gleiche, schwitzen, Moskitos verjagen, merkwürdige Träume. Bei meinem routinemäßigen Toilettengang in der Nacht, hatte ich 4 Toiletten zur Auswahl. In der 1. war ne Riesenspinne, in der zweiten eine Kakerlake, Nummer 3 beherbergte einen Frosch und die vierte war verstopft, ich entschied mich dann für die Kakerlaken-Toilette, indem ich zu Gottfrieds (von Tonga, ihr wisst noch?)  Kollegen sagte: „Du bleibst in deiner Ecke, und ich in meiner!“

Am Morgen war dann wieder mal eine Dusche angesagt, die nur kurzzeitig S1036042erfrischte. Bereits um 8.30 Uhr waren wir dann bei unserer ersten Station angelangte, dem Nourlangie Rock, wo man 20.000 Jahre alte Felszeichnungen der Aboriginals anschauen konnte. Zusammen mit uns marschierte nur ein junger Mann mit Rucksack und…. einem goldenen Hirsch auf dem Rücken auf dem Gelände herum. Ich könnte schwören, dass das ein Bayer war, denn wer sonst könnte einen goldenen Hirsch mit Würde herumtragen? Leider war der Bursche nicht sehr gesprächig…

Die Felszeichnungen waren sehr imposant und beschäftigten uns ne Weile mit Fotos knippsen. Obwohl erst 8.30 Uhr am Morgen war es schon wieder so heiß, dass wir wieder mal schwitzten. Doch das hielt uns nicht davon ab noch einen steilen Berg zu erklimmen um von dort die Aussicht zu genießen.

Bevor die Touristenbushorden den Nourlangie Rock stürmten, waren wir S1036056schon wieder auf dem Rückweg zum Van, der uns weiter nach Jabiru bringen sollte. Katja hatte sich am Morgen dazu entschlossen, einen Rundflug über den Kakadu zu machen und der ging nun mal von Jabiru aus. Naja, Jabiru an sich ist nicht wirklich schön, im Grunde nur eine Ansammlung von Wohnhäusern mit Supermarkt und Hotels für die Touristen, sowie für die Arbeiter, der nahe gelegenen Uranmine (Uranmine im Nationalpark? Ja, man muss die Aussies nicht immer verstehen).

Wir aßen Fish and Chips zu Mittag und waren mal wieder im Supermarkt unterwegs (Getränke kaufen, gaaaanz wichtig). Da es immer noch heiß war, und Katjas Flug erst um 16.30 ging, besuchten wir das öffentliche Freibad dort und genossen in einem krokodilfreien Gewässer zu baden. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, waren in dem Schwimmbad auch viele Deutsche.

Um 16 Uhr brachte ich Frau K. zum Flugplatz und holte sie gegen 17.10 wieder ab. Da Kakadu so, entschuldigt mein Deutsch, scheißgroß ist, lohnt es sich wirklich Geld für einen Rundflug auszugeben. Ich hatte leider kein Budget :(! Kakadu soll angeblich der drittgrößte Nationalpark der Welt sein. Dann ging es zum Aurora Kakadu Campingplatz, wo es zur Feier des Tages lecker Hamburger gab, danach wieder das Gleiche: Flucht in den Camper, RAID, Mord und Totschlag, lesen, Bett…

Kakadu Nationalpark – 200 km – 3 Stunden Fahrt

Tag 12, 12. Mai 2009: Kakadu-Nationalpark – Litchfield-Nationalpark: Der Bushy wird gewaschen, heiß, heiß, heiß, Wasserfälle en masse!

Konnte nicht schlafen diese Nacht, war zu heiß (wie immer), krächzende Krähen unterhielten sich den ganzen Morgen und spielten Fußball mit unseren Teelichtern und ich begegnete wieder was Lebendigem auf der Toilette. Also alles in allem, ein toller Start in den Tag ;)!

Tja, irgendwie wollten wir ja Vögel beobachten am Morgen, leider kamen wir irgendwie zu spät los, in den Mamukala-Wetlands gabs deshalb nicht wirklich was zu sehen, war schon zu heiß für das Federvieh, naja für uns eigentlich auch. Danke an diejenigen, die die Klimaanlage erfunden haben!

Also, dann hieß es „Goodbye Kakadu, Hello Litchfield NP“, es ging über den S1036090Arnhem Highway rund 130 km Richtung Darwin, bevor eine Abkürzung zum Litchfield-Nationalpark nehmen wollten, die Marrakai-Road, 40 km Dirtroad, die uns rund 60 km Umweg ersparen sollte. Die Straße war eigentlich in einem sehr gutem Zustand, Katja konnte mal mit 80 km/h entlangbrettern, normalerweise fahren wir auf Gravel immer nur so 30 bis 60 km/h. Wir kamen gut voran, ABER DANN: hatten wir auf einmal zwei Flußdurchquerungen zu  meistern, der Margarete River war noch relativ einfach Wasserhöhe, gerade mal 10 cm, doch dann kam der Adelaide River, der schon eine Tiefe von meinem Knie hatte. Ich musste aussteigen und die Wassertiefe mit meinem Körper testen, na toll, war aber erfrischend und ohne Krokodile! Naja, nach kurzer Beratung, dachten wir uns Augen zu und durch und nach 10 Sekunden war die Durchquerung auch schon wieder vorbei.

Naja, nach dieser Aufregung ging es dann nach einem Zwischenstopp in S1036104Adelaide River, weiter nach Batchelor, der Startpunkt des Litchfield-Nationalpark, wo wir zur Information gingen und uns  einen Plan besorgten, sehr übersichtlich dort, da alle Attraktionen an einem Highway liegen. So, besuchten wir die Riesentermitenhügel als erstes, bevor es zu „Buleys Rockhole“ ging, kleinen Felsenpools, wo man baden konnte, aber völlig überlaufen war und so musste ich wohl oder übel wieder unverrichteter Dinge von dannen ziehen (hatte mich vorher im Gebüsch umgezogen!).

Nur 2 km weiter kamen wir dann zu den Florence Falls, die auch gleichzeitig S1036109unser Ziel unseres heutigen Tages sein sollten. Wir liefen zur Aussichtsplattform und genossen die weite Sicht und den Blick auf die Doppelwasserfälle. Naja und dann gab es kein Halten mehr, auch 160 Stufen konnten mich nicht davon abhalten mich in die Fluten zu stürzen. So versuchte ich auch direkt unter die Fälle zu schwimmen, ach es war herrlich, wie immer! Danach stand mir noch der Aufstieg bevor, ja ja 160 Stufen habens in sich, aber ich erreichte den Parkplatz und traf Katja auf ner Parkbank. Danach fuhren wir noch ca. 400 m weiter zum Campingplatz, der diesmal ziemlich einfach gehalten war.

Ein sogenannter Busch-Campingplatz mit Toilette und Dusche  für 6 Dollar. Ich machte mich ans Kochen und wir bemerkten auch die rauchgeschwängerte Luft, denn ca. 2 km von uns Luftlinie brannte es nämlich. Einer, der vorsätzlich gelegten Brände um den Graswuchs zu stoppen und praktisch dafür zu sorgen, dass etwas Neues dort wachsen kann. Bäume sind vom Feuer nicht betroffen, da sie noch genug Wasser gespeichert haben, um nicht zu verbrennen. Naja etwas mulmig war es uns ja schon…, aber die Park-Ranger werden schon wissen, was sie tun. Nach dem Abendessen (Fleischklösschen mit Nudeln), beobachten wir noch einen fantastischen Sonnenuntergang. Tja und als es dunkel wurde, bekamen wir wieder mal Besuch von alten Bekannten, den Moskitos, aber wenigstens war es nicht so schlimm wie im Kakadu. Ansonsten alles beim alten, Bett aufbauen, lesen, gute Nacht. Wir sind schrecklich langweilig, gell? Kein Partylife in der Nacht, ne?

Kakadu-Nationalpark-Nitmiluk Nationalpark – ca. 320 km – 3 Stunden Fahrt

Tag 13, 13. Mai 2009: Litchfield-Nationalpark: Von Fall zu Fall

Ja, wir hatten volles Programm heute, deshalb ging es relativ früh aus den Federn. Eine Menge Wasserfälle wollten wir uns heute ansehen und meine Schwimmsachen hatte ich schon parat ;)! Zuerst haben wir uns Buleys Rockhole noch einmal angeschaut, diesmal ohne badende Menschen in den Pools.

Danach stand uns nochmal ein Allrad-Abenteuer bevor: es ging rund 11 km S1036171quer durch den Busch über eine einspurige Sandpiste zu „Lost City“, Sandsteinformationen, die aussahen wie alte zerfallene Tempel. Ja, ja wir kamen uns auch ein bißchen so vor wie im kolumbianischen Dschungel, passend dazu hörten wir auch Shakira im Auto. Wir hofften, dass uns niemand entgegenkommen würde, da die „Straße“ nur einspurig war. Nach gut einer halben Stunden hatten wir unser Ziel erreicht und schwärmten aus, um zu viele Fotos wie möglich zu knippsen. Es war wirklich beeindruckend, was die Natur dort schuf und ich konnte Katja schwer losreißen, im Auto meinte sie, sie könnte hier Tage verbringen. Ich meinte nur scherzend, ich könnte sie heute abend ja abholen…

Weiter ging es nur ein paar Kilometer weiter zu den „Tolmer Falls“, die sich S1036181laut meinen Reiseführer in eine „wildromantische“ Schlucht stürzten… naja, sehr blumige Ausdrucksweise. Tja, die Wasserfälle waren auch recht schön, viel Zeit zum Knippsen hatten wir nicht, da wir vor der nächsten Reisegruppe fertig sein mussten. Dann machten wir noch einen kleinen Walk über Stock und Stein zum Tolmer Creek und zur Abbruchkante der Falls. Baden konnte man dort übrigens nicht, weil in den Höhlen der Wasserfälle eine seltene Fledermausart lebt. Aber die Füße in den Bach hängen, das konnten wir dann doch. Zurück am Parkplatz machten wir unser Mittagspause in der prallen tropischen Hitze.

Tja, und Wasserfall Nummer 2 sollte nicht lange warten, allerdings musste man dahin schon so  45 Minuten laufen. Zu den Tjabaeba Falls führte ein 2,5S1036198 km langer Wanderweg am Greenant Creek entlang und dann (und zu meiner „Freude“) über einen steilen Berg zur Abbruchkante. Und das in der schwülen Mittagshitze! Ich war erstmal fertig! Aber der Weg hatte sich gelohnt, denn oberhalb des Wasserfalls war ein großer, blauer, 4m tiefer Pool, wo ich natürlich am liebsten sofort reinspringen wollte. Vorher aber natürlich noch ein paar Bilder schießen. Danach genoß ich mein Bad und wir lagen dann beide anschließend in der Sonne, wir mussten ja noch an unserer Bräune arbeiten. Dann machten wir uns auf dem Rückweg, denn wir wollten uns ja noch etwas ansehen. Na? Ihr wisst bestimmt, was wir anschauen wollten, oder? Genau! Noch einen Wasserfall!

Die Wangi-Falls liegen ca. 15 km weiter an der Hauptstraße des LitchfieldNP. Aufgeheizt von der Hitze freuten wir uns tierisch auf ein Eis, das uns erfrischen sollte. Vom Infozentrum wussten wir schon, dass wir im Moment in den Wangi-Falls nicht baden konnte. Nichtsdestotrotz lief die Kameraspeicherkarte heiß. Diesmal gelang es mir auch Bilder von „Flying Foxes“ zu machen, Flughunde, die konnte ich schon nicht in Mataranka oder auf Tonga fotografieren.

Leider war auch der dortige Campingplatz geschlossen, was uns überlegen ließ, den Litchfield Park schon zu verlassen, um den morgigen Tag noch woanders zu verbringen. Kurz entschlossen taten wir das dann auch und übernachteten in der Nähe von Batchelor. Umgeben von Luxuscampervans, deren oft ältere Besitzer beschlossen, ein Jahr oder länger ihr eigenes Land zu bereisen. Wir hatten mal keinen Bock zu kochen und so genossen wir unseren Fisch und Krokodil und verschwanden dann zum Lesen in den Camper. Edit: die Moskitos ließen uns weitestgehend in Ruhe.

Litchfield NP – ca. 100 km – ca. 2 Stunden Fahrt

Tag 14. 14. Mai 2009: Litchfield NP – Darwin: Hüpfende Krokodile und am „Top End“

So, wieder mal Aufbruch, und langsam aber sicher ist Reste essen angesagt, das letzte Porridge wird verschlungen zum Frühstück und dann Sachen zusammenpacken und ab gehts auf dem Highway.

Erstes Ziel heute ist „Fogg Dam“ ein Teil der Wetlands, wo Behörden versucht hatten einen Damm zu errichten, naja das Projekt wurde fallen gelassen und jetzt isses wieder ein Feuchtbiotop und Millionen von Vögeln, Wassergetier und.. Krokodilen. Als wir den Parkplatz erreichten und zum Damm liefen, sahen wir ein Schild, dass der Walk aufgrund eines groooßen Salzwasserkrokodils gesperrt ist, denn die Viecher können blitzschnell aus dem Wasser springen und schon bin ich Krokodilfutter, keine schönen Aussichten also! Naja ein paar Minuten später trafen wir auch ein paar Ranger, die meinten wir könnten mit dem Auto über dem Damm fahren, das wäre sicherer. Na gut, dachten wir uns, holten den Bushy und Katja konnte los fotografieren, für mich war das Ganze nicht so spannend, ich bin halt nicht so der Vogelmensch und meine Kamera kann auch keine Vögel ganz nah fotografieren. Jedenfalls beobachtete ich immer ganz gespannt das Wasser, ob da nicht irgendwas raushüpft, oder so.

Apropos hüpfen unser nächstes Ziel lag nur ein paar Kilometer weiter… naja jedenfalls dachten wir das, wir folgten einfach den Schildern „Jumping S1036256Crocodile Cruise“ (Hüpfendes Krokodil Flussfahrt). Naja, aber irgendwie fuhren wir durch weite Grasebenen auf einem Wald-und Wiesenweg und weit und breit war kein Fluss zu sehen! Gelegentliche Schilder gaben uns aber den Hinweis, dass wir sehr Willkommen sind, der Fluss gleich kommen würde und sie unsere Staubwolke schon sehen konnten. Naja, nach gut 10 Minuten Fahrt erreichten wir eine ähm… Hütte/Rezeption, das wohl unser Endziel sein sollte. Eigentlich wollten Katja und ich mit Bankkarte bezahlen, aber das konnten wir wohl vergessen. Gut präpariert mit Sonnenmilch und Moskitospray betraten wir das „Büro“ und wurden von Morgan, unseren Kapitän/Krokodilfütterer herzlich begrüßt. Mein Ausflug in die Toilette dort war sehr abenteuerlich, es war eine bessere Campingtoilette in einer Wellblechhütte, mit genauen Instruktionen, was man tun musste.

Wir waren eine bunt gemischte Truppe aus Franzosen, Aussies und bloody Germans (wir!). Um 11 Uhr legte unser Boot, naja wohl eher eine Schaluppe,S1036251 ab und schon am Pier wartete ein Krokodil auf uns. War das aufregend, das Krokodil war teilweise vllt 20 cm Luftlinie von uns entfernt. Morgan brachte das Krokodil zum Springen, in dem er es mit Fleisch anlockte, die Flussfahrt dauerte rund ein einhalb Stunden und wir sahen rund 7 Krokodile, das längste war 6 Meter lang, außerdem erzählte er uns viel Wissenswertes über das Leben am Fluss. Übrigens der Fluss heißt Adelaide River, ist also der selbe Fluss, den wir durchquert hatten, einige Tage zuvor. Außerdem bekamen wir noch Seeadler und andere Greifvögel zu sehen. Ein wirklich ganz tolles Erlebnis, ein absolutes Highlight unserer Reise. Danach ging es über den Wiesenweg zurück zum Highway und zu unserem Endziel: nach Darwin.

Ja, wir hatten noch überlegt irgendwo außerhalb von Darwin zu bleiben, da wir ja noch 2 Tage dort hatten, entschieden uns aber, uns Darwin etwas anzuschauen. Gegen Mittag kamen wir an und suchten erstmal das große M für Lunch auf. Danach verschafften wir uns einen kleinen Überblick von der Stadt am „Top End“. Unser Weg führte uns schließlich zum Mihil Beach, der bekannte Stadtstrand. Dort sollte heute ein Markt stattfinden. Naja, wir fanden es eigentlich schon wieder zu heiß und so entschieden wir, uns einen Campingplatz für die Nacht zu suchen und auszuspannen. Tja, ich hab mich beim letzten Tageslicht noch in den Pool geschmissen und Katja war im Internet, ansonsten verbrachten wir unsere letzte Nacht im Camper *heul*!

Litchfield NP – Darwin – ca. 220 km – 2 Stunden Fahrt

Tag 15, 15. Mai 2009: Abschied vom Bushy und wieder mal viel zu heiß

Der letzte Tag im Camper brach an, das hieß frühes Aufstehen und komplette Grundreinigung des Bushys, denn der rote Staub hing in jeder Ritze. Danach klapperten wir in Darwin noch alle Sehenswürdigkeiten ab, die man besser mit dem Auto erreichen konnte. Wir verbrachten ein paar Stunden im Botanischen Garten und am Hafen. Wir checkten dann in „Elkes Backpackers“ ein und reservierten uns beide ein Bett in einem klimakontrollierten Zimmer.

Danach hieß es Abschied nehmen von unserem Bushcamper WDN-262. Wir fuhren zur Britz-Niederlassung außerhalb von Darwin und warteten gespannt, als der Wagen durchgecheckt wurde S1036298und lernten dabei mal die Kollegen am Top End kennen. Alles war in Ordnung und wir warteten anschließend an der Bushaltestelle endlose 20 Minuten in der Hitze bis mal ein Bus anhielt um uns mitzunehmen, denn ca. 10 Busse fuhren an uns vorbei mit dem Schild „not in Service“! Es ging zurück in die Stadt und da wir nichts anderes vor hatten und.. ihr werdet es erraten… die tropische Hitze wieder mal groß war, gingen wir ins Kino in „Angels and Demons“ (Die Illuminati). Im Kinosaal war es mir dann beinahe zu kalt und ich hatte Gänsehaut *fröstel*. Guter Film übrigens!

Tja und als wir das Kino verließen war es dann wieder zu warm. Das Wetter gemixt mit der Klimaanlage macht einen hier fertisch! Danach ging es ins Hostel und ehrlicherweise muss ich sagen: Ich bin kein Hostelmensch mehr! Ich glaube, ich werde alt, aber diese ewigen oberflächlichen Gespräche und Reisegeschichten. Dann das Gruppengesaufe… nein danke. Ja, ich bin alt :(!

Es ging dann ins Bett und dummerweise wurde in der Nacht die Klimaanlage abgestellt, was mich tierisch ärgerte, denn ich verschwitzte ein ganzes T-Shirt!

Darwin – ca. 50 km – 1 Stunde Fahrt

Tag 16 und 17: 16./17. Mai 2009: Ausspannen am Top End, Arbeiten an der Bräune und… Heimflug nach Melbourne

Die letzten beiden Urlaubstage brachen an und Katja und ich hatten nicht so richtig nen Plan, was wir noch machen wollten, da Darwin recht überschaubar ist  und wir die Sehenswürdigkeiten in der Stadt relativ schnell durch hatten.  Dann suchten wir uns ein billiges, klimatisiertes Internetcafe (siehe Tag 1), wo wir unsere Blogs beginnen konnten bzw. uns wieder mal den lieben Freunden und Familienangehörigen zu melden, dass wir noch am Leben sind. Am Nachmittag lagen wir dann an der Esplanade, an einer Parkanlage am Meer, auf der Wiese und sonnten uns um unseren Bräunungsgrad zu verbessern. Ansonsten geschah nichts Weltbewegendes mehr.

Auch der Sonntag, unser Abflugtag lief ungefähr nach dem gleichen Schema ab, Frühstück, dann lagerten wir unsere Rucksäcke für den Abflug am Abend S1036303im Hostel, dann ging es ins Internetcafe, dann zum Sonnen. Gegen 16.20 Uhr kam der Shuttlebus, der uns zum Flughafen bringen sollte. Und dann um 18.15 Uhr hieß dann: „Bye bye Darwin, 30 Grad und Willkommen Melbourne, 10 Grad“. Der Flieger flog fast exact unsere Reiseroute ab und dauerte ungefähr 4 Stunden, mir war irgendwie stinklangweilig, da es keine Bordhunterhaltung gab (kostet extra-Billigflieger) und mir kam der Flug eewig vor. Bei, wie gesagt 10 Grad, landeten wir in Melbourne verfrachteten unsere Hintern in ein Taxi und fuhren nach Hause und fielen müde ins Bett. Ein wirklich fantastischer Urlaub ging zu Ende. Outback, I will miss you!

Eckdaten:

Adelaide-Darwin:

gefahrene Kilometer: 4696 km

getankte Liter/Kosten: 725 Liter zu 999,65 Dollar

verschwitzte T-Shirts meinerseits: 5

getötete Mücken/Moskitos: 2000

gesichtete Schlangen/giftspritzende Frösche/ Spinnen: 0/0.5/3

Sonnenbrände: 2

zugenommene Kilos: 0

So, Leute, das war´s! Endlich ist mein Trip fertig erzählt, hoffe, meine Erzählungen waren euch nicht zu langweilig. Vielen Dank für die ganze Leserei und ich hoffe, euch haben meine Geschichtchen gefallen.

Gruß Euer Crocodile-Hunter

Katrin

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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