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Posts Tagged ‘Mt. Cook’

7 lange Monate war es her, dass ich Katja damals am Flughafen in Vancouver verabschiedet hatte und das letzte Mal gesehen hatte. Das wollten wir beide natürlich ändern. Schon vor ein paar Wochen planten wir deshalb unser Treffen und da Katja immer 10 Tage arbeitet und 4 Tage frei hat, war es etwas schwierig. Schließlich einigten wir uns auf das Wochenende um den 1. Mai und die Location.

Wir wollten uns am Lake Tekapo treffen und anschließend den höchsten Berg Neuseelands, den Mt. Cook, besuchen. Ich hatte  mich einige Tage vor dem Trip dazu entschlossen, nach Deutschland zurückzukehren und würde dann mit Katja weiter nach Queenstown und Milford Sound reisen.

Freitagabend, der letzte Abend in Rolleston, verbrachte ich mit Nicole und Danielle, der Vermieterin vor dem TV. Grund? Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Royalist bin und praktisch jede Hochzeit, Taufe, Beerdigung oder Krönung eines Königshauses mir anschaue. Aufgrund der Zeitverschiebung dauerte das Spektakel bis weit nach Mitternacht, ich  fand aber die Feier sehr gelungen. Einzig störte mich der rote Hochzeitsanzug von Wills, der komische Ausschnitt an Kates Kleid sowie der hässliche Hut von Prinzessin Beatrice.

Samstag, 30. April: Lake Tekapo bei sommerlichen Temperaturen

Für mich hieß es relativ früh aufstehen, meinen ganzen Kram einpacken. Was hieß einen 20 kg Koffer, einen 8 kg Rucksack plus meinen Laptop. Andreas war noch so nett mich zum Rolleston Pub zu fahren, wo der Nakedbus mich nach Tekapo mitnehmen würde. Eine wirklich günstige Art zu reisen in Neuseeland. Der NakedBus hält in jedem größeren Ort an und die Preise sind unschlagbar. Man muss allerdings sich darauf einstellen, dass dieser Bus keine Sightseeing-Stops macht, sondern einfach nur durchfährt.

Nach gut 3 Stunden Fahrt kam ich bei herrlichen Sonnenschein und rund 23 Grad Außentemperatur am Lake Tekapo an. Von Katja, die mit einem Leihwagen von Queenstown aus kam, war noch keine Spur zu sehen. Nach einem kurzen Telefonanruf erfuhr ich, dass sie noch gut 45 Minuten nach Tekapo brauchte. Also machte ich es mir mit meinem Gepäck auf einer Bank an der Lakefront gemütlich und genoß die warme Sonne. Nach ausführlicher Beobachtung von Mini-Golfern und Einparkmethoden von Campervanfahrern kam dann eine kleine, blonde Gestalt auf mich zu.  Herzlich begrüssten Katja und ich uns nach der langen Zeit.

Und wie immer, wenn wir auf Reisen sind, genehmigten wir uns Fish & Chips und genossen das warme Wetter. Das Mac-Kenzie-Country, zu dem Lake Tekapo und der Mt. Cook gehören, sind einer meiner absoluten Lieblingsregionen der Südinsel und nach dem Mittagessen hielt uns nichts mehr und wir fuhren zur berühmtesten Sehenswürdigkeit am Lake Tekapo: der Church of the Good Shepard, direkt am See. Dort ließen wieder mal unsere Fotospeicher heiß. Wir waren allerdings etwas unter Zeitdruck, da wir zum Sonnenuntergang zur Mt.  John Observatory wollten.

Diese Sternenwarte befindet sich auf einem Berg in direkter Lage am Lake Tekapo, wo man fantastische Fotos vom Sonnenuntergang und dem See machen konnte. Katja meisterte die mit unzähligen Serpentinen gepflasterte Straße mit Bravour und wieder einmal wurden unsere Kameras (Foto und Video) überstrapaziert. Wir blieben auf dem Berg bis weit nach den Öffnungszeiten und so kam es auch, dass wir „Begleitschutz“ bei der Runterfahrt hatten, die Angestellten der Sternenwarte mussten das Tor nach uns schließen.

Abends im Hostel ließen wir erstmal unsere Laptops heißlaufen, vor allem mein Toshiba lechzte nach einem unlimitierten Internetzugang nach einer Woche. Katja zauberte ein leckeres Pilzrisotto und ich versuchte die Korean Air zu erreichen, um mein Flugticket umzubuchen zu lassen (was erstmal schief lief).

Sonntag, 1. Mai: Mt. Cook (Aoraki) in herbstlichen Farben

Wir checkten gegen 10 Uhr morgens aus und statteten der Church noch einmal einen Besuch ab. Das Wetter war zwar immer noch schön, aber ein paar Wolken kamen schon auf. Nichtsdestotrotz machten wir uns gut gelaunt auf zum cirka 100 km entfernten  Mt. Cook (3754m). Um mal was Neues zu sehen, fuhren wir den „Scenic Drive“  am Lake Pukaki entlang. Am Pukaki Lookout konnten wir schon einen Blick auf den Aoraki erhaschen.

Wir bogen vom Statehighway 8 ab und fuhren entlang des Sees Richtung Mt. Cook village, dort lag auch unsere Unterkunft. Wir stoppten unzählige Male um den Berg mit den bunten Herbstwäldern zu fotografieren. Der Himmel hatte sich mittlerweile etwas zugezogen, jedoch regnete es nicht und es war noch angenehm warm. Gegen frühen Nachmittag erreichten wir das YHA im Mt. Cook village, bezogen unser Zimmer und wollten noch eine Kleinigkeit kochen, bevor wir wandern wollten. Leider fiel zu diesem Zeitpunkt der Strom aus und es war etwas schwierig die Suppe heiß zu kriegen. Heiß wurde uns dann doch, denn ich hatte den Chili-Streuer mit dem Paprika-Streuer verwechselt und unsere Gesichtsfarbe wechselte zu rot und dunkelrot.

Aufgrund, dass die Sonne schon gegen 17 Uhr untergehen würde, entschlossen wir uns ein Stück des Hooker Valley Walk zu wandern. Normalerweise dauert der Weg zum Hooker Lake 3 Stunden, aber wir schauten einfach mal, wie weit wir kamen. Obwohl wir beide schon einmal die Wanderung gemacht hatten, war es trotzdem ein wunderschönes Erlebnis und auch die Sonne ließ sich blicken. Ihr könnt Euch sicher denken, dass wir wieder unzählige Fotos machten und ich hatte meine Abneigung gegen Hängebrücken (es gibt 2 auf der Wanderung) abgelegt.

Geschafft, glücklich und ein wenig frierend kamen wir wieder im Hostel an und dieses Mal war ich der Koch. Es war auch sehr muckelig warm und so ließ es sich auch gut schlafen.

Montag, 3. Mai: back in Queenstown

Am nächsten Morgen machte sich Katja auf zur Tasman Lake Tour, einer Bootstour über den Tasman Lake, wo man Eisberge fotografieren konnte. Aufgrund meines begrenzten Budgets fiel dieser Ausflug für mich aus. Stattdessen beschäftigte ich  mich ausgiebig mit dem Internet um mich mal wieder auf den Laufenden zu bringen.

Gegen 13 Uhr machten wir uns auf Richtung Queenstown. Katja musste das Auto gegen 17 Uhr wieder zurückbringen. Inzwischen begann es auch zu regnen und so fielen die geplanten Fotostopps am Lindis Pass und in Cromwell aus. Ich freute mich außerdem, nach fast 3 Jahren Queenstown wieder zu sehen. Allein schon in Frankton hatte sich soviel verändert. Bürgerbuden, neue Apartmenthäuser und Cafès. Allerdings war der Altort Queenstown immer noch dasselbe.

Da Katja noch nie bei „Ferg Burger“ (beste Burger der Welt) war, wollte ich sie eigentlich dorthin schleppen. Nach einem kleinen Rundgang durch die Einkaufsstraßen kam mir dann doch eine andere Idee. Und so saßen wir dann in „Winnies“ Pizzeria (beste Pizza der Welt) bei einer ausgezeichneten Pizza, wie immer. Später genossen wir dann den Luxus eines Doppelzimmers und ließen die Laptops heißlaufen ;).

Bei der Buchung des Busses nach Milford Sound entstand allerdings ein kleines Problem und Katja und ich mussten mit getrennten Bus die Reise antreten, was im Endeffekt dann aber auch wirklich egal war.

Von diesem Trip berichte ich dann im nächsten Beitrag.

Liebe Grüße aus dem Frankenland (bin am Freitag angekommen)

Eure Katrin


P.S. Bilder wie immer auf Picasa oder KLICK

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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