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Hallo Ihr alle,

sorry für den sehr verspäteten Blog-Eintrag über Vietnam. Nach fast 3 Monaten finde ich endlich einmal Muse von meinen Erlebnissen in Vietnam zu berichten.

22. – 24. September 2012: Ho-Chi-Minh City (HCMC) aka Saigon

Unterkunft: Red Sun Hotel

Unser Vermutungen hatten sich bestätigt, am Flughafen von Siem Reap wurde unser für 11.15 Uhr geplanter Flug verschoben auf 13.30. Cambodia Air gab uns Zugang zur Vietnam Airlines Lounge, wo wir Mittagessen bekamen und ausruhen konnten. Es war ein bißchen schwierig das Hotel in Saigon zu verständigen, da wir eine Abholzeit vom Flughafen vereinbart hatten, die wir nun nicht mehr wahrnehmen konnten. Tja meine O2 Rechnung wird etwas höher ausfallen diesen Monat😉.

Angekommen in Saigon mussten wir unsere Visa-Formalitäten erledigen, das hieß Dutzende Formulare ausfüllen und dann dem Officer aushändigen zusammen dem Reisepass und 2 Passbildern. Nach 5 Minuten wurde der Name aufgerufen (leicht unverständlich) und man erhhielt sein eingeklebtes Visa im Reisepass.

Angekommen in mit dem Airport-Transfer in Downtown Ho-Chi-Minh City (Saigon)  wollten wir uns nach dem Einchecken im Hotel eigentlich einen ersten Eindruck von der Millionenmetropole (7 Mio. Einwohner) verschaffen. Allerdings hatte sich meine Erkältung erheblich verschlechtert. Durch den Luftdruck während des Fluges war mein Ohr dicht. Also hieß es für mich ab zur Apotheke, die bequemerweise nur 200 Meter vom Hotel weg war. Naja ich habe sehr merkwürdige Medikamente erhalten, Anti-Histamin gegen Allergien (???), Antibiotika (für ne Erkältung… naja) und Strepsils-Halsschmerztabletten, die schon halfen. IMG_4230

Katja machte sich also auf in die Stadt und ich lag im Bett und schlief. Nach 3 Stunden kam sie dann wieder mit einer Hühnersuppe für mich, dankeschön. Gemäß ihren Schilderungen war der Saigon Straßenverkehr wohl ein Vielfaches verrückter als in Phnom Penh. Mopeds, Autos, Fahrräder sind wirklich überall und die Straße zu überqueren ist ein Abenteuer. Ich war gespannt auf den nächsten Tag und hoffte auf eine Verbesserung meiner Erkältung.

Nach dem Frühstück buchten wir erst einmal den Open Tour Bus nach Nha Trang. Die Bade-und Partymetropole liegt rund 320 km nordöstlich von Saigon. Dann hieß es also los zum Sightseeing, auf der Liste standen für uns die Kathedrale und das historische Postamt. Ich war erstaunt wieviele Vietnamnesen christlichen Glaubens sind. Fast 40 % der IMG_4245Bevölkerung sind Christen, unglaublich und mitten Saigon steht eine der größten Kirchen des Landes. Direkt daneben im Postamt im französischem Kolonialstil stöberten wir etwas im Souvenirshop, bevor es weiter ging Richtung Revolutionary Museum, im selben Still erbaut wie die Post. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen Seite und da macht Fotos schießen gleich mehr Spaß. Nach der Oper liefen wir langsam zurück Richtung Hotel, die Erkältung behinderte mich doch noch sehr und ich wurde müde. Vorher machten wir noch einen Abstecher zum Market. Katja schlug zu bei den Souvenirs, sodass sie sogleich entschied später noch einmal zum Postamt zu gehen um ein Paket nach Hause zu schicken (das insgesamt Dritte!!!).

Nach einem Nachmittagsschläfchen ging es also zurück zum Postamt. Auf der Straßenkarte meinte ich eine Abkürzung gesehen zu haben, was dann aber leider doch nicht so war. Nein, Navigation in Asien ist definitiv nicht meine Stärke (okay, ich schiebe es auf die Erkältung), wir verliefen uns gleich zweimal! Um kurz nach 5 kamen wir bei der Post an und das Ein-und Verpacken von Katjas Paket dauerte fast 45 Minuten!

Ein Taxi brachte uns zur Promenade am Saigon River, unser Dinner hatten wir auf einer Dachterrasse in der Nähe der Haupteinkaufsstraße (für die Reichen). Zurück im Hotel hieß es dann Packen für die erste Etappe auf unserem 2500 km langen Weg nach Hanoi.

24. – 25. September: Nha Trang

Unterkunft: Phu Tinh Hotel

Am frühen Morgen wurden wir von unserem Open Tour Bus von unserem Hotel in Saigon abgeholt. Open Tour Busse gibt es überall in Vietnam und sind neben dem Wiedervereinigungszug das wichtigste Beförderungsmittel für Touristen in Vietnam. Ausländern ist es nicht erlaubt in Vietnam Auto oder Motorrad zu fahren. Bei den Open Tour Busanbietern gibt es aber auch himmelweite Unterschiede. Die Busse werden nämlich auch häufig von den Vietnamesen selbst benutzt. Nun, persönlich habe ich nichts gegen Locals, allerdings hatte ich bei der Internetrecherche vor unserem Urlaub unter den Open Tours etwas mehr Touristisches verstanden. Wo z. B. auch Touristenattraktionen auf dem Weg zum Endziel abgefahren werden. Es schien so, als hätten Katja und ich bei unseren 3 Open Touren leider Pech mit den Anbietern gehabt. Von anderen Reisenden hörten wir gute Kritiken für Sinh Cafe Travels. Mit diesen Bussen reisen weitestgehend Touristen und die machten wohl auch Touri-Stops. Naja, man kann es nicht ändern.

Unsere erste Open Tour führte uns also rund 400 km nördlich von Saigon über Mui Ne Beach nach Nha Trang. Start war um 8.30 Uhr und wir kamen gegen 18.30 Uhr an. Heftige Gewitterstürme sorgten dafür, dass mein RucksackIMG_4274 im Gepäckfach komplett durchweicht wurde und darüber war ich natürlich nicht happy. Bei der Ankunft in Nha Trang, der Partystadt Vietnams,  lauerten uns am Busstop schon einige Taxi-und Motortaxifahrer auf. Wie die Heuschrecken überfielen sie uns, das war für mich eine neue Erfahrung, für die asienerfahrene Katja war das schon Alltag. Während unseres Trips hatten wir alle Hotels schon vorgebucht, so dass wir uns nicht auch noch um Unterkunft bei der Ankunft kümmern mussten. Der Taxifahrer wollte unverschämte 200.000 Dong (10 Dollar) für ca. 2 km Fahrt, wir handelten ihn runter auf 150.000, was immer noch zuviel war. Unser Zimmer im Phu Thinh Hotel war sehr schön, sogar mit Balkon, perfekt um meine Schlüpper über Nacht zu trocknen.

Nach kurzer Recherche ging es erneut per Taxi in das Zentrum Nha Trangs, wir hatten geplant, morgen früh bereits den Open Bus nach Hoi An zu nehmen. Wir waren sicher, dass zumindest ein Busanbieter früh morgens nach Hoi An fahren würde. In der Party-Straße Nha Trangs waren die ganzen Open Bus Anbieter relativ zentral beieinander, wir hatten leider Pech, die einzigen beiden Busunternehmen, die morgens nach Hoi An fahren würden, waren bereits voll, wir waren einfach zu spät dran mit unserer Buchung. Wir mussten unseren Plan ändern. Eine nette Vietnamnesin empfahl uns den Übernacht-Bus nach Hoi An, den wir dann auch buchten. Außerdem überzeugte sie uns den Tag in Nha Trang nicht zu vergeuden und so buchten wir auch noch eine „Country-Tour“.

Abgeholt wurden wir dann früh morgens von unserem Hotel. Zu unserem Trip gesellte sich noch eine Schweizerin. Die Country-Tour war sehr informativ. Zuerst besuchten wir die katholische Kathedrale von Nha Trang und anschließend die „Thap Ba Cham Towers“. Dort gab es auch eine traditionelle Tanzeinlage von Vietnamesinnen zu sehen. Man hatte außerdem eine schöne Aussicht über die Stadt. Dann ging es raus Nha Trang, vorbei an den bekannten Stränden zum Fischerhafen. Bunte Boote und extremer Fischgeruch drang in die Nase. Inzwischen war es schon wieder extrem schwül-warm. Die Long-Son-Pagode war die nächste Station und der Platz unserer Mittagspause.

IMG_4342Beeindruckt war ich vor allem von der rund 40 Meter schneeweißen Buddha-Statue unterhalb der Pagode. Unser Guide war ein sehr lustiger Geselle, mit einem breit gefächerten Berufsspektrum. Wer schon immer wissen möchte, wie man einen Bambushut bastelt, hätte bestimmt Freude bei unserem nächsten Stop gehabt. Wir fuhren in ein nahe gelegenes Dorf und schauten den Frauen beim Hüte basteln zu. Die zögerten aber nicht lange und dachten sich die 3 Frauen können gleich mal mitarbeiten und so halfen wir ihnen bei der Hüte-Herstellung. Eine Stunde später hatten wir ein Deju-Vu bei der Bastmatten-Herstellung.

Ganz ehrlich, viele Touristenattraktionen im dem Sinne gab es nicht, aber der Vietnamnese an sich ist sehr geschäftstüchtig. So war die eine hölzerne Brücke über den Song Cai Fluss schon etwas sehr Besonderes. Über die Brücke dürfen aber nur Motorbikes fahren. Am Ende unserer Tour fuhren wir noch zu den Tontöpfern. Ich muss schon sagen, dass wir fast alle Handwerke in der Nähe Nha Trangs zu sehen bekamen. Es ist schon krass in welchen Verhältnissen ein Großteil der Vietnamnesen lebt und doch scheinen sie alle glücklich zu sein. Der Wohlstand hält aber definitiv Einzug in das Land.

Gegen 16 Uhr wurden wir beim „Reisebüro“ wieder abgesetzt. Unser gesamtes Gepäck hatten wir dort gelassen. Später würden wir vom Overnight-Bus abgeholt werden. Die Zeit bis 18.30 Uhr verging schnell und die Freude 12 Stunden in einem Bus zu sitzen hielt sich sehr in Grenzen…

26.-27. September 2012: Hoi An

Unterkunft: Vinh Hung 2 Hotel

Noch heute (fast 3 Monate  danach) denke ich immer noch mit Schrecken an unsere Fahrt mit dem Overnight-Bus von Nha Trang nach Hoi An. Ja, diese Bustour möchte ich eigentlich nicht empfehlen, ist aber leider notwendig, da es ja wie bereits erwähnt, nicht besonders viele Beförderungsmöglichkeiten zwischen den Städten Vietnams gibt. Um 18.30 Uhr sind wir dann also in unserem Bus eingestiegen am Busbahnhof in Nha Trang. Da wir erst relativ spät gebucht hatten, schliefen wir hinten im Bus, was bei weitem noch unbequemer bzw. unangenehmer war. Denn hinten gab es 5 „Betten“ und 2 waren bereits von Vietnamnesen besetzt. Die ganze Zeit bangten wir, dass nicht auch noch das 5. Bett besetzt wurde. Denn die Betten waren sehr schmal und Katja und ich sind nicht gerade zierlich. Der Bus hält schätzungsweise an jeder Tankstelle in den ersten 3,4 Stunden. Anscheinend werden diese Busse auch als Warenlieferant genutzt. Nicht wirklich gut, wenn man schlafen möchte. Das Schlafen klappte eigtl erstaunlich gut, wir hielten einmal gegen Mitternacht an einer Raststätte mit asiatischen Klo´s (erste und zugleich letzte Erfahrung). Das Schlimmste an der Busfahrt war allerdings die Fahrweise. Serpentinenstraße, da wird einfach mal gehupt und dann in der Haarnadelkurve überholt! Und das passierte ständig, also war es am besten die Augen zu zumachen.

Wir sind dann gegen 8 Uhr früh in Hoi An angekommen, 2 Stunden später als erwartet, da waren wohl die ganzen „Tankstellenstops“ schuld. Der „nette“ Busfahrer schmiess dann einfach unsere Rucksäcke auf den regendurchweichten Boden und dann fuhr der Bus weiter, toller Service! Die Taximeute wartete schon wieder in Hoi An und war sehr daran interessiert, uns zum Hotel zu bringen, da Katja noch auf dem Klo war, fuhren leider alle Taxis aber schon davon. Eine nette „Schneiderin“ rief dann über Handy ein Taxi für uns, nebenbei versprachen wir ihr im Schneidershop ihrer „Schwester“ vorbeizuschauen.

Unser Hotel, das Vinh Hung II, war bis jetzt das beste, das wir hatten, sogar mit Pool, den ich leider gar nicht nutzen IMG_4448konnte, da es ständig regnete, bzw wir einen vollbepackten Tagesplan hatten. Das Hotelpersonal war so sehr nettund so buchten wir gleich den Bus für den morgigen Nachmittag nach Hue. Außerdem empfahl man uns die Halong-Bay-Cruise mit „Golden Lotus Cruises“, also wurde das auch gleich erledigt. Wir wurden cirka 20 Meter von unserem Hotel von einer Schneiderin angesprochen, sie hielt Ausschau, nach 2 blonden Frauen aus Germany. Unsere Taxi-Ruferin hatte sich wohl Verstärkung besorgt. Da ich mir eh ein Kleid schneidern lassen wollte (dafür ist Hoi An bekannt) ließen wir uns breitschlagen und schon saßen wir im Schneideratelier und wurden vermessen. Katja entschied sich für 3 Tops und eine Hose und ich bestellte mir ein nachtblaues bodenlanges Kleid und eine Hose.

Danach ging es dann auf zum Sightseeing, die japanische Brücke, die historische Altstadt im französischen Kolonialstil. Unterbrochen von einem langanhaltenden Regenschauer, mussten wir in ein Cafè flüchten. Unser Shopping-Gen aktivierte sich wieder und wir schugen wieder einmal bei den Souvenirs zu. Die erste Anprobe unserer Klamotten war um 19 Uhr abends, Wahnsinn in welch kurzer Zeit die Kleider hergestellt werden!

Am frühen nächsten Morgen (5 Uhr morgens!!!) startete unsere Tour zu den „My Son“ Ruinen. Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner nassen Seite und das änderte sich kaum als wir nach einer Stunde Fahrt die Tempel erreichten. Zuerst hieß es erstmal Schuhe raus, wir mussten durch einen knietiefen Bach waten, bevor es zu den Ruinen ging. Unser Guide war trotz Regens gut drauf und erzählte uns Wissenswertes über die Anlage. Näheres dazu hier: „My Son“

IMG_4474Da unser Guide Angst hatte, dass das Wasser im Bach noch weiter steigen würde, brach er die Tour nach 45 Minuten ab :(! Kaum zu glauben, aber als wir Hoi An wieder erreichten, schien die Sonne und das würde sich den ganzen Tag nicht ändern. Naja Pech gehabt. Die restliche Zeit, bevor wir um 13.30 Uhr vom Open Bus abgeholt wurden, verbrachten wir wieder mit Souvenirshopping und ich musste noch einmal zur Kleidanprobe. Nach dem Mittagessen ging es dann also los auf große Fahrt nach Huè. Die Fahrt dauerte nur ungefähr 4 Stunden und führte uns über Da Nang über den Wolkenpass (Ha-Van-Pass). Früher eine spektaktuläre Serpentinenfahrt durch die Bergregionen Zentralvietnams, wurde diese Straße etwas entschärft. Es gibt  seit einigen Jahren einen 6,3 km langen Tunnel. Gott sei Dank in dem Fall, denn unser Bus war etwas altersschwach. Nichtsdestotrotz hatten wir atemberaubende  Ausblicke auf das Meer und die Berge.

27. – 29. September 2012:  Huè

Angekommen in Huè schnappten wir uns das nächstbeste Taxi um zu unserem zentral gelegenen Hotel ??? zu kommen. Wir kamen zur richtigen Zeit in die 300.000 Einwohnerstadt, die Feierlichkeiten zum Autumnfestival fanden gerade statt. Es findet jedes Jahr am ersten Herbstvollmond statt und feiert die Jugend. Deshalb zogen verschiedene Kinder- und Jugendgruppen durch die Stadt und führten den Drachentanz auf …. Verkehrschaos inklusive.

Was ich in Vietnam feststellen musste, ist, dass man definitiv am meisten vom Land sieht, wenn man Tagestouren bucht. Die sind teilweise echt ein guter Deal und die Sprachbarriere ist einem nicht im Weg. So buchten wir die Stadttour. Huè war früher die Hauptstadt Vietnams und Sitz des vietnamnesischen Königs, deshalb gabs in IMG_4512der historischen Altstadt viel zu sehen für uns. Allen voran die alte Citadelle mit dem Königspalast. Die fuhren wir auch als Erstes an. Unser Guide war wieder mal ein sehr lustiger Geselle, der uns alles Wissenswerte erklärte.
Wer näheres wissen möchte, liest hier nach: Citadelle Hue (eng).

Nächster Programmpunkt nach dem Mittagessen war die „Thien-Mu-Pagode“ (Tempel der himmlischen Frau). Ach, was soll man sagen, langsam hatte man sich an Pagoden satt gesehen. Aber schön war sie ja schon und man hatte einen wunderbaren Blick über den Perfume River.

Die nächsten Attraktionen sind wohl mit die bekanntesten von Hue, es handelt sich um die 3 alten Kaisergräber entlang des Parfüm-Flusses:

  • Grabmal des Nguyễn-Königs Minh Mang
  • Grabmal des Tự Đức
  • Grabmal des Khải Định

IMG_4623Alle 3 zeichnen sich durch ihre unterschiedliche Bauweise aus und die Gebeine von den Königen bekommt man nirgendwo zu Gesicht – Gott sei Dank! Wir machten dann noch Halt bei einem Räucherstäbchen-Hersteller, sowie einem Süßigkeiten-Produzent, natürlich auch, damit der gemeine Tourist auch ein schönes Souvenir kauft. Der Abschluss unserer Tour war eine Fahrt mit dem Drachenboot zurück nach Hue. Jedem Reisenden sei diese Stadt-Tour ans Herz gelegt, man sieht viel, bekommt viele Informationen und der Preis ist absolut günstig: 8 Dollar (allerdings Eintritte für Citadelle und Gräber extra).

Zurück im Hotel hieß es für uns Packen. Am nächsten Tag würden wir zum Flughafen fahren und nach Hanoi fliegen.

Weiter gehts jetzt gleich mit Teil 2🙂

Eure Katrin

Hallo Ihr Lieben,

ich bin seit einer Woche schon wieder zu Hause, komme erst jetzt dazu den Blog zu schreiben, Bilder sind schon online auf Picasa, enjoy

15. September 2012: Phnom Penh und der Mekong

Unterkunft: Royal Inn Hotel

Da war ich nun: müde und übernächtigt in Bangkok. Der Flug mit Thai Airways war nicht schlecht und ich konnte mich gut mit dem Entertainmentsystem beschäftigen. Jetzt hatte ich nur 1.5 Stunden für meinen Anschlussflug nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Dummerweise wurde ich erst zum falschem Gate geschickt und musste dann gefühlt durch den halben Flughafen spurten um zum richtigen Gate zu kommen.

Nach einer weiteren Stunde Flugzeit landete ich dann in Phnom Penh. Unser Hotel, das Royal Inn, bot einen Flughafentransfer an und so hielt ein kleiner Kambodschaner im Ausgangsbereich ein Schild mit Katjas Namen hoch. Die Immigration ging am Flughafen relativ schnell. Katja und ich hatten ein so genanntes eVisa beantragt, es ausgedruckt und einfach vorgelegt und fertig. Die Fahrt zum Hotel war etwas abenteuerlich. An den Verkehr in asiatischen Städten muss man sich erst einmal gewöhnen. Tuk Tuks, Motorräder und Autos sind überall und halten sich nicht wirklich an Verkehrsregeln, wenn man mal von Ampeln absieht. Der Fahrer war nicht wirklich gesprächig, genauer gesagt, sagte er gar nix. Dabei hatte ich Gegenteiliges von Katja gehört. Später stellten wir fest, dass wir wohl unterschiedliche Fahrer hatten, die beide auf dem Namen Mr. Lee hörten.

Angekommen in unserem geräumigen Hotelzimmer, sprang ich gleich mal unter die Dusche und versuchte etwas zu schlafen… vergeblich, eine halbe Stunde später klopfte schon Katja an der Tür, die gerade aus Kampot ankam. Und da man ja überhaupt nicht tagsüber schlafen sollte, und um den Jetlag vorzubeugen, scheuchte mich Katja gleich auf und schon ging es los mit dem Tuk Tuk in die Stadt. Tuk Tuk sind Mopeds, die an einen Aufhänger gekoppelt sind, normalerweise bietet es Platz für 2-4 Personen, es ist nicht besonders schnell, bringt einen aber irgendwann ans Ziel. Der Russian Market war unser erstes Ziel und ich wurde gleich mal hineingeworfen in die bunte asiatische Welt. Auf dem Markt gab es sprichwörtlich alles zu kaufen, wir waren natürlich an den Souvenirs interessiert und so wurde gleich schon Kühlschrankmagneten und bequeme Asia-Hosen gekauft. Während des Mittagessens machte ich das erste Mal Bekanntschaft mit der Regenzeit bzw. den enormen Mengen an Regen, die innerhalb kurzer Zeit fielen. Der Regen würde uns in den nächsten Tagen/Wochen auf jedem Fall noch erhalten bleiben.

Am Abend ging es dann zum Mekong. Direkt an der Flußpromenade liegt auch der Königspalast und das Museum. Beides wunderschöne Pagodenbauten. Den Palast würden wir bei unserer morgigen City-Tour besuchen. Wie ich schon auf dem Market feststellte, wirst du als Tourist natürlich sofort erkannt und man versucht dir sofort irgendwas anzudrehen. Sei es ein Tuk Tuk, Tücher, Klamotten oder… Bootstouren. Da wir sowieso planten eine Mekong-Cruise zu machen, sagten wir dem lautesten Verkäufer zu und starteten zu unser einstündigen Mekong-Tour. Das Boot war alt und würde dem TÜV definitiv nicht standhalten. Was solls bzw. was soll man anders erwarten? Rechtzeitig zum Beginn der Cruise begann es wieder zu regnen und der Captain beschloss uns mit dem neuesten kambodschanischen Techno zu beschallen, sehr romantisch. Nichtsdestotrotz war die Fahrt auf dem Fluss recht schön und man konnte sich einen guten Eindruck von der Stadt machen. Langsam schlug der Jetlag bei mir zu und so ging es dann zurück zum Hotel, wo wir noch einmal die City-Tour für morgen bestätigten. Uns stand für den ganzen Tag unser persönlicher Fahrer zur Verfügung, der auch unser Tour-Guide sein sollte.

16. September 2012: Einblick in die traurige Vergangenheit Kambodschas

Um 9 Uhr begann unsere City-Tour, die wir uns eigtl ganz anders vorstellten. Wir zahlten 20 $ pro Person und erwarteten natürlich auch einen Tour-Guide, der Katja auch zugesichert wurde, als sie vor 5 Tagen in Kambodscha ankam. Leider wurden wir enttäuscht. Mein nicht gesprächiger Fahrer von gestern war unser „Guide“ für den Tag, der, wie schon vermutet, so gut wie kein Englisch sprach. Als wir einstiegen, fragte er uns auch gleich wo wir hinwollten. Ganz ehrlich von einer „City-Tour“ hatten wir uns beide mehr erwartet. Eine Tour heißt  für mich eigentlich, dass der Guide sagt, wo wir zuerst hinfahren und nicht die ortsunkundigen Touristen. So wollten wir zuerst das „Toul Sleng Genocide Museum“ oder „S21“ besuchen, das Foltergefängnis der Roten Khmer. In den 70er Jahren fand in Kambodscha ein Völkermord statt. Der Diktator Pol Pot ließ 3 Millionen Menschen seines eigenen Volkes umbringen. Warum? Er wollte einen Staat haben, in dem die Bevölkerung niedrig gebildet war und keine Widerworte gab. Der ganzen traurigen Geschichte kann man bei Tante Wiki nachlesen.

Das S21 war dummerweise noch nicht geöffnet, es war erst 9.30 Uhr. Alternativ ließen wir uns von unserem stummen Fahrer zum Royal Palace bringen. Kambodscha ist zwar offiziell ein Königreich, jedoch residiert König Norodom nicht mehr im Königspalast. Wie auch immer. 6 $ Eintritt für den Palast waren auf jedem Fall gerechtfertigt. Neben den Palast selbst gab es noch den Thronsaal zu sehen, den Palast der Königin, sowie die Silberpagode. Wirklich prachtvolle Gebäude, die gerade teilweise auch restauriert werden. Das Wetter spielte dieses Mal mit, der Himmel war bedeckt, aber es regnete nicht.

Unser Fahrer erwartete uns schon am Ausgang und machten uns auf zu den Killing Fields. Ein geschichtsträchtiger Ort, Choeung Ek, ist einer von vielen Orten Kambodschas, wo Massengräber gefunden wurden. Bis zu 17.000 Menschen wurden hier hingerichtet. Da die Fields ca. 15  km außerhalb von der Stadt lagen, dauert die Fahrt dahin gute 30-40 Minuten. Unser Fahrer nutzte ein paar ähm… komische Abkürzungen, wo wir dann gleich mal die „Slums“ von Phnom Penh zu sehen bekamen. Ich war teilweise schockiert, wie die Menschen hier leben: ohne Kanalisation (das erledigt der Fluss), in Bretterbuden hausend.

Endlich angekommen in Choeung Ek, bekamen wir am am Eingang ein Abspielgerät mit Headset zum Umhängen. Zu jedem Ort, der mit einer Nummer gekennzeichnet war, wurde dann die einzelnen Geschichten dieses grausigen Ortes erzählt. Wirklich sehr gut gemacht und ich hatte wirklich einen Kloß im Hals und Tränen im Augen. Das Rote Khmer-Regime mit Pol Pot an der Spitze war einfach menschenverachtend und schrecklich. Kaum zu glauben, dass Pol Pot nach seiner Absetzung im Jahr 1979 ein recht geruhsames Leben in Thailand führte und im gesegneten Alter von 84 Jahren eines natürlichen Todes starb. Für das grausame Massaker an 3 Millionen Kambodschanern wurden bis jetzt nur einzelne Personen zur Verantwortung gezogen. Unglaublich!

Anschließend sind wir dann noch zum „S21“ gefahren. Das Foltergefängnis der Roten Khmer mitten in Phnom Penh. Dort gab es eine Ausstellung, in dem Fotos von allen Hingerichteten aufgestellt waren. Wirklich sehr bewegend. Außerdem lagen Bücher aus, in dem Überlebende über ihre Zeit im Gefängnis berichteten und wie sie dem Tode entkommen waren. Es war wirklich ein bewegender Tag für uns und natürlich mussten wir das Ganze einmal sacken lassen. Am Ende unserer „City-Tour“ fuhr uns der Fahrer noch zum „Mekong Express“, ein Busunternehmen, das uns morgen nach Siem Reap schippern sollten. Und schon war unser letzter Abend in Phnom Penh angebrochen mit freudiger Erwartung, was noch kommen sollte, die Wunder von Angkor Wat.

17. September 2012: Eine lange Fahrt durch das überflutete Kambodscha
Unterkunft: King Angkor Villa, Siem Reap

Es ging früh raus für uns, um 8.30 Uhr ging unser Bus nach Siem Reap und natürlich sollte man pünktlich dort sein, also die Rucksäcke gepackt und ab in das nächste Tuk Tuk. Die Fahrt würde rund 6-7 Stunden dauern für 315 km. Ihr könnt euch denken, dass die Straßenverhältnisse entsprechend schlecht sein müssen. Die erste Teilstrecke führte uns durch die Vororte Phnom Penhs und am breiten Schwemmland des Mekong vorbei. Da war die Straße immerhin asphaltiert. Das änderte sich als wir ca. 50 km auf schlimmer Dirtroad fuhren. Ich wollte erst Schotterstraße schreiben, aber in Kambodscha gibts ja gar keinen Schotter. Als wir auf dem Highway 6 bogen wurde Straße dann wieder besser, normaler Asphalt bis Siem Reap, aber teilweise recht abenteuerliche Fahrweisen unseres Busfahrers und anderer Verkehrsteilnehmer, da macht man am besten die Augen zu.

Die Fahrt führte uns weitestgehend durch die Flutgebiete von Mekong und Tonle Sap River. Während der Regenzeit breiten sich beide Flüsse auf ein Vielfaches aus und halb Kambodscha steht dann unter Wasser. Die Leute sind aber natürlich darauf vorbereitet, die meisten Häuser stehen auf Pfählen. Gegen 15.30 Uhr erreichten wir Siem Reap im Regen und wurden von dem hoteleigenen Tuk Tuk-Fahrer abgeholt.

Tom, der Besitzer der „King Angkor Villa“ begrüßte uns ganz herzlich und wir bezogen erst einmal unser Zimmer. Dummerweise hatten wir ein Problem mit der Klospülung und daraufhin war unser Bad mit dem Großteil der männlichen Angestellten unseres Hotels bevölkert (plus Kleinkind) um das Problem zu lösen. Leider umsonst, der Klempner musste ran und wir zogen in ein anderes Zimmer um.

Wir zogen erst einmal los in die Innenstadt, welche nur 3 Minuten Fußweg weg war. Wirklich sehr praktisch und ein bißchen ärgerlich für all die Tuk Tuk Fahrer, die uns immer freudestrahlend fragten, ob wir eine Fahrgelegenheit brauchten. Sorry guys, brauchten wir nicht und in den nächsten 5 Tagen würden wir diese Frage gefühlte 100 Mal hören.
Wir organisierten außerdem unseren Transport für die nächsten Tage. Wir hatten unser persönliches Tuk Tuk mit Fahrer. Mr. X wie wir ihn nannten, verstand zwar leider kein Englisch, aber er würde uns die nächsten 3 Tage durch die Gegend tuckern. Ja, ihr hört richtig, wir brauchten drei Tage für die weitläufigen Tempelanlagen des Angkor Archaeological Park.
Tag 1 würde erst einmal von der Hauptattraktion des Parks eingenommen werden: das weltberühmte Angkor Wat und sein Tempelbruder Angkor Thom. Ich freute mich schon riesig darauf, ein Lebenstraum von mir würde damit in Erfüllung gehen.

18. September 2012: Erster Tag im Angkor Archaeological Park: Man sieht den Wald vor lauter Tempeln nicht!

Eines kann ich Euch schon jetzt sagen, dieser Urlaub war geprägt vom frühen Aufstehen und das Früheste von allem war der erste Tag in Angkor Wat. Um 4.30 Uhr morgens saßen wir schon im Tuk Tuk auf dem Weg zum Nationalpark. Zusammen mit anderen Tuk Tuks. Warum werdet ihr jetzt fragen. Tja…in Angkor Wat geht die Sonne genau hinter dem Tempel auf und das ist natürlich wunderschön für Fotos, sagt man. Beim Parkeingang muss man erst einmal die 40 Dollar für 3-tägigen Eintritt löhnen. Es war wirklich noch stockdunkel, als wir Angkor Wat erreichten. Sofort nachdem wir das Tuk Tuk verlassen hatten, wurden wir erst einmal wieder von Straßenverkäufern umringt, Kaffee, Bücher und Frühstück wurden uns dargeboten. Katja wollte Kaffee holen, das sie die einzige Taschenlampe besaß, stand ich also da … im
Dunkeln… umringt von Verkäufern. Nach gefühlten 30 Minuten kam Katja dann wieder mit dem Kaffee, nen Buch… und unzählige Riel (kambodschanische Währung) leichter. Das mit der genauen Umrechnung hatten wir noch nicht im Griff und Katja zahlte erheblich mehr für ihren Kaffee und Buch.

Angkor Wat wurde im späten 12. Jahrhundert vom Khmer-König  Suryavarman II erbaut und ist umringt von einem 10 Meter breiten Kanal, über die Brücke erreicht man dann den äußeren Wall mit dem großen Tor, danach läuft man auf einem breiten Weg vor zum eigentlichen Tempel.

Zahlreiche andere Touristen hatten sich schon positioniert am inneren Teich, wo sich der Tempel im Wasser spiegelt. Dann hieß es … Warten. Warten auf den Sonnenaufgang, der völlig unspektakulär verlief, denn der Himmel war bewölkt und die Sonne ließ sich nicht blicken. Außerdem hatten wir ziemlich bescheuertes Fotolicht. Aber was will man machen?

Naja einfach nicht verzagen! Also ging es los mit der Besichtigung von Angkor Wat. Zuerst den inneren Wall, dann die Tempelgänge und dann schließlich die Türme. Um das obere „Stockwerk“ zu besichtigen, mussten wir rund eine Stunde warten, die Treppe nach oben wurde erst um 7.30 Uhr geöffnet. Langsam aber sicher wurde der Himmel immer dunkler und gerade als wir oben bei den Türmen waren, begann es wie aus Eimern zu regnen. Die Regenzeit hatte es uns fest im Griff. Da nützte auch alles nichts, also den Regenumhang ausgepackt (mit Milford Sound-Aufdruck) und weiter ging es.

Gegen 8.30 Uhr und ziemlich durchweicht (nein nicht vom Regen, sondern vom Schweiß!), gingen wir auf das Angebot des Straßenhändlers „Rambo“ ein. Am Tisch „Rambo“ bestellten wir dann Pfannkuchen mit Früchten zum Frühstück. Zurück am Tuk Tuk war unser Fahrer sehr aufgebracht, ein anderer Tuk Tuk Fahrer übersetzte und meinte, dass unser Fahrer sehr besorgt war und befürchtete uns verloren zu haben, weil wir 4.5 !!! Stunden in Angkor Wat waren. Wir mussten ihm erst einmal erklären, dass wir gerne und viel fotografieren, dann war alles gut🙂.

Das Tuk Tuk setzte sich wieder in Bewegung durch das South Gate zu Angkor Thom. Angkor Thom ist als neue Hauptstadt des Khmer-Reiches im 12. Jahrhundert gebaut worden und  besteht aus 6 Einzeltempeln. Der Haupttempel und wohl einer der bekanntesten Tempel in Angkor Thom ist Bayon, der Tempel der 1000 Gesichter. Der Regen hatte sich leider noch nicht verdünnisiert und so fanden unsere Regenumhänge einen neuen Einsatzort. Zu meiner Überraschung sah ich auch den ersten Elefanten in freier Wildbahn (naja richtig frei war er nicht). Was kann man über Bayon sagen? Einfach nur: WOW! In den unzähligen Türmen sind überall Gesichter eingemeißelt. Bayon ist ein buddhistischer Tempel, die vielen Gesichter sollen dem König Suryavarman II ähnlich sehen. Der Regen nahm langsam ab und als wir zurück zum Tuk Tuk gingen, nieselte es nur noch.

Nächste Station und nur 300 Meter entfernt, ist die „terrace of the Elephants“, der Baphuon-Tempel, den man nicht betreten konnte sowie der Phimeanakas-Tempel. Wider Erwarten klarte das Wetter auf und uns gelangen tolle Aufnahmen von der Terrasse und dem Phi-Tempel. Bevor es für uns dann weiter ging, hatte Mr. X seine wohl verdiente Pause und wir genossen eine frische Kokosnuss.

Weitere Highlights kamen jetzt Schlag auf Schlag, die Tempel Thommanon und Chau Say, etwas kleinere Nebentempel. Ta Keo war wieder etwas größer und richtigen steilen Treppen nach oben. Mir war das nicht ganz geheuer und ich traute mich nicht ganz nach oben im Gegensatz zu Katja. Wenigstens hatten wir Sonnenschein und die unerträgliche Hitze hatte uns wieder und trocknete auch unsere T-Shirts, sehr praktisch.

Die nächste Station war mein persönliches Highlight für diesen Tag war Ta Prohm, der Dschungeltempel. Er ist wohl nach Angkor Wat das bekannteste Fotomotiv. Ta Prohm war während der Khmer-Herrschaft ein Kloster. Mit angrenzenden Dörfern, lebten dort fast 80.000 Menschen. Dort wachsen die Bäume in die Tempel hinein, was einfach nur genial ausschaut. Leider hatten uns dort die Touristenströme eingeholt und es war entsprechend schwer, Fotos ohne Leute zu schießen.

Nach Ta Prohm wurden wir vom Tempel-Overload befallen und da es auch schon 17 Uhr war, fuhren wir anschließend zurück nach Siem Reap. Genug getempelt für heute! Abends ging es für uns auf den Night Market, der cirka 5 Fußminuten vom Hotel entfernt war. Neben reichlichen Souvenir-Einkäufen (plus eine bequeme Asienhose in XL) gönnten wir uns eine Fußmassage für 2 Dollar. In der Pub-Street gibt es verschiedene Restaurants, die sowohl lokale als auch westliche Gerichte anboten. Das Red Piano machte wirklich einen vorzüglichen Salat.

Morgen würden wir dann die äußeren Tempel des Angkor NP besuchen.

19. September 2012: Zweiter Tag im Angkor Archaeological Park: Hilfe, wir sehen doppelt!

Guten Morgen liebe Sorgen! Es regnete mal wieder und so änderten wir kurzfristig unser Tagesplanung: Erst Massage, dann Tempel! Es gab ca. 100 Massagesalons zur Auswahl, in meinem Reiseführer stand, man sollte als Frau auf jedem Fall sagen, dass man eine „non-sexual“ Massage wollte. Wir buchten beide eine Ganzkörpermassage für 6 Dollar für 60 Minuten. Wir wurden in den 1. Stock gebeten und sollten uns umziehen und die Massageklamotten anziehen, das scheiterte schon bei mir, ich war zu groß dafür und da es nur „one size“ gab, musste ich mein T-Shirt anlassen. Ganz ehrlich, ich würde mich nicht mehr massieren lassen am ganzen Körper. Irgendwie war das merkwürdig. Versteht mich nicht falsch, es hat mir schon gut getan, aber auch komisch. Da Katja und ich auch etwas breiter waren, gab es auch ständig Kommentare von den beiden Damen, meistens auf kambodschanisch… Naja wie auch immer, gut getan hatte es auf jedem Fall und nach dem Mittagessen ging es dann auf zum „Great Circuit“ im Angkor NP.

Der erste Tempel auf der heutigen Liste war Preah Khan, der ähnlich wie Ta Prohm angelegt ist. Es ist ebenfalls ein buddhistischer Tempel und ist ein Ahnentempel zur Erinnerung an den Vater von  König Jayavarman VII. Wie Ta Prohm wachsen Bäume in die Tempelanlage, um das Gebäude herum wurde ein Wassergraben angelegt. Wir verbrachten sehr viel Zeit dort und kauften von einem Straßenverkäufer ein Gemälde, einen so genannten Tempelabdruck.

Mit dem Tuk Tuk ging es nur ein paar Kilometer weiter zum nächsten Tempel. Irgendwie hatten wir ein Deju-vu, ebenfalls wie Preah Khan besaß dieser Tempel einen Rundteich, auch im Inneren war ziemlich viel ähnlich. Wie kann es sein, dass in einem anderen Tempel ein Baum genauso wächst wie in dem zuvor???? Erst nach 20 Minuten ging uns ein Licht auf, dass wir uns wieder in Preah Khan befanden, wir benutzten nur einen anderen Eingang! Naja nach all den Tempeln, die wir schon gesehen hatten, hatten wir das beinahe nicht bemerkt. Also suchten wir den vermeintlich, richtigen Ausgang… und kamen am falschen Ende wieder heraus, nach einem 10 minütigen Gewaltmarsch hatten wir unser Tuk Tuk wieder erreicht.

Durch diesen Ausflug hatten wir wertvolle Zeit verloren, da die Sonne hier schon um 18 Uhr unterging und der Park um 17.30 Uhr schloss. Also ging es schnell weiter zur Tempelinsel Neak Pean, die wirklich nichts besonderes war. Nur ein endloser langer Steg durch die Schwemmgebiete und ein kleines Tempelchen. Die Zeit drängte und am Eingang des Ta-Som-Tempels sagte uns der Eintrittskontrolleur, wir hätten nur noch 20 Minuten für die Anlage. Wir spurteten durch das Tor, verfolgt von 2 kleinen Mädels, die uns ihre Postkarten verkaufen wollten. Nach geschätzten 10 Minuten ununterbrochener Anpreisung der Postkarten inklusive deutschem bis-Zehn-zählen kauften wir ihnen die Karten ab und wir konnten endlich in Ruhe fotografieren.

Nach genau 20 Minuten waren wir wieder am Tuk Tuk und Mr. X gab Gas zum nächsten Tempel: East Mebon. Da stand komischerweise kein Kontrolleur, also hoch auf den Tempelberg. East Mebon ist dem hinduistischen Gott Shiva gewidmet und ist aus dem 12. Jahrhundert. Lange verweilen konnten wir dort nicht, denn die Zeit saß uns im Nacken. Das Tuk Tuk wartete schon und fuhr uns zurück in die Stadt. Vorbei an den Dörfern in der Umgebung der Tempel, diese stehen zur Regenzeit sehr oft unter Wasser, nichtsdestotrotz werden natürlich die Reisfelder bewirtschaftet. Mit den Touristen haben sie zusätzlich ein einträgliches Geschäft.

20. September 2012: Dritter Tag im Angkor Archaeological Park: Langsamer Tempel-Overload

Der Tag begann sehr vielversprechend, Sonne und blauer Himmel, das musste ausgenutzt werden! Heute ging es zu den entlegeren Tempeln, cirka 12 km von Siem Reap entfernt, der Roluos Group. Diese besteht aus 3 Tempeln, von denen wir allerdings nur 2 besichtigen konnten. Unser Tuk Tuk Fahrer hatte ganz schön zu schaffen, ist halt schon was anderes auf dem normalen Highway dahinzutuckern statt im Angkor NP und wir haben verdammt viel Staub geschluckt!

Der erste Tempel des Tages war Preah Ko. Er wurde im Jahr 859 von König  Indravarman I errichtet um seine Königsfamilie zu ehren. Er besteht aus 3 Türmen in einem weitreichenden Park. Für uns begann wieder die Fotowut und wir mussten uns beeilen. Die japanische Invasion begann in Form von einem großen Reisebus, es war verdammt schwierig Bilder zu schießen ohne dass Touristen darauf waren.

Weiter ging es zu der größten Anlage: Bakong und YES, wir hatten die Japaner überholt, tschakka! Bakong ist eine gigantische Anlage, umgeben von einem breiten Wassergraben. Neben dem alten Tempel steht auch „nagelneuer“ buddhistischer. Es ist ein Tempelberg, das hieß viele viele Stufen und wir wurden verfolgt… von den Japanern und von Straßenverkäufern bzw. von Kindern, es gab neue Postkarten! Nach der Anstrengung in der Hitze die Stufen raufzuschnaufen, hieß es dann die Kinder abzuhängen, was nicht einfach war…! Bakong ist einer der schöneren Tempel würde ich sagen, bei mir stellte sich langsam aber sicher Tempel-Overload ein. Und wer kann es einen verübeln, nach 3 Tagen im alten Khmerreich?

Da das Wetter einfach toll war, entschieden wir uns dann noch einmal zu Angkor Wat zu fahren. Unser Fotoausbeute von dort war zwar reichlich, aber wer möchte nicht gerne Fotos von den Türmen mit Sonne und paar Wölkchen? Also ging es durch den Staub zurück nach Siem Reap und wieder hoch in den eigentlichen Angkor NP. Eine neue Fotosession stand uns bevor, Katja war mit ihrem Stativ bewaffnet und es kamen wirklich noch ein großartige Bilder dabei heraus.

Da wir bei der gestrigen Grand Tour aufgrund der späten Uhrzeit einen Tempel ausgelassen hatten, fuhren wir jetzt noch einmal den Weg ab zu Pre Rup. Gebaut im Jahre 961 von dem Khmer-König Rajendravarman. Wieder ein schöner Tempelberg mit Teich rundherum, ein so genannter Moat. Hier verbrachten wir bestimmt noch einmal 30 -40 Minuten bei strahlendem Sonnenschein und Hitze. Anschließend brachte uns das Tuk Tuk verschwitzt und staubig (gute Kombination für die Haut) zurück zum Hotel.

Nach der dringend benötigten Dusche ging es abends dann wieder auf dem Night Market Souvenirs kaufen und zum Dinner. Ich bemerkte schon am Nachmittag, dass ich heiser wurde und Halsschmerzen bekam. Na toll,  ich hatte mich erkältet :(!

21. September 2012: Ein wohl verdienter Ruhe- und Ausruhtag

Nach 6 Tagen extremster Sightseeing-Aktivitäten inklusivem frühem Aufstehen entschieden wir uns eine Pause einzulegen. Überlegungen eine Bootstour auf dem Tonle Sap Lake zu machen, ließen wir fallen, da die Reviews bei TripAdvisor sehr negativ waren. Ganz ehrlich, war auch besser so, mit mir konnte man nichts Richtiges anfangen, in der Nacht hatte sich zu den Halschmerzen auch ein Schnupfen dazugesellt. Da bei Katja die Souvenirs Überhand nahmen, suchten wir das Post Office, denn sie wollte die Sachen nach Hause schicken lassen. Leider vergeblich! Wir waren in der richtigen Straße und fanden es nicht. Naja die Post-Aktion wurde auf Saigon vertagt!

Nach dem Mittagessen gingen wir zurück zum Hotel und legte mich schlafen und Katja arbeitete an ihren Bildern und Blog. Am nächsten Tag wurde unser Flug nach Saigon gehen. Als wir online Check-In machen wollten, fanden wir heraus, dass unser Flug wohl gestrichen wurde und auf eine spätere Zeit bzw.  auf eine andere Airline verlegt wurde. Da wir uns aber nicht sicher waren, wollten wir zur planmäßigen Zeit zum Flughafen gehen.

Trotz beginnender Erkältung genossen wir unseren letzten Tag in Kambodscha und freuten uns auf eine schöne Zeit in Vietnam!

to be continued im Beitrag Vietnam

Auf geht´s nach Südostasien

Hallo,

in 2,5 Stunden geht mein Zug zum Frankfurter Flughafen und um 14.45 Uhr hebe ich dann mit der Thai Airways ab nach Bangkok. Nach einem kurzen Zwischenstopp geht es anschließend nach Phnom Penh.

I keep you posted….

Katrin

 

Hallo Ihr Lieben,

hier bin ich wieder. Langsam wird es ernst in 6 Tagen geht mein Flieger nach Phnom Penh, Kambodscha. Ich kann es kaum noch abwarten. Die Arbeit fällt mir immer schwerer, es wird Zeit, dass ich wieder abhaue. Die Impfungen wurden diese Woche abgeschlossen. Letztenendes hatte ich mich für die Typhus-Schluckimpfung und Hepatitis A entschieden. Lange stand auch Malaria zur Debatte, da aber Katja und ich nicht planen, wochenlang auf dem Mekong rumzuschippern, würde sich diese teure Investition nicht lohnen. Die Wirksamkeit des Medikaments mal dahingestellt. Katja ist jetzt schon gute 2 Wochen in Singapur und Thailand unterwegs und gibt mir schon Tipps gegen die unerträgliche Hitze.

Da ich nicht plane meinen Laptop mitzunehmen, hoffe ich trotzdem meinen Blog während der nächsten 3 Wochen auf dem Laufenden zu halten. Ich weiß allerdings nicht wie Internetverfügbarkeit in Kambodscha aussieht… Vietnam sollte okay sein.

So kurzer Themawechsel: Wie schon angekündigt, möchte ich euch kurz vom Kanufahren auf dem Altmain berichten. Letzten Sonntag fand also unser seit Woche geplanter Ausflug statt. Wir waren insgesamt 7 Personen und fanden uns gegen 11 Uhr in Volkach ein. Volkach liegt cirka 30 km nord-östlich von Würzburg. Volkach liegt an der Mainschleife, weil diese früher ziemlich schwer für Schiffe zu befahren war, hatte man einen Mainkanal gebaut, die die rund 12 km lange Schleife umgeht. Diesen sogenannten Alt-Main kann man mit Kanus und Kleinmotorbooten befahren. Da von den 7 Leuten nur 5,5 mal in einem Kanu gesessen haben, hieß es erstmal der Einführung lauschen. Die Leute von Waterwalker
hatten wirklich einen super Service!

Wir hatten 2 2er Kanus und einen 3er. Nach der 15 minütigen Einweisung ging es dann auch schon los. Die Kanus wurden zu Wasser gelassen und die erste Aufgabe war, über den richtigen Main zur Motorbootschleuse zu kommen. Das hieß einmal den Main zu durchqueren und nach Schiffen Ausschau halten. Da es Sonntag war, war das jedoch kein Problem.

Probleme gab es nur das Kanu in die Motorbootschleuse zu bugsieren. Frau Winter unsere Nr. 3 im Boot, durfte dann aussteigen und die Schleuse bedienen, indem sie einen roten Knopf drücken musste. Ich glaube, das war für sie echt ein Highlight. Apropos für uns in den Booten war die Schleuse auch sehr spannend, ich fühlte mich sehr an das Black Gate von Mordor erinnert…

Nachdem wir also dieses Hindernis bewältigt hatten, ging es auf die rund 9 km lange Strecke nach Sommerach. Die Gegend rund um Sommerach und Nordheim nennt man offiziell „Weininsel“, denn die besten Reben Unterfrankens wachsen hier. Anfangs gab es im Kanu dann doch ein paar Schwierigkeiten, wer denn eigentlich das Kommando hatte. Auch die anderen „Pärchen-Boote“ hatten so ihre Schwierigkeiten. Nach einer Stunde machten wir auf einer Sandbank bei Nordheim Halt zum Picknicken. Das Wetter war zwar warm, aber der Himmel sehr bewölkt.

Danach hieß es dann noch einmal 1,5 Stunden paddeln und wir hatten unser Ziel erreicht. Zufälligerweise fand in Sommerach gerade das „Fest der offenen Höfe“ statt und da ich die einen Hofbesitzer ganz gut kenne, kehrten wir ein für Bratwurst und Wein.

Fazit: Kanufahren macht Spaß und Pläne für 2013 sind schon geschmiedet: Entweder 2 Tage Altmühltal oder Fränkische Schweiz.

Ansonsten sag ich jetzt mal langsam Servus, man liest sich dann aus Kambodscha oder Vietnam.

Tschöööö

Katrin

Sommer in Unterfranken

Ja ja wieder mal long time, no hear. Die Blog-Faulheit hat mich wohl erwischt. Fast 3 Monate habe ich nichts mehr geschrieben, es wird also mal wieder höchste Zeit für einen Eintrag.

Ich werde die vergangenen Wochen einfach mal kurz und bündig zusammenfassen. Ja der Sommer hat Deutschland im Moment fest im Griff. Es ist seit Wochen endlich mal durchgehend warm und sonnig. Seit Ende Juni bin ich nun bei den Weight Watchers und versuche von meinem After-Overseas-Gewicht wieder runterzukommen und das ist gar nicht einfach😦. Naja, motiviert bin ich in Woche 7 immer noch, ich hoffe, das bleibt auch so!

Ich bin deshalb auch sportlich unter der Woche viel unterwegs, hauptsächlich schwimmen oder wandern. Wie langweilig. Im Moment habe ich auch viel Zeit, die TV-Season startet erst wieder in 4 Wochen, mal schaun wie es dann wird. Ich hab einiges auf meiner Watchlist im Herbst😉.

Neben einigen Ausflügen in die mainfränkische Umgebung, gab es auch einen größeren Trip in die Schweiz letzte Woche. Ich besuchte meine Freundin Angie, die in Luzern lebt. Wir kennen uns seitdem wir in Auckland zusammengearbeitet haben und sind seither immer in Kontakt geblieben, egal in welchem Land wir jeweils lebten. Ein weiterer Grund für mich in die Schweiz zu fahren, war die Streetparade in Zürich und der anschließende Rave mit Tiesto im Hallenstadion.

Ich sage euch nur eins, eine Zugfahrt kann seeehr lang werden. Erst 2,5 Std. Bummelzug von Würzburg nach Stuttgart. Dann genau 3 Minuten zum Umsteigen gehabt in den IC nach Zürich. Angekommen in Zürich ging es dann noch einmal 45 Minuten nach Luzern. Ich kam gegen Mitternacht dort an, puhh war ich fertig.

Am ersten Tag stand dann Sightseeing in Luzern an, eine wirkliche schöne Stadt mit dem typischen Berg-Panorama und einen riesigen See (Vierwaldstädter See) direkt vor der Tür. Hier läßt es sich gut leben, dachte ich mir so. Abends ging es dann noch ins Kino „Prometheus“ gucken, ein wirklich guter Film.

Am Samstag ging es dann mit zig Tausenden anderen Ravern nach Zürich, abtanzen bis die Füße weh tun. Und das haben sie, eigentlich tun mir die Füße heute noch weh, haha. Angie gesellte sich erst abends zu uns und so tanzten Tamer, Angie´s Mann und ich durch die Straßen von Zürich. Wirklich sehr coole Musik wurde aufgelegt. Später am Abend nach einem kurzen Besuch bei Angie´s Tante, ging es dann ins Hallenstadion. Bis 5 Uhr früh tanzten wir durch die Nacht und es war einfach nur klasse. Ich muss das mal wieder öfters machen…

Wir mussten uns beeilen den Zug um 5.35 Uhr zurück nach Luzern zu erwischen. Sonntag morgen um 7 Uhr lagen wir dann endlich in den Federn und logischerweise verbrachten wir den Sonntag mit schlafen, schlafen, essen, schlafen, essen, schlafen. Am Montag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von der Schweiz, aber nur auf Zeit, denn ich werde auf jedem Fall nochmal wiederkommen. Ein wirklich wunderschönes Land, das ich zuletzt besuchte als ich Kind war.

Letztes Wochenende war ich dann auf dem Nassiger Westernfest. Wer wissen will, wo Nassig liegt, muss wohl Tante Google fragen. Nassig ist ein kleines Dorf in der Nähe von Wertheim am Main. Dort kommt  meine Freundin Marlene her und sie erzählte mir eines Tages begeistert, dass fast 20.000 Leute zum Westernfest kommen. Country-Musik mag ich ja solala, aber ich wollte mir das mal unbedingt anschauen und es gab mir eine Gelegenheit meinen Outback-Hut in der Öffentlichkeit zu tragen😉. Es war ein heißer Tag und dadurch auch eine milde Nacht und wir hatten sehr viel Spaß.

Am 2. September kommt noch ein weiteres Highlight: Rund 10 Freunde inklusive meiner Wenigkeit werden den Altmain erforschen und eine Kanutour machen von Volkach bis Sommerach. Bereits letztes Jahr waren Marlene und ich mit dem Aufblas-Kanu unterwegs. Dieses Mal wird es mehr professionell inklusive Kanu-Verleih http://www.waterwalker.de macht´s möglich.

Und zuguter letzt shoppe ich gerade fleißig für den Kambodscha-Vietnam-Trip in knapp 3.5 Wochen. Ich kann´s kaum erwarten, muss jedoch noch meine letzten Impfungen hinter mich bringen. Alle Inner-Asien-Flüge sind jetzt gebucht, Visas werden gerade beantragt und dann kann es schon losgehen. Mal schaun, wie Katja und ich mit dem Klima zurechtkommen, es ist ja Regenzeit in beiden Ländern und auf Waschküchenklima (wie heute in WÜ) stehe ich normal nicht.

Also, ich werde auf jedem Fall wieder einen täglichen Blog über meine Reise in Asien schreiben… allerdings dieses Mal erst hinterher, da ich meinen Läppi nicht nach Asien mitschleppe…

grüßle
K

Hallöchen,

da bin ich wieder, zurück von der grünen Insel, der Insel, dessen Bierverbrauch dem von Deutschland übertrifft. 8 wirklich schöne Tage durfte ich dort verbringen und werde euch natürlich ausgiebig von meinem Trip berichten.

26. Mai: Camping in den Dünen:

Früh ging es los für mich, mein Zug fuhr um 6.26 Uhr zum Frankfurt Flughafen. Obwohl mein Flug erst um 10.50 ging, entschied ich mich für die frühe Verbindung, es ist halt schon ein Unterschied 19 oder 49 Euro zu zahlen! Es war schon ziemlich viel los am Airport, kein Wunder, die Pfingstferien hatten begonnen. Ich ging schnurstracks zum Schalter von Aer Lingus und gab mein Gepäck auf. Dann hieß es Warten, sogar noch 45 Minuten länger als erwartet, der Flieger hatte Verspätung…. Naja ich hatte ja genug Bücher😉. Um 11.30 hoben wir dann also endlich ab gen Dublin.

Und nach 2 Stunden war ich dann auch schon da, ich muss nicht erwähnen, dass dieser Flug einer der kürzesten der letzten 8 Jahre war (Domestic-Flüge in OZ, NZ und CA nicht miteinrechnet)! Eithne und ihr Freund Dumhnall (spricht man Donal) erwarteten mich schon am Flughafen und es ging auch gleich los zum Auto. Es war, wie Eithne es sagte, hot in Dublin, 21 Grad!!! Ja die Irländer sind halt andere Temperaturen normalerweise gewohnt. Sie berichtete mir, dass die nächsten Tage eine „Heatwave“ (Hitzewelle) erwartet wurde, was da heißt 24 Grad und Sonne. Ja, ja man muss bescheiden sein, in Irland.

Nach einem kurzen Kaffee ging es dann los durch das Autobahngewirr von Dublin, wo wir uns etwas verfahren hatten. Nach einem spontanen U-Turn ging es dann auf die M4 Richtung Sligo. In der Nähe von Sligo, genauer gesagt in Strandhill warteten schon Eithnes Freunde auf uns für unser Camping-Wochenende. Die Fahrt war sehr langwierig, 300 km sind ja nicht viel denkt man, allerdings hörte die Autobahn ca. nach 100 km auf.  Fortan ging es auf der normalen Landstraße weiter, durch kleine Dörfchen und wirklich hinreißender kitschiger Landschaft mit grünen Wiesen, weißen Schäfchen, so wie man sich Irland wohl auch vorstellt.

Das Wetter war wirklich fantastisch und nach gut 5 Stunden Fahrt erreichten wir dann gegen 18 Uhr Strandhill und den Campingplatz. Alle Freunde von Eithne waren auch schon da und ich musste mir eine Menge Namen merken, inklusive wer mit wem liiert ist. Nicht so gut für mich, da ich mir nicht gut Namen merken kann😉. Mich zog es gleich nach der Ankunft in meine Badeklamotten (ja, ihr lest richtig) und zum Strand. Seit Januar diesen Jahres hatte ich keinen Strand mehr gesehen. Schwimmen gehen konnte ich leider nicht weil 1. das Wasser war wirklich, wirklich kalt, 2. wegen den gefährlichen Strömungen gab es ein Schwimmverbot und 3. um dieses Verbot zu umgehen, brauchte man eine Schwimmhilfe (Surfbrett, Boogieboard).

Also beließ ich es dabei und wanderte durch die Dünen und fotografierte wie ein Weltmeister. Es ist wirklich erstaunlich wie lange es in Irland dauert bis die Sonne untergeht. Durch die Zeitverschiebung (1 Std zurück) und da Irland weiter nördlich liegt, geht die Sonne nicht vor 23 Uhr unter. Natürlich habe ich auch den fantastischen Sunset im Bild festgehalten. Zwischendurch gab es auch noch lecker BBQ und natürlich sehr viel Bier und andere komische, alkoholische Gebräue. Ich hatte einen sehr lustigen Abend/Nacht. Mein Zelt war leider etwas bergab aufgebaut, sodass ich in der Nacht ständig wieder hochrobben musste. Und nein, viel geschlafen habe ich nicht….

27. Mai: Fahrt nach Galway

Wir waren alle wohl etwas verkatert, aber spätestens um 9 Uhr hielt man es nicht mehr aus. Die Sonne schien und heizte das Zelt ziemlich auf. Es gab typisches Irish Breakfast: Würstchen mit Toast, Speck und Kartoffeln… sehr nahrhaft. Dann zog es mich mit meiner Kamera wieder in die Dünen um das Morgenlicht einzufangen. Wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde, Irland hatte mein Herz schon erobert. Gegen Mittag machten Eithne, Dumhnall und ich uns auf Richtung Galway, wieder mal eine Strecke von rund 200 km. Eithne musste ziemlich viel fahren… Wir machten einen Umweg nach Westport. Westport ist die westlichste Stadt Irlands und in der Nähe befindet sich der Croagh Padraig. Der heilige Berg St. Patrick. Dieser Berg ist quasi eine Wallfahrtstätte, dann am Gipfel dieses 764 m Berges befindet sich ein Kloster.

Jedes Jahr erklimmen Hundertausende von Gläubigen oder Sportlichen den Berg und kommen wahrscheinlich hochrot oben an. Falls jemand fragen sollte, nein ich bin nicht hochgelaufen, aber Eithne 5 mal an einem Tag vor 5 oder 6 Jahren, Respekt!

Nach einem verspäteten Mittagessen in Westport (Fish & Chips) ging es dann weiter Richtung Galway und aufgrund der zahlreichen Landstraßen und Ortschaften brauchten wir für die Strecke fast 4 Stunden! Eithne fuhr kurz noch bei ihren Eltern vorbei und ich wurde ihnen vorgestellt, wahnsinnig nette Leute. Müde und völlig kaputt bogen wir dann in die Auffahrt ihres Hauses ein und waren erst einmal „daheim“. Aber wer jetzt denkt, dass ich müde ins Bett gefallen bin, der täuscht sich. Wir fuhren nämlich gleich zum Einkaufen… am Sonntag… um 23 Uhr!! Ich liebe diese Öffnungszeiten. Nachdem wir dann noch spät einen kurzen Mitternachtssnack hatten, ging es dann endlich in die Heia.

28. Mai: Sightseeing in Galway

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr in einer fremden Stadt angekommen seid und es gar nicht erwarten könnt nach der ersten Nacht loszuziehen und das Unbekannte zu erforschen? So ging es mir mit Galway, Eithne hatte mir soviel von ihrer Heimatstadt erzählt und ich hatte mir natürlich ein Bild von der Stadt in meinem Kopf gemacht, aber tatsächlich da zu sein, ist natürlich völlig anders. Da ich von unserem Wochenend-Trip sehr müde war, schlief ich etwas länger und machte mich dann zur Mittagszeit auf in die Stadt. Eithne lebt in einer für Irland typisch angelegten Wohnsiedlung, wo jedes Haus gleich aussieht. Praktisch eine Reihenhaussiedlung. In den irischen Städten ist das wohl sehr üblich und auch in England habe ich solche Siedlungen schon gesehen. Da muss man sich die Hausnummer wirklich gut merken😉.

Die Bushaltestelle war leicht zu finden und ca. 20 Minuten später erreichte ich Eyre Square, das Zentrum von Galway. Eyre? Ja, ein wohl sehr beliebter Nachname in Irland. Gemeinsamkeiten mit Gegenden in Australien nicht zufällig. An diesem öffentlichen Platz/Park traf ich mich mit Dumhnall, der sich bereit erklärt hatte, den Stadtführer für mich zu spielen. Zuerst ging ich zu Lally Tours, ich hatte am Morgen eine Bustour zu den Cliffs of Moher gebucht und wollte mich über den Abfahrtsort informieren. Anschließend ging es noch zum Büro der Aran Island Ferries, dort buchte ich noch einen Trip zur Insel Inishmore für kommenden Donnerstag.

Dann stand Sightseeing auf dem Programm. Die Galway Cathedral fand ich wirklich sehr schön, obwohl die Kirche erst in den 60er Jahren erbaut wurde. Durch Galway fließt der Corrib River und im Stadtzentrum verzweigt sich der Fluß und man kann an den einzelnen Kanälen entlanglaufen. Weiter ging es durch die wirklich schöne Altstadt mit all den Pubs und Restaurants. Mittagessen hatten wir dann im einzigen Biergarten Galways und die Sonne kam auch raus. Am Hafen steht der  Spanish Arc. Er ist ein Teil der alten Stadtmauer Galways.

Es war schon später nachmittag, als Eithne anrief, dass sie mit der Arbeit fertig war und uns irgendwo in der Innenstadt treffen wollte. Dumhnall und ich saßen gerade in irgendeinem Cafe. Eine halbe Stunde später war sie dann da und wir fuhren hinaus zum Silverstrand Beach… zum BADEN. Ja, ihr lest richtig, baden. Und ja ich war im Wasser, beziehungsweise ich STAND im Wasser für lange 20 Minuten, Eithne und Dumhnall schwammen schon munter hin und her und ich stand einfach nur da und mir war wirklich wirklich kalt. Vor allem war ich ja erst eine Woche zuvor erkältet. Nein, das war mir zu riskant, also ging es wieder raus aus dem Wasser und rein ins warme Handtuch. Nichtsdestotrotz schnappte ich mir dann meine Kamera und machte noch ein paar schöne Aufnahmen vom weißen Kliff, ganz in der Nähe.

29. Mai: The Burren und Cliffs of Moher

Um 10 Uhr morgens startete der Tour-Bus vom Bus Terminal aus. Ich hatte mir ein paar Sandwiches gemacht (mit Hummus) und der Bus war auch ziemlich voll. Die meisten waren Backpacker, Familien oder Senioren. Also alles in allem eine bunte Mischung an Leuten. Die Tour hieß „The Burren – Experience“. Die Gegend, in der die Cliffs liegen heißt Burren, eine eher vegetationsarme Landschaft aus Kalkstein. Unsere erste Station hieß deshalb auch Alliwee-Caves, Kalksteinhöhlen. Zuvor besuchten wir noch den „Birds of Prey-Tierpark“ unterhalb der Höhlen.

Rund 45 Minuten dauerte die Höhlenwanderung mit Stalagtiten und Stalagmiten. Die Deckenhöhe war etwas niedrig, sodass ich mich mit meinen 1,76m  schon öfters bücken musste. Die Höhle war aber nichts im Vergleich zu meiner Abseiling-Erfahrung in Neuseeland, wo man ja durch Löcher durchkriechen musste. Ich hab immer noch Albträume von diesem Erlebnis *grusel*.

Dann ging es weiter über die  engen Landstraßen, für die der Bus wirklich zu breit war. Ich könnte in Irland kein Auto fahren, da braucht man wirklich Augenmaß und Nerven! Nächster Stop unserer Tour waren dann die wohl bekannteste Attraktion Irlands: die Cliffs of Moher. Die rund 8 km langen Steilklippen in der Nähe von Doolin sind wirklich beeindruckend. Durchschnittlich 200 Meter hoch schlängelt sich ein Fußweg entlang des Abgrunds. Nur in der Nähe des Besucherzentrums befindet sich ein schützender Zaun, ansonsten gibt es keine Barriere. Die Behörden warnen jedenfalls den geschützten Weg zu verlassen, speziell bei starkem Wind oder Regen, da die Steine sehr glitschig werden können.

Ich hatte gutes Cliff-Wetter erwischt. Fast kein Wind, bedeckt, aber kein Regen. Wir hatten rund 2 Stunden Aufenthalt und ich wanderte rund 4 km entlang des Abgrunds. Die Fotokamera wurde wieder einmal stark beansprucht.

Nachdem der Bus wieder alle eingesammelt hatte, ging es weiter zum Mittagessen nach Doolin. Mittlerweile nieselte es ein bißchen, typisches Irland-Wetter😉. Wir fuhren wieder Richtung Galway und machten noch einen letzten Stop am Dungaire Castle. Dort schien allerdings die Sonne. Komisches Wetter wie in Neuseeland. Apropos kann ich nur bestätigen, dass Irland wie Neuseelands Nordinsel ausschaut. Um 18 Uhr war ich wieder am Eyre Square und nahm den Bus „nach Hause“.

30. Mai: Ruhetag und ab in die Luft!

Mittwoch ist Ruhetag! Zumindest hatte ich mir das so vorgestellt, einfach mal nix tun und am Nachmittag in die Stadt fahren zum Bummeln. Ich habe ein paar Souvenirs eingekauft. Eithne rief mich an und hatte fantastische Neuigkeiten: Wir würden am Abend fliegen! Wie ich in früheren Einträgen schon berichtete, hat Eithne den Pilotenschein für Kleinflugzeuge und eigentlich war vor langer Zeit in Neuseeland ausgemacht, dass wir einmal zusammen fliegen würden. 4 Jahre später wurde es dann Wirklichkeit. Gegen 19 Uhr waren wir am Galway Airport. John, ihr guter Pilotenfreund spendierte uns den 20-minütigen Rundflug über Galway.

Zuerst musste ich eine Sicherheitsweste anziehen, dann schoben wir die 4-sitzige Cessna aus dem Hangar. Nach einem Gewichtscheck (oh oh sag ich dazu nur), durften wir dann an Bord. 15 Minuten muss der Motor warmlaufen, bevor das Öl die richtige Temperatur hat, um abzuheben. Der Ausblick war einfach nur fantastisch. Ich sah genau die Strecke, die ich am Montag in der Innenstadt abgelaufen war. Noch einmal ein großes Dankeschön an dieser Stelle für diesen fantastischen Flug! Zum Dank kochte ich für Eithne und Dumhnall deutsche Rouladen mit Spätzle und Blaukraut.

31. Mai: Eimerweise Wasser auf Inishmore!

Das Rauschen des Platzregens weckte mich früh auf. Aha, die Hitzewelle war also zuende und das normale irische Wetter hatte wieder Überhand genommen. Lt. Eithne regnete es 51 von 52 Wochen in Galway. Und überhaupt gibt es kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung. Und apropos, irgendwie hatte ich beim Packen meine Regenjacke vergessen😦. Das würde ein spaßiger Tag auf Inishmore werden. Also lief ich mit Regenschirm gegen 8.30 Uhr zur Bushaltestelle, die ca. 600 Meter entfernt war. Dort angekommen war meine Jeans schon völlig durchnässt. Ich hatte mir eine Regenjacke von Eithne ausgeliehen, was zumindest mich obenrum trocken hielt.

Am Hotel Victoria war die Abfahrt zum Fährterminal in Rossaveal. Das kleine Dorf liegt ca. 1 Stunde westlich von Galway. Der Bus war gerammelt voll und alle wollten die Inseln besuchen, neben Inishmore, der größten Insel, gibt es noch zwei andere, kleinere Eilande: Inishmaan und Inisheer. Die Mehrzahl der Leute fuhr aber nach Inishmore.  Vom Terminal ging es dann gleich auf die Fähre, das Meer war ziemlich aufgewühlt und so verschlief ich die 45 Minuten lange Überfahrt. In Kilronan legte die Fähre an, am Wetter hatte sich nichts geändert. Es regnete immer noch wie aus Kübeln.

Ich hatte mir eigentlich einen Plan zurecht gelegt, was ich auf Inishmore machen wollte, der Regen machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Radfahren im Regen? Nein danke! Nach langem Überlegen schloss ich mich dann einer der Bustouren an, was im Nachhinein wirklich eine gute Idee war. Kenneth, der Fahrer war wirklich witzig und erzählte uns viel über Inishmore. Die Hauptsprache auf den Aran Islands ist Irish oder Gälisch, erst danach kommt Englisch. Im Sommer kommen oft Schulklassen nach Inishmore um dort ihr Gälisch zu verbessern. Der erste Halt war  an der Hauptattraktion der Insel: Dun Aenghus. Ein Felsenfort an der Steilküste.

Rund 1.5 Stunden hatte ich hier Aufenthalt und es ging rund 4 km bergauf. Viel sehen konnte ich auf dem Hinweg nicht, es regnete und war neblig. Erst als ich oben angekommen war, hörte der Regen auf und es klarte auf. Ich fotografierte das Fort und die Klippen, danach ging es dann ohne Regen wieder bergab. Kenneth holte uns dann wieder ab und weiter ging es über die 14 km lange und  3 km breite Insel. Wir machten Station am Leuchtturm und auf einem alten Friedhof, dem „Na Seacht dTeampaill“. Gegen 16 Uhr war ich wieder in Kilronan und war etwas Souvenir-shoppen. Um 17 Uhr ging die Fähre wieder zurück nach Rossaveal und nach einer weiteren Stunde war ich wieder in der Stadt.

Ich fuhr zu Eithnes Haus und wir machten und fertig zum Ausgehen, denn nun lernte ich das Nightlife von Galway kennen. Zuerst ging es zu „Mc Donaghs“, wo es das beste Fish & Chips in der Stadt gab. Danach waren wir in 3 verschiedenen Pubs unterwegs (Namen entfallen) mit original irischer Fiedelmusik. Eine wirklich großartige Atmosphäre!

1. Juni: Abschied von Galway, Willkommen in Dublin!

Mein letzter Tag in Galway brach an und ich schlief verdammt lange, dann recherchierte ich, was ich/wir in Dublin machen wollten. Gegen 19.45 Uhr fuhr unser Überlandbus nach Dublin, den wir fast verpassten, danke an den Taxifahrer! 2,5 Stunden dauerte die Fahrt in Irland Hauptstadt. Zeit, die wir verschliefen oder lasen. Gegen 22.30 waren wir dann endlich da. Es war Freitag abend und zahlreiche Nachtschwärmer waren schon unterwegs zu den Pubs. Wir waren ziemlich hungrig und so gingen wir zu „Eddie Rockets“, einem American Diner. Es war ein bißchen ein Act bis wir unser Hostel fanden. Das Globetrotters Hostel war 2 Blocks von der O´Connell Street entfernt. Das ist die Haupteinkaufsstraße Dublins.

Mit eines der besten Hostels wo ich je war. Wir hatten ein Twin-Room mit eigenem Bad, Fernseher und Teekocher. Das ist purer Luxus für einen Backpacker😉. Wir schauten noch etwas fern und dann gings in die Heia.

2. Juni: Sightseeing und Shopping in Dublin

Im Globetrotters gab es Frühstück inklusive bis 10 Uhr. Gute irisches Frühstück mit baked beans, Spiegelei, Speck, Würstchen und Toast. Ich liebe das, allerdings könnte ich es nicht jeden Tag essen. Danach bewaffnete ich mich mit meiner Kamera, denn es ging ab zum Sightseeing. Erste Station war das altehrwürdige Trintiy-College in Dublin. Die Elite-Universität hat sehr alte und sehenswerte Gebäude.  Weiter ging es durch die Altstadt und die vielen Einkaufsstraßen.

Eine wirklich großartige Stadt. Mitten hindurch fließt der Liffey-River und hat auch zahlreiche Brücken. Die Stadt hat sehr viele alte Kirchen und sehenswerte Gebäude. Ich werde auf jedem Fall noch einmal wiederkommen. Da ich noch nicht wirklich viele Klamotten für meinen Trip nach Asien habe, habe ich sehr viel eingekauft. Marks & Spencer wird es mir danken😉. Wir sahen uns Dublin Castle an, den Temple Bar District mit seinen Pubs und Souvenir Shops. Leider begann es ab dem späten Nachmittag zu regnen und der Weg zur Guinness Brewery war uns dann doch zu weit.

Nach dem Dinner machten wir uns noch ausgehfertig und verbrachten den Abend/Nacht in einigen Pubs im Temple Bar District. Gutes Bier, sag ich nur😉.

3. Juni: Bye Bye Ireland!

Es hieß langsam Abschied nehmen von Irland und natürlich von Eithne. Nach dem Frühstück gingen wir noch kurz zu Starbucks und Eithne machte sich dann auf dem Weg zum Bus-Terminal, das weiter entfernt lag. Wir verabschiedeten uns und werden uns mit Sicherheit bald wiedersehen. Die ganze Innenstadt von Dublin wurde wegen eines Formel-1-Rennens abgesperrt (nur Demo-F1-Wagen). Es war für mich dann ziemlich schwer, wieder zum Hostel zu kommen, da ich auf der anderen Seite des Liffey River unterwegs war und die meisten Brücken waren gesperrt. Ich fand den Weg zurück ins Hostel und gegen 13 Uhr  wartete ich auf den Airport Bus Nr. 71A, dessen Haltestelle direkt vor der Tür war.

Nach ein paar Umwegen (falscher Bus 71C statt A, 25 Minuten durch den Regen stapfen) erreichte ich das Terminal am Dublin Airport und um 16.10 Uhr sagte ich dann Irland Goodbye und der Flieger hob ab gen Frankfurt.

Fazit: Irland ist einfach ein tolles Land, ich werde auf jedem Fall wieder kommen. Aber erst einmal kommen Eithne und Dumhnall mich in Deutschland besuchen. *freu*

Ganz liebe Grüße nach Irland!

Eure Katrin

P.S. Die Bilder findet Ihr wie immer auf Picasa – KLICK!

Hallo Ihr Lieben!

Der Frühling hält endlich Einzug ins Frankenland und wir haben derzeit angenehme 27 Grad. Leider kann ich die im Moment nicht wirklich genießen, mich plagt derzeit eine Erkältung, die ich mir höchstwahrscheinlich letzte Woche vom SommerTagTraum-Festival in Ulm geholt habe. David Guetta und Taio Cruz waren die Headliner und bei relativ kühlen Temperaturen tanzten wir in die Nacht. Leider war ich wohl etwas zu luftig angezogen, naja kann man nix machen….

Derzweil freue ich mich schon riesig auf nächsten Samstag, es geht für eine Woche nach Irland und ich bin schon sehr gespannt. Landen werde ich in Dublin und werde von Eithne abgeholt, dann geht es gleich nach Norden, genauer gesagt nach Inishcrone. Dort werden wir von Samstag auf Sonntag campen.

Anschließend bin ich dann 5 Tage in Galway und werde etwas Sightseeing betreiben und von Freitag bis Sonntag sind wir dann in Dublin, das Nachtleben unsicher machen.

Was gibt es sonst noch Neues bei mir? Der Flug nach Kambodscha ist gebucht, am 14. September geht es los, 3 Wochen Kambodscha und Vietnam. Katja und ich planen schon im Moment unseren Trip und organisieren alles andere wie Visas und vor allem Impfungen. Ich werde in den nächsten Wochen mehrmals gepiekst (Hepatitis A) und muss Tabletten gegen Typhus nehmen. Das ist alles nicht sehr angenehm😦. Naja was tut man nicht alles um einmal durch Asien zu reisen?

Also das war´s mal wieder bei mir, ich werde natürlich von meinem Irland-Trip berichten.

Bis dahin liebe Grüße

Eure kränkelnde Katrin

 

 

Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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