Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Bowen Falls’

Hallöchen an alle,

ich würde sagen, mein Jetlag ist inzwischen bekämpft und das Wetter in Franken ist erstaunlich warm und sonnig. Ich bin euch noch ein oder zwei Beiträge aus Neuseeland schuldig, also mache ich mich mal frisch ans Werk.

3. Mai 2011: Busfahrt nach Milford Sound:

Wie schon im vorigen Beitrag geschrieben, konnten Katja und ich nicht zusammen mit dem Bus nach Milford fahren, was zwar ein bißchen doof war, aber was soll´s ankommen würde wir beide. Also während Katja das Hostel schon gegen 6.45 Uhr verlassen musste, ging mein Bus erst um 7.30 Uhr und dieser holte mich noch direkt vom Central YHA ab.

Auf der Fahrt entlang des Lake Wakatipu konnte man die nebelverhangenen Berge sehen und es tröpfelte auch stellenweise. Nach gut 1.5 Stunden legten wir dann einen kurzen Pitstopp in Te Anau an und ratet mal, wen ich da bei KiwiCountry traf? Richtig! Katja und ihr Bus waren auch da, nach einem kurzen Gespräch gings dann schon wieder los auf die berühmte Milford Road.

Es ist schon fast 7 Jahre her, seit dem ich zuletzt diese fantastische Straße gefahren bin und sie hat nichts von ihrer Faszination verloren. Der Regenwald, die Berge, die fantastischen Ausblicke, Milford Road ist eine der schönsten Bergstraßen dieser Welt.

Den ersten Fotostop machten wir im Eglinton Valley, leider war das Wetter nicht auf unserer Seite, es nieselte. Es folgten Stops bei den Mirror Lake, in Knobs Flat und am berühmt-berüchtigten Homer Tunnel. Diesen Tunnel kenne ich noch gut aus meinen Maui-Zeiten in Queenstown, irgendwelche Touristen rammten immer mit Vorliebe die Wände des Tunnels mit ihrem Wohnmobil und sagten dann immer am Schalter „nur ein kleiner Schaden“!

Das letzte Stück auf der Milford Road nach dem Homer Tunnel ist mir persönlich der liebste. Die Serpentinenstraße schlängelt sich durch das enge Tal und rechts und links sind die bis zu 2800 Meter hohen Berge. Der letzte Stop vor Milford Sound ist „The Chasm“, ein enger Felsdurchgang, durch den das Wasser nur so durchrauscht. Da wir einen engen Zeitplan hatten, konnten wir nur ein, zwei Fotos machen  und mussten dann wieder zum Bus. Denn die anderen Fahrgäste hatten eine Cruise um 13.30 Uhr, die sie nicht verpassen durften.

Am Abfahrtsterminal der Boote traf ich mich dann wieder mit Katja und schnüffelte das erste Mal wieder Milford Luft und hatte gleich 30 Sandfliegen um mich herum. Naja, diese kleinen Viecher vermisste ich nicht und ich hatte auch kein Insektenspray bei mir, wirklich gute Vorbereitung ;)! Als nächstes ging es zu Katjas und meine Unterkunft für die nächsten Tage. Rund 70 Personen leben im Winter in Milford und im Sommer bis zu 120!

Geschockt war ich etwas über den Zustand der Gemeinschaftsküche und wollte am liebsten als Putzteufel tätig werden. Unglaublich wie manche Leute mit Dingen umgehen, die einen nicht selbst gehören. Katja und ich kochten erstmal (an einem sauber geputzen Herd) und dann verbrachten wir den restlichen Tag mit Duschen und TV.

4. Mai 2011: 1. Bootsfahrt hinaus in den Fjord

Endlich wieder mal ein Zimmer für mich selbst, dachte ich am nächsten Morgen. Ich begann den Tag sehr langsam, ich schlief bis 9 Uhr, frühstückte und nahm mir Zeit meine Bilder zu bearbeiten. Gegen 10.30 Uhr marschierte ich dann entlang der Waterfront und dem „Broadway“ (Holzsteg durch den Regenwald) zur Bootsanlegestelle. Das Wetter war wechselhaft, bewölkt aber noch angenehm warm (18, 19 Grad). Um 11 Uhr begann dann das Boarding der „Pride of Milford“. Ganze 20 Fahrgäste für ein Boot, das bis zu 300 Personen aufnehmen konnte, das erinnerte schon sehr an eine Privatführung. Katja ist auf diesem Boot der Chef und scheuchte ihre Crew herum zum Putzen und Wienern, schon interessant zu zusehen, wenn man sie sonst nur von der Freundschaftsseite kennt. Ich möchte nicht für sie arbeiten 😉 (nur Spaß).

Die Cruise führte uns an den Bowen Falls vorbei, hinaus in den Fjord, umrahmt von bis zu 2000 Meter hohen Bergen. Besonders wenn es regnet, kann man 1000de von Wasserfällen sehen, die von den steilen Hängen herunterkommen. Da aber die letzten Tage nicht sehr regenintensiv waren, hielten sich die Wasserfälle in Grenzen. Der Skipper erklärte auch allerhand Wissenswertes über die berühmteste Touristenattraktion Neuseelands. Auf einmal wurde die Crew sehr aufgeregt, denn Flaschennasen-Delphine tummelten sich plötzlich um unser Boot, ich filmte alles so gut ich konnte. Unter ihnen war auch ein paar Seehunde. Dafür liebe ich Neuseeland, die unberührte Natur und das Wildlife.

Das Boot fuhr weiter zum Eingang des Fjords, der von Captain Cook im 19. Jahrhundert glatt übersehen wurde. Er dachte, es wäre nur eine kleine Bucht. Draußen auf der Tasman Sea wurde es schon stürmischer und der Seegang nahm zu. Unerschütterlich wie ich bin, blieb weiterhin auf dem Aussichtsdeck, aber mein Magen fand das wohl nicht so toll und rumorte kräftig. Für den nächsten Programmpunkt der fast 2 Stunden langen Cruise fuhr das Boot sehr dicht an die höchsten permanenten Wasserfälle von Milford heran: den Stirling Falls. Als Abschluss ging es dann noch nach Harrison Cove, der Nachbarbucht von Milford und dem dort gelegenen Unterwasserobservatorium. Nicht alle Passagiere haben diese Attraktion mitgebucht. Man kann dort die Unterwasserwelt von Milford besichtigen, die sich weitestgehend in der Süßwasserschicht (bis zu 10 Meter) des Fjords abspielt. Da der Sound bis zu 350 m tief ist, es ist es vielen Fischen einfach zu kalt da unten.

Gegen 13 Uhr war ich dann wieder Bootsterminal und ich begann meine Fototour an der Waterfront entlang. Milford Sound, Mitre Peak und Regenwald-Fotos en massè, begleitet von geschätzen 10000den von Sandfliegen versteht sich. Ich erkundete ein bißchen „meine Heimat“ für die nächsten Tage, was eigentlich relativ schnell beendet war. Milford ist klein… sehr klein.

Abends gesellte sich wieder Katja zu mir und wir kochten gemeinsam und sahen fern. Für den nächsten Tag plante ich, Milford Sound auf der Encounter Cruise näher kennenzulernen. Die Encounter-Cruise fährt ungefähr dieselbe Route wie die normale Cruise, allerdings auf einem viel kleineren Boot und mit einem Nature-Guide, der alles Wissenswerte über den Fjord erzählt.

5. Mai 2011: Ans Bootfahren kann man sich gewöhnen…

Also wie oben schon erwähnt, packte ich gegen 12 Uhr wieder meinen Rucksack und ging zum Bootsterminal. Es regnete die ganze Nacht und den Morgen, nichts Ungewöhnliches für den nassesten Ort Neuseelands. Gerade als ich zum Terminal ging, kam die Sonne raus und nichts hielts mich mehr um Fotos in Sonne von Milford zu machen. Ich war aber mit einer Regenjacke bewaffnet, nur für den Fall, dass der Regen wieder einsetzte.

Die Encounter-Cruise hat mir wesentlich besser gefallen als die normale. Es wurde richtig viel über die Flora und Fauna des Fjords erklärt. Auch sichteten wir ein paar Seals und fuhren teilweise richtig dicht an die steilen Felswände heran. Dem Regen letzter Nacht sei Dank konnten wir zahlreiche neue Wasserfälle entdecken, was vor allem mich sehr freute. Es war zwar extrem windig und kalt, trotz dieser Widrigkeiten hielt ich es draußen aus.

Ansonsten hieß es langsam aber sicher Abschied nehmen von Milford. Am nächsten Tag nachmittags würde mein Bus zurück nach Queenstown gehen.

P.S. Bilder unter Picasa

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

%d Bloggern gefällt das: