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Archive for Juli 2010

… haben wir hier im Moment. Zumindest kann man es so bezeichnen, im ganzen Juli hat es exakt eine Stunde statistisch geregnet, ansonsten jeden Tag Sonnenschein und mindestens 25 Grad. Ja ja langweiliges Sommerwetter, ist ja fast schon wie in Australien.

Gerade weil das Wetter gerade so wunderbar ist, mache ich meistens zusammen mit Katja Tagesausflüge an meinen freien Tagen. Man muss das einfach ausnutzen. So waren wir, wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt ,am vorvergangenen Sonntag im Lighthouse Park im Norden Vancouver. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde mit zahlreichen Wanderwegen, die wir auch abgelaufen sind.

Letzten Sonntag wollten wir mal wieder Boot fahren und sind mit dem Bus nach Horseshoe-Bay gefahren, ca. 5 km vom Lighthouse Park entfernt. Dort legen unter anderem die großen Fähren nach Vancouver Island ab, es fahren aber auch kleinere Fähren auf nahegelegenen Inseln der Northern Gulf Islands. Unser Ziel für den Tag hieß Bowen Island, eine 20 minütige Bootstour entfernt. Viel gewusst haben wir über die Insel nicht, nur dass es dort ein paar Wanderwege gibt. Dort angekommen, orientierten wir uns erstmal etwas, dann ging es Richtung „Bridal Veil Falls“. Diese „Wasserfälle“ entpuppten sich als Fischtreppe für die Lachse im Herbst. Wir wanderten dann zum Killarney Lake und zurück nach Snug Cove, dem Fähranleger. Traditionsgemäß gab es dann Fish & Chips als spätes Mittagessen.

Wir hatten allerdings noch nicht genug von Ausflügen. Wir buchten für letzten Dientag ein Mietauto, das uns in den Manning Park Provincial Park bringen sollte. Das ist ein regionaler Nationalpark gute 200 km östlich von Vancouver. Um 7 Uhr also ging es los, ab zu Budget und unseren silbernen Ford Focus abgeholt. Dann konnte ich das erste Mal das Fahrgefühl in Kanada erleben. Das ständige 80 auf der Autobahn ging mir auf den Keks, die anschließenden 100 km/h aber auch. Also zuckelten wir langsam unserer ersten Etappe zu: Harrison Hot Springs. Alle meine Kunden wollen da immer hinfahren. Ganz ehrlich, so prickelnd ist das kleine Kaff am Ufer des Lake Harrison wirklich nicht und heiße Quellen hatte ich schon genügend in Neuseeland gesehen. Nach einem kleinen Fotostopp ging es also weiter nach Hope, dort kauften wir unseren Tagesproviant ein und dann ging es endlich Richtung E.C. Manning Park. Die Fahrt war wirklich atemberaubend. Umringt von hohen Bergen ging es dem Highway Nr. 3 über Bergpässe und an Bachläufen entlang. Meine Mama würde sagen, es schaut aus wie in Österreich.

Nach gut 3.5 Stunden Fahrt erreichten wir Manning Park. Dort fuhren wir gleich auf den Cascade Lookout, eine enge Serpentinenstraße von 8 km Länge. Dort konnten wir die gleichnamige Cascade Berggruppe bestaunen. Tja, wie so üblich, wenn man im Camperbusiness arbeitet, begegnete Katja vier ihrer Kunden vom Vortag. Für uns war beim Lookout allerdings noch nicht Schluss, wir fuhren die nun unbefestigte Straße weiter nach oben zu den „Alpine meadows“, den zahlreichen Wildblumenwiesen, für die der Manning Park so berühmt ist. Die Wanderung führte uns über knapp 4 km durch Tannenwälder und an den Wiesen vorbei. Es sah wirklich aus wie in Österreich oder der Schweiz. Ein wunderschönes Bergpanorama und die Blumen blühten in allen Farben. Mama, du hättest das auch toll gefunden! Natürlich arbeiteten Katjas und meine Kamera auf Hochtouren und leider kehrte auch eine längst vergessene Plage zurück. Stechmücken!!! Wir konnten uns vor den kleinen Blutsaugern gar nicht retten. Und ich dachte, die überleben in  Höhen von 2000 Metern nicht. Naja ich bin ziemlich verstochen. Merkwürdige Geräusche aus dem Wald verunsicherten uns auch ein bißchen. Weder Katja noch ich hatten je einen Bären in freier Wildbahn gesehen oder gehört und das Geräusch kam auch immer näher. Wir redeten uns dann ein, dass das ein Vogel sein musste.

Anschließend ging es dann den Berg wieder runter und zu einer anderen Sehenswürdigkeit: den Lightning Lake. Wir entschlossen uns den See halb zu umrunden und schafften das auch in gut 1.5 Stunden. Ich hätte große Lust auf Kayaken gehabt, aber die Zeit war zu limitiert. Stattdessen arbeiteten wir an unserer Bräune, ich wagte einen Sprung ins eiskalte Wasser und Katja fotografierte Murmeltiere. Was will man mehr? Ein perfekter Tagesausflug… bis auf die 2.5 Stunden lange Fahrt zurück nach Vancouver…

Und neben den ganzen Tagesausflügen findet im Moment auch die „Celebration of Light“ statt. Eine Art Wettbewerb der Feuerwerke, die von verschiedenen Ländern ausgerichtet wird. Die English Bay ist Schauplatz des Spektakels und 100.000de von Menschen strömen zu den 4 Veranstaltungen. Am Samstag findet das letzte Feuerwerk (China) statt und dann wird der Sieger gekürt.

Okay, das war´s mal wieder an Neuigkeiten von mir. Am nächsten Sonntag geht es dann nach Whistler zum Wandern. Kunden von mir meinten, dass sie Grizzlys und Schwarzbären dort gesehen haben, vielleicht sollte ich meine Knarre mit einpacken…. 😉

Ganz liebe Grüße nach Hause

eure Bärenjägerin

Katrin

P.S Die neuen Bilder sind im Vancouver- und Manning Park-Ordner in Picasa zu finden

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Die WM ist vorbei! Gott sei Dank sagen bestimmt viele, Spanien hat dann doch verdient gewonnen. Für mich ist auch wieder der Alltag eingekehrt. Kein Tragen des deutschen Trikot auf Arbeit mehr, keine deutschen Farben an den Armgelenken. Mein Boss freuts auch 😉 Spaß beiseite. Ich muss an dieser Stelle meinem Boss ein ganz großes Dankeschön aussprechen, dass er Mitleid mit einem Fußball-Fan hatte und ich alle Deutschland-Spiele live gucken konnte. Das Spiel um Platz 3 eher unfreiwillig, da ich mir eine dicke Erkältung eingefangen hatte (danke an die Klimaanlage).

Nach den vier WM-Wochen habe ich jetzt endlich wieder Zeit Vancouver zu entdecken. Seit einigen Tagen hat auch endlich der Sommer hier Einzug gehalten und das macht noch mehr Lust etwas zu unternehmen. Am Freitag war ich deshalb im Norden Vancouvers unterwegs und hab mir den Lynn Canyon Park angeschaut. Eine enge Schlucht  mit Wasserfällen und einem eiskalten Bach. Nein, das war mir eindeutig zu kalt um unter einem Wasserfall zu baden. Außerdem musste ich auch über eine Hängebrücke laufen, die letzte Hängebrücke ist mir noch gut in Erinnerung. An den Mavora Lakes in Neuseeland machte ich damals fast einen Abflug ins Wasser. Aber ich habe meine Angst erfolgreich therapiert ;). Im Lynn Canyon wurde übrigens „Twilight“ gedreht, wenn irgendwer hier, damit was anfangen kann. Ich mag die Filme ja nicht besonders.

Heute geht es mit Katja zum Lighthouse Park im Westen Vancouver, ich bin schon sehr gespannt, denn Leuchttürme mag ich ja auch besonders gerne. Viel zu erzählen vom Alltag gibt es nicht. Mal habe ich nette Kunden, dann wieder so Kotzbrocken, die denken, sie sind der König der Welt und kriegen alles in den Allerwertesten geblasen. Naja, tief durchatmen und lächeln  ist da immer mein Motto.

Ich bekomme Mitte August eine Woche frei, um endlich meinen Trip in die Rocky Mountains zu unternehmen. Ich will soviel wie möglich sehen und vielleicht besteht die Möglichkeit eine Camperüberführung nach Calgary zu machen, aber das steht noch nicht fest. Im September geht es dann für ein Wochenende nach San Francisco um mich mit Rahel zu treffen. Die Flüge von Seattle aus sind sehr günstig und ich möchte SFO unbedingt noch einmal sehen. Das letzte Mal 1999, als ich dort war, habe ich irgendwie nicht so viele Fotos gemacht und die Golden-Gate-Bridge versteckte sich im Nebel.

Und auch zu meiner beruflichen Zukunft gibt es ein paar neue Pläne, wahrscheinlich geht es zur Sommersaison wieder zurück nach Australien oder Neuseeland. Ich versuche im Moment ein Arbeitsangebot zu ergattern und vielleicht gelingt mir das ja. Sollte das der Fall sein, werde ich im Herbst für kurze Zeit in Deutschland und dann wieder weiterfliegen oder eventuell gleich von Kanada aus losmachen.

So, das war´s mal wieder ihr seid wieder auf dem neuesten Stand, ich habe bei Picasa einen neuen Bilderordner angelegt und ein paar Bilder sind schon drin zum Anschauen.

Liebe Grüße vom Sommer in den heißen Sommer

Katrin

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Spiel um 3. Platz: Deutschland – Uruguay: 3:2 (Müller 19., Cavani 28., Forlan 51., Jansen 56., Khedira 82.)

Tja, jetzt sind wir wieder (nur) Dritter geworden, langsam wird´s langweilig. Das Spiel empfand ich als sehr spannend, es war wildes Hin und Her, beide Teams hatten gute Chancen und waren ebenbürtig. Unser kleiner Müller hat seinen 5. Treffen während der WM geschafft. Natürlich bin ich mächtig stolz auf unsere junge Nationalmannschaft. In den nächsten Jahren wird die Welt unser Team fürchten, vor allem da 15 der Spieler unter 25 Jahre alt sind und die anderen Teams alle altern ;). Das macht Lust auf mehr. In diesem Sinne hoffe ich das Beste für die EM 2012 in Polen und der Ukraine und für die WM 2014 in Brasilien.

Heute wird aber noch die Daumen für unsere holländischen Nachbarn gedrückt. Denen gönne ich es einfach mehr, als den doofen Spaniern. In meinem Beruf komme ich so oft mit wirklich netten Oranjes in Kontakt, da muss man einfach für Holland sein.

Dann verabschiede ich mich stilgemäß mit „Hup Holland Hup“

Tschööö

Katrin

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Das war nix!

Halbfinale: Deutschland – Spanien: 0:1 (73. Puyol)

Satz mit X, war wohl nix! Grottiges Spiel von den Deutschen, die ihr Talent irgendwo zwischen Viertel- und Halbfinale verloren haben! Wir waren wirklich schlecht. Die Spanier waren haushoch überlegen, hatten ne tolle Technik. Ich war sehr traurig über unser Ausscheiden. Aber was sagt man nicht immer? Life goes on! Nächste Chance für die EM 2012 und WM 2014, da drücke ich wieder die Daumen.

Samstag ist das Spiel um Platz 3, da muss ich leider arbeiten, aber ich gucke abends die Zusammenfassung.

Und ich mutiere jetzt zum  Holland-Fan, am Sonntag schreie ich für Holland, da muss ich von meiner holländischen Kollegin ein paar holländische Fan-Songs lernen. Holland vor, noch ein Tor!

Ein nicht mehr so freudiges Olè

Katrin

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Hallöle,

ja wie ihr seht, die WM hat mich fest im Griff, jetzt da es bald zu Ende ist und wir Weltmeister werden, werde ich mal ein bißchen erzählen, was so in meinem Leben passiert, außerhalb des Fußballs.

Also, ich war vor 2 Wochen beim Zahnarzt, da ich mir ein Stück des Frontzahns abgebrochen hatte. Also gleich mal nach  einem deutsche Zahnarzt gegoogelt und Termin ausgemacht. Ich war dann bei Dr. Hammer (nein, er hat keinen Hammer benutzt) und er hat meinen Zahn eigentlich ganz gut wieder hingekriegt. Ich kann wieder in einen Apfel beißen ;). Die Rechnung war mit fast 300 Dollar ziemlich happig, tja es lebe das deutsche Gesundheitssystem!

Dann war ich natürlich touristenmäßig in Vancouver unterwegs. Leider ist das Wetter nie besonders gut, wenn ich frei habe, aber das hält mich nicht davon ab (manchmal mit etwas Hilfe von Katja), bestimmte Sachen in der Nähe anzuschaun. Wir waren vor zwei Wochen im Burnaby Mountain Park und haben Totempfähle besucht. Wie der Name schon verheißt, ging es natürlich erstmal bergauf. Da mein Bus mich am Fuß des Berges rausgelassen hatte, musste ich gut ne halbe Stunde den Berg raufdackeln, Katja wartete schon auf mich. Anschließend waren wir in Chinatown und Gastown. Letzteres ist ein beliebtes Ziel für Touristen und hat entsprechend viele Souvenirshops.

Meine Arbeit macht immer noch Spaß, ich liebe es, mich mit Touristen rumzuschlagen und ständig ihre Beschwerden zu hören. Naja Spaß beseite, der Job ist schon in Ordnung, meine Kollegen sind nett, aber leider wohnen die alle nicht in der Stadt, sodass es für mich schwer ist, neue Freunde zum weggehen zu finden. Aber wird schon werden. Ich muss ja jeden Tag mit der Skytrain und Bus zur Arbeit. Und die Skytrain sorgt in letzter Zeit immer wieder  für „Zwischenstopps“, die meistens eine halbe Stunde andauern. Man sitzt dann im Zug rum mitten auf der Strecke, weil irgendjemand ne Getränkedose auf die Gleise geworfen hat oder innen raucht, sehr nervig.

Zuguterletzt haben Katja und ich heute „the historic town of Steveston“ besucht. Steveston gehört zum Stadtteil Richmond im Westen Vancouvers. Wir haben uns den Hafen angeschaut, aßen Fish and Chips und machten eine Hafenrundfahrt. Und zum Schluß waren wir noch im Olympic village, dem Olympischen Dorf und fotografierten ehemaligen Unterkünfte der Wintersportler.

So, das war´s mal wieder und Wir hauen die Spanier weg am Mittwoch!

Grüßle

Katrin

P.S. Neue Fotos sind unter Picasa im Vancouver-Ordner zu finden

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Viertelfinale: Deutschland – Argentinien 4:0 (3. Müller, 68. Klose, 74. Friedrich, 88. Klose)

Das Spiel liegt gerade in den letzten Zügen, ich denke, es wird sich nichts mehr am Spielstand 4:0 ändern. Oh mein Gott spielen wir gut, wer soll uns denn noch schlagen? Die Spanier? Unser womöglicher Halbfinalgegner? Ich denke nicht, uns hält keiner mehr auf. Ich tippe auf Niederlande – Deutschland für das Finale. Jetzt kommt erstmal das Halbfinale am Mittwoch, da werde ich wieder public viewen, denn ich hab mir natürlich freigenommen!

Ich jubel hier im Bett vor mich hin, und muss gleich zur Arbeit, vorher kleide ich mich noch aber noch standesgemäß schwarz-rot-gold! YEAH!!!!!

Ole, ole ole

Katrin

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Katrin reist durch die Welt

Reisetagebuch über meinen Alltag in Neuseeland, Australien und Kanada

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